...und das ist auch gut so

85 Prozent mehr Flüchtlinge im Südwesten als im Vorjahr

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Baden-Württemberg - 2014 hat der Südwesten 85 Prozent mehr Flüchtlinge aufgenommen als im Jahr zuvor. Jeder fünfte kommt aus Syrien.

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl in Baden-Württemberg stieg 2014 auf 25.673 (2013: 13.853), insgesamt wurden im Südwesten 85 Prozent mehr Flüchtlinge aufgenommen als noch im Jahr zuvor, wie das Integrationsministerium in Stuttgart am Mittwoch mitteilte.

Zuletzt war der Zugang im Jahr 1993 – also vor 20 Jahren – höher.

Den größten Anteil machten mit 5.557 Asylbewerbern Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien aus, es folgen Serbien (3.233), der Kosovo (2.788) sowie Gambia (2.237) und Eritrea (1.395 Personen). 

Syrien, Serbien und der Kosovo waren erst im November zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt worden (Asylkompromiss). Seitdem können Asylanträge von Bewerbern aus diesen Ländern schneller abgelehnt und die Menschen rascher abgeschoben werden. „Die Fluchtursachen aus diesen Ländern sind verständlich, aber hier gesetzlich nicht anerkannt“, betonte Integrationsministerin Bilkay Öney von der SPD. „Es ist deshalb dringend erforderlich, dass der Bund dieses in die Länder hinein kommuniziert und dass die Fluchtursachen bekämpft werden.“

Ein weiterer Aspekt des Asylkompromisses: Das Arbeitsverbot wurde von neun auf drei Monate verkürzt. „Nun müssen Länder und Kommunen jene Menschen, die eine Bleiberechtsperspektive haben, auch möglichst schnell in Arbeit integrieren“, so Öney. 

dpa/rob

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