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Corona in Baden-Württemberg: Pflegekräfte bekommen Prämie – „Sind uns der Leistung bewusst“

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Von: Klaudia Kendi-Prill

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Stuttgart - In der Bund-Länder Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde entschieden, dass die Weihnachtsferien in 2020 früher beginnen sollen. Außerdem bekommen Pflegekräfte mehr Geld.

Update vom 26. November: Während der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie existentiell wichtig Pflegekräfte in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen Einrichtungen sind. Doch die Leistung dieser Berufsgruppen ist bislang noch nicht ausreichend geschätzt worden – erst recht nicht mit Applaus aus dem Fenster. Im Südwesten von Deutschland können sich Mitarbeiter in 69 Krankenhäusern nun aber auf eine finanzielle Anerkennung freuen.

Wie Sozialminister Manne Lucha mitteilt, hat das Land die Bundesmittel von rund 20 Millionen Euro für Baden-Württemberg um 10 Millionen aufgestockt. Damit können die Mitarbeiter nun eine Pflegeprämie von bis zu 1.500 Euro erwarten. „Wir sind uns der enormen Leistung der Beschäftigten in Krankenhäusern jeden Tag und ganz besonders in den letzten Monaten sehr bewusst“, sagt der Minister dazu. Unklar ist allerdings noch, wer darüber entscheidet, welche Mitarbeiter wie viel Geld bekommen.

Corona in Baden-Württemberg: Neues Datum für Weihnachtsferien 2020

Update vom 25. November: Die Weihnachtsferien sollen in diesem Jahr fast überall in Deutschland gleichzeitig am 19. Dezember beginnen. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch beim Corona-Treffen am Mittwoch verständigt. Neue Tatsachen werden damit nicht geschaffen. Bereits vor dem Gespräch mit Merkel hatten Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg angekündigt, ihre Ferien auf den 19. Dezember vorzuziehen. In den meisten übrigen Bundesländern stand dieser Termin schon lange vor Corona als Ferienstart fest. Hier gibt es einen Überblick über die weiteren Corona-Regeln im Dezember.

Corona in Baden-Württemberg: Beginnen die Weihnachtsferien wegen Corona früher?

Erstmeldung vom 24. November: Am Mittwoch (26. November) wollen sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Schalte über das weitere Vorgehen im Corona-Winter einigen. Laut ersten Information sollen sich die Länderchefs im Vorfeld auf eine Verlängerung des „Lockdown Light“ bis zum 20. Dezember und auf verschärfte Kontaktbeschränkungen bis kurz vor Weihnachten verständigt haben. So sollen sich vom 1. bis um 22. Dezember nur maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Ab dem 23. Dezember soll die Kontaktbeschränkung auf bis zu 10 Personen ausgeweitet werden.

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann mit ungewöhnlicher Idee für Schulen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen außerdem die Empfehlung aussprechen, sich vor und nach den Feiertagen in eine mehrtätige Selbstisolation zu begeben. Um das Infektionsrisiko an Weihnachten weiter zu minimieren, will sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Bund-Länder-Schalte außerdem für frühere Weihnachtsferien für Schüler stark machen. Das hat ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montag mitgeteilt.

In Baden-Württemberg starten die Weihnachtsferien am 22. Dezember. Wenn die Schüler bereits am 18. Dezember (Freitag) in die Ferien starten würden, habe man bis Heiligabend eine Strecke von fünf bis sechs Tagen, die man nutzen könne, um Kontakte zu minimieren. „Dann wird man an den Feiertagen mit einem entspannteren Gefühl zu den Großeltern fahren und im Kreise der Familie das Weihnachtsfest begehen können“, heißt es aus dem Staatsministerium. Am Dienstagabend geht aus einer aktualisierten Fassung des Entwurfs für das Treffen mit der Bundeskanzlerin am Mittwoch sogar hervor, dass die Weihnachtsferien bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden sollen.

Corona in Baden-Württemberg: Weihnachtsferien werden verlängert

Winfried Kretschmann (Grüne) teilt am Dienstag in Stuttgart mit, dass die Weihnachtsferien aus Schutz vor Corona-Infektionen landesweit verpflichtend verlängert werden. Darauf hätten sich die Ministerpräsidenten bei ihren Gesprächen über die Corona-Regeln mit Ausnahme von Bremen geeinigt.

Frühere Corona-Weihnachtsferien in Baden-Württemberg? Kultusministerium nicht begeistert

Vor einigen Tagen hatte das Kultusministerium schon betont, dass es landesweit keine verlängerten Weihnachtsferien anordnen werde. Dies würde zu viele organisatorische Fragen aufwerfen und viele Eltern vor ein Betreuungsproblem stellen. Die Schulen in Baden-Württemberg sollten selbst entscheiden, ob sie die Weihnachtsferien durch bewegliche Feiertage verlängern wollen. In diesem Schuljahr gibt es in Baden-Württemberg insgesamt vier bewegliche Feiertage.

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann setzt sich für verschärfte Maskenpflicht ein

Bei der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch will sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann außerdem für eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum einsetzen. Seiner Auffassung nach soll das Tragen eines Maske bestimmten Orten verpflichtend sein: Das gilt nicht ausschließlich für geschlossene Räume, sondern auch an allen Orten im Freien, an denen sich Menschen dicht gedrängt oder für längere Zeit aufhalten. Laut ersten Informationen sollen sich die Länderchefs auf eine Ausweitung der Maskenpflicht vor Einzelhandelsgeschäften und Parkplätzen geeinigt haben.

Corona in Baden-Württemberg: Impfstrategie für das Land soll vorgestellt werden

Vor dem Corona-Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel will Winfried Kretschmann zusammen mit Gesundheitsminister Manne Lucha die Impfstrategie für Baden-Württemberg vorstellen. Im Kabinett wird am Dienstag, 24. November, entschieden wie die 11 Millionen Einwohner des Landes schnellstmöglich geimpft werden können und wo die Impfzentren im Land entstehen sollen.

Bis zum 15. Dezember sollen in jedem der vier Regierungsbezirke zwei zentrale Impfzentren errichtet werden. Bis zum 15. Januar sollen ein bis zwei Impfzentren pro Stadt- und Landkreis entstehen. (kp mit dpa)

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