Mann tötet Ehefrau bestialisch

Axt-Mord in Limburg – Gericht fällt Urteil: „eine öffentliche Enthauptung“

Limburg – Als Strafe, dass sie ihn verlassen hat, bringt ein Mann auf offener Straße seine Frau um. Er fährt sie an und schlägt anschließend mit Axt und Beil auf ihren Hals ein – nun ist das Urteil gefallen:

  • Der 34-jährige Imad A. steht bundesweit als „Axtmörder“ in den Schlagzeilen.
  • Im Oktober 2019 ermordet er seine Frau in Limburg brutal mit einer Axt, nachdem er sie mit einem Auto angefahren hat.
  • Jetzt hat ein Schwurgericht in Limburg das Urteil gesprochen

Nach dem bestialischen Mord an seiner Frau ist der 34 Jahre alte Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Limburg erkennt am Freitag (3. Juli) in seinem Urteil außerdem eine besondere Schwere der Schuld an. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.Der deutsche Staatsbürger hat nach den Feststellungen des Gerichts im Oktober 2019 seine getrennt von ihm lebende Frau auf offener Straße mit einem Auto angefahren. Anschließend schlägt er mit einem Beil und einer Axt auf die 31-Jährige ein. Vorher hat er die sterbende Frau so hingelegt, dass er ihren Hals gut treffen kann. Es sei „gleichsam eine öffentliche Enthauptung“ gewesen, sagte der Vorsitzende Richter der Schwurgerichtskammer.

Er kontrollierte und dominierte sie psychisch

Vorsitzende Richter der Schwurgerichtskammer

Der Mann habe seine Frau bestrafen wollen, weil sie ihn verlassen hat. Bei der Tat habe er einen „unbedingten Vernichtungswillen“ gezeigt.

Die Behauptung des Mannes im Gericht, er habe sich nach der Ermordung seiner Frau selbst töten wollen, sei unglaubwürdig. „Er hat nie die Waffe gegen sich selbst gerichtet.“ Das aus Tunesien stammende Paar hat im Jahr 2013 geheiratet. Mit ihren 2016 und 2017 geborenen Kindern haben sie in Rheinland-Pfalz gelebt, sie hat Sprachlehrerin an einer Volkshochschule gearbeitet.

Axt-Angriff in Limburg: Mörder engagiert Privatdetektiv, um Frau zu observieren

Er kontrollierte und dominierte sie psychisch“, so der Richter über die Ehe. Einige Male habe er sie auch geschlagen. Als die Frau im Sommer 2019 wieder schwanger geworden ist, zieht sie nach einem Streit mit ihrem Mann über eine mögliche Abtreibung aus. Gemeinsam mit ihren Kindern kommt sie in einem Frauenhaus in Limburg unter, lässt die Schwangerschaft beenden und zeigt ihren Mann wegen häuslicher Gewalt an.

Der Angeklagte wird in den Gerichtssaal in Limburg geführt.

Ihr Aufenthaltsort wird dem heute 34-Jährigen nicht mitgeteilt, mit Hilfe eines Privatdetektivs bekommt er jedoch ihre Adresse heraus – daraufhin observiert er sie. Als er auch noch ihre Handynummer in Erfahrung bringen kann, ruft er sie trotz Kontaktverbots an. „Er war tief gekränkt, sein Selbstbild vom treu sorgenden Familienvater brach zusammen“, heißt es in der Urteilsbegründung.

Axt-Angriff in Limburg: Richtet beschreibt bestialischen Mord

Im Oktober fasst er schließlich den Entschluss , seine Frau zu töten. Die Kinder seien ihm egal gewesen. Er mietet sich einen hochmotorisierten Wagen und legt darin seine Waffen ab. Von dort aus beobachtete er am 25. Oktober, wie seine Frau den Sohn und die Tochter in die Kita bringt. Er schaltet die Fahrer-Assistenzsysteme aus, die für eine automatische Bremsung gesorgt hätten, schnallt sich an und fährt in hoher Geschwindigkeit von hinten gegen seine Frau.

Passanten glauben zunächst an einem Unfall und laufen zu ihm. Er bedroht sie mit seiner Schreckschusspistole und schlägt dann mit Axt und Beil auf seine Frau ein, dabei beschimpft er die Sterbende mit wüsten Ausdrücken. Die Zeugen der Tat seien bis heute „beeindruckt“, wie es der Richter formulierte. (dpa/esk)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare