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Corona in BW: Neue Verordnung gilt ab heute – diese Regeln müssen Ungeimpfte kennen

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Von: Katja Becher

Corona in Baden-Württemberg – Die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen der Pandemie im Südwesten im aktuellen News-Ticker:

Update vom 16. September, 9 Uhr: Im Kampf gegen die Pandemie gelten in Baden-Württemberg ab heute strengere Regeln für Ungeimpfte. Das Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) beschloss am Mittwoch im Umlaufverfahren eine neue Corona-Verordnung mit einem dreistufigen Alarmsystem, wie die Landesregierung in Stuttgart mitteilte. Sie stützt sich nicht mehr auf die Sieben-Tages-Inzidenz an Neuinfektionen, sondern auf die Belastung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten.

Nach dem neuen System gilt derzeit die so genannte Basisstufe. Die Warnstufe wird ausgerufen, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder acht von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann haben Ungeimpfte nur noch mit negativem PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

Stufe drei - die Alarmstufe - gilt, sobald 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die so genannte Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann haben Ungeimpfte gar keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.

Corona in Baden-Württemberg: Das sind die 10 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Heilbronn162,9
LK Rottweil151,2
SK Mannheim148,2
LK Zollernalbkreis138,5
LK Schwarzwald-Baar-Kreis132,0
LK Rems-Murr-Kreis118,2
LK Heilbronn114,9
LK Ravensburg112,3
SK Stuttgart112,2
LK Karlsruhe110,3

Corona in BW: Eindeutig – So viele Covid-Intensivpatienten sind ungeimpft

Update vom 15. September, 7:40 Uhr: Laut Angaben von Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) sind in Baden-Württemberg derzeit rund 95 Prozent aller Corona-Intensivpatienten in den Krankenhäusern ungeimpft. Kliniken in Friedrichshafen und Konstanz schlagen bereits Alarm, weil die Intensivstationen voll seien und andere Patienten mit schweren Erkrankungen nicht operiert werden könnten, wie der SWR berichtet.

Corona in BW: Schock-Wert! Jeder 5. Covid-Tote im Südwesten

Update vom 14. September, 7:19 Uhr: Für Baden-Württemberg meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen 14 weitere Corona-Todesfälle. Zum Vergleich: Bundesweit sind 68 Opfer zu beklagen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind. Somit sind rund 20 Prozent aller Opfer in BaWü zu verzeichnen. Nur Nordrhein-Westfalen hat mit 21 Toten noch dramatischere Zahlen. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland gibt es jeweils einen Todesfall.

Angespannte Lage auch in den Kliniken, denn derweil steigt die Zahl der Intensivpatienten im Südwesten weiter an: Aktuell liegen 204 Patienten auf den Intensivstationen im Ländle – der Anteil der Corona-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten beträgt 8,9 Prozent. Von diesen 204 Intensiv-Patienten werden 89 invasiv beatmet.

Corona in BW: Lauterbach warnt – „Herbst wird noch einmal schwierig“

Update vom 13. September: In Baden-Württemberg sind 60,99 Prozent der Bürger vollständig geimpft und 36,16 Prozent noch gar nicht (RKI, Impfquotenmonitoring, Stand: 12. September). Zum Vergleich: Deutschlandweit sind 62,19 Prozent ‚durchgeimpft‘ – bei 33,47 Prozent ungeimpften Personen. Der jeweils restliche Prozentsatz hat erst die Erstimpfung intus.

Währenddessen hofft Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD), dass wir die Corona-Pandemie im Frühjahr 2022 größtenteils überstanden haben: „Der Herbst wird noch einmal schwierig werden. Wir werden noch einmal steigende Fallzahlen haben. Im Winter könnte es dann aber besser werden, wenn die Zahl der Ungeimpften abgenommen hat“, so Lauterbach gegenüber der dpa. Speziell nach der Bundestagswahl am 26. September rechne er bundesweit mit die flächendeckenden Einführung der 2G-Regel.

Corona in BW: Neue Verordnung verzögert sich

Update vom 11. September: Die geplanten Corona-Einschränkungen vor allem für ungeimpfte Erwachsene im Südwesten verzögern sich. Das Land werde die überarbeitete Corona-Verordnung im Laufe der kommenden Woche verkünden, teilt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in Stuttgart mit. Die strengeren Maßnahmen waren ursprünglich bereits für das Wochenende angekündigt worden und sollten am Montag in Kraft treten. Nun dürften die neuen Corona-Maßnahmen rund eine Woche später kommen als zuvor geplant. Die derzeit geltende Corona-Verordnung solle für einen Übergangszeitraum verlängert werden.

Corona in BW: Schock-Nachricht – Zwei Babys unter Covid-Toten

Meldung vom 10. September: Unter den Corona-Toten in Baden-Württemberg befinden sich auch zwei Babys. Das Mädchen und der Junge wurden tot geboren, nachdem die Mütter an Covid-19 erkrankt waren. Auch die Babys seien positiv getestet worden, berichtet t-online. Nach Angaben des Regierungspräsidiums in Stuttgart seien beide Mütter ungeimpft.

Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Deutschland noch immer keine offizielle Impfempfehlung für Schwangere. Dabei legt eine englische Studie nahe, dass das Coronavirus zu einem signifikanten Anstieg von Totgeburten während der Schwangerschaft führt: Die Quote für Totgeburten bei an Covid erkrankten Schwangeren liegt mit 8,5 pro 1.000 Geburten mehr als doppelt so hoch als bei negativ Getestenen (3,5/1.000). Schwangere haben bei einer Corona-Infektion zudem ein 80 Prozent höheres Risiko für eine Frühgeburt. Zudem haben Schwangere ein deutlich höheres Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf. Jede 25. Schwangere landet statistisch auf der Intensivstation.

In folgenden Landkreisen und Städten von Baden-Württemberg ist der Inzidenz-Wert aktuell am höchsten (Quelle: RKI, 11. September, 3 Uhr):

Corona in Baden-Württemberg: Neue Verordnung mit harten Eingriffen gegen Ungeimpfte

Baden-Württemberg macht Ernst mit den bundesweit härtesten Einschränkungen für ungeimpfte Erwachsene im Fall einer Überlastung der Kliniken mit Covid-19-Patienten. Werden die neuen Grenzwerte überschritten, soll im Südwesten die harte 2G-Regel gelten, sagte Uwe Lahl, Amtschef im Sozialministerium am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Dann hätten Ungeimpfte keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen und müssten ihre sozialen Kontakte daheim auf ein Minimum reduzieren.

Die neue Corona-Verordnung soll am Montag (13. September) - zu Schulbeginn - in Kraft treten. Experten im Landesgesundheitsamt rechnen damit, dass die unteren Grenzwerte womöglich schon in der kommenden Woche überschritten werden.

Corona in Baden-Württemberg: Ab diesen Warnstufen gelten die Knallhart-Regeln

Die erste Warnstufe soll nach Lahls Worten dann landesweit gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Symptomen in eine Klinik eingeliefert worden sind. Dann sollen Ungeimpfte nur noch mit einem PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen haben. Zudem dürfen sich - ebenfalls im Falle von Ungeimpften - nur noch zwei Familien treffen.

Das Land will zudem die Alarmstufe auslösen, wenn 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann soll im Bundesland die 2G-Regel gelten. Folgende Rechnung zeigt, wann die Knallhart-Regeln für Ungeimpfte in Kraft treten könnten. (kab/rmx)

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