Von der Planung bis heute

Autobahn in Deutschland: Geschichte, Definition und Tempolimit

Die Autobahnen verbinden ganz Deutschland miteinander und machen das Reisen leichter. Doch wer hat die Straßen gebaut, wer pflegt sie und woher kommt der Name? Alle Infos zur Autobahn.

  • Die Autobahn in Deutschland gehört zu den längsten der Welt.
  • Alle Informationen zu den Autobahnen in Deutschland.
  • In der Region befinden sich die A5, A6, A8, A61, A67 und A656.

Mit dem Auto von Mannheim bis nach Berlin oder von Köln nach München fahren – ohne die Nutzung einer Autobahn ist das heute gar nicht mehr vorstellbar. Mit über 13.100 Kilometern (Stand 2019) besitzt Deutschland sogar das viertlängste Autobahnsystem der Welt! Länger sind nur das National Trunk Highway System (über 130.000 Kilometer) in China, das Interstate Highway System (über 77.000 Kilometer) in den USA und die Autobahn in Spanien (17.109 Kilometer). Doch wie und wann sind diese Straßen gebaut worden? Wie schnell darf darauf gefahren werden? Und wann spricht man überhaupt von einer Autobahn? All diese Fragen und noch mehr werden hier beantwortet.

Wann spricht man von einer Autobahn – und wann nicht?

Per Definition sind Bundesautobahnen (BAB) frei von Kreuzungen, haben getrennte Fahrbahnen in beide Richtungen mit jeweils mehreren Fahrstreifen und sind mit besonderen Anschlussstellen für die Zu- und Abfahrt der Fahrzeuge ausgestattet. Die Bundesautobahnen werden zudem nach dem Bundesfernstraßengesetz (FStrG) definiert.

Autobahnen sind durch das Verkehrszeichen 330 gekennzeichnet.

Es können aber auch andere Straßen mit geeignetem Ausbauzustand als Autobahnen beschildert werden. Als Beschilderung gilt das Verkehrszeichen 330. Es gibt allerdings auch Autobahnen, die nicht als Bundesautobahnen gekennzeichnet sind. Sie dürfen nur von Fahrzeugen genutzt werden, die mindestens 60 Stundenkilometer fahren können.

Geschichte der Autobahn in Deutschland

Kennst Du das Wort „Nur-Autostraße“? Wenn nicht, dann liegt das wohl daran, dass dieser sehr unhandliche Begriff nur bis 1929 verwendet wurde. Erfunden wurde das Wort vom deutschen Bauingenieur Robert Otzen. Dieser war Vorsitzender des Autobahnprojekts Hansetstädte-Frankfurt am Main-Basel (HaFraBa). Die Autobahn stand als Analogie zur Eisenbahn. 

Die erste autobahnähnliche Strecke der Welt wurde 1921 in Berlin eröffnet und diente als Renn- und Teststrecke. Die damals genannte Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße (AVUS) gehört heute zur A115. Im Jahr 1932 wurde dann die erste öffentliche Autobahn Deutschlands eröffnet. Es handelte sich dabei um die heutige A555 zwischen Köln und Bonn. Die feierliche Eröffnung übernahm der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer. Auf dieser Straße durfte bereits 120 Stundenkilometer gefahren werden – auch wenn die Autos damals noch gar nicht so schnell waren. 

Autobahnen im Dritten Reich

Nachdem die erste Autobahn zwischen Köln und Bonn eröffnet worden war, sollten eigentlich weitere folgen – doch die Weltwirtschaftskrise macht dem Plan einen Strich durch die Rechnung. Darunter befand sich auch die Strecke zwischen Mannheim und Heidelberg, deren Planung 1926 begann. Beinahe wäre es im Jahr 1930 doch noch zu einem Beschluss zur Geldbeschaffung gekommen, doch die NSDAP und die KPD stellten sich dagegen. 

Nach der Machtergreifung von Adolf Hitler 1933 wurde Bauingenieur Fritz Todt zum „Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen“ ernannt. Die geplante Strecke zwischen Frankfurt und Heidelberg sollte nun die erste Reichsautobahn werden. Hitler sah in den Autobahnen sogar ein „Monument des Tausendjährigen Reiches.“

Hitler als „Schöpfer“ der Autobahn?

Die Propaganda des NS-Regimes ging sogar soweit, dass sie Adolf Hitler als „Schöpfer“ der Autobahnen bezeichneten. Zudem hätten die Reichsautobahnen nichts mit den geplanten Straßen der HaFraBa zu tun. Die AVUS wurde sogar zu Landstraße zurückgestuft. Mit diesen Lügen und Halbwahrheiten wollten die Nationalsozialisten ihre öffentliche Wahrnehmung verbessern. Ebenfalls wurde propagiert, dass durch den Bau der Autobahnen die Massenarbeistlosigkeit sinken würde – was aber nicht stimmte. 

Am 23. September 1933 setzte Hitler bei Frankfurt am Main den ersten Spatenstich für die neue Autobahn über Darmstadt nach Heidelberg – heute ein Teil der A5. Die Strecke basierte noch auf Plänen der HaFraBa. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 waren 3.300 Kilometer Reichsautobahn fertig gestellt. Im Jahr darauf wurden auch Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Häftlinge aus Konzentrationslagern beim Bau eingesetzt! Bis Ende 1943 wurden so 3.896 Kilometer Strecke fertig gestellt. Nach dem Krieg übernahm 1949 die neu gegründete Bundesrepublik Deutschland die Autobahnen auf westdeutschem Boden. 

Nummerierung der Autobahnen

Seit dem 1. Januar 1975 gibt es in Deutschland das heutige Nummerierungssystem der Autobahnen. Strecken, die von Norden nach Süden verlaufen, haben ungerade Ziffern, von Ost nach West sind sie gerade nummeriert. Während die Autobahnen mit einer Ziffer (A1 bis A9) durch ganz Deutschland gehen und dabei auch Grenzen überschreiten, sind Straßen mit zwei Ziffern (A10 bis A99) einzelnen Gebieten zugeordnet. Regionale Autobahnen, die zwei größere Strecken miteinander verbinden, haben eine dreistellige Nummer. 

Autobahnen in der Region

Für die Region Baden-Württemberg,  Rheinland-Pfalz und Hessen sind vor allem sechs Autobahnen sehr wichtig:

  • Die A5 beginnt am Hattenbacher Dreieck in Hessen und verläuft bis Weil am Rhein im Süden Baden-Württembergs an der Grenze zur Schweiz. Mit dem Bau wurde bereits 1933 begonnen. Das letzte Teilstück wurde dann erst 1070 eröffnet. 
  • Die A6 führt von der französischen Grenze in Saarbrücken über Mannheim, Heilbronn und Nürnberg bis nach Waidhaus an der tschechischen Grenze. Als Teil der Europastraße 50 ist sie zudem eine wichtige Verbindung zwischen Paris und Prag. Der älteste Abschnitt der A6 liegt zwischen dem Viernheimer Dreieck und dem Autobahnkreuz Mannheim. Der letzte Streckenabschnitt wurde 2008 eröffnet. 
  • Die A61 verläuft von der niederländischen Grenze bei Venlo bis zum Autobahndreieck Hockenheim. Bis zum Ausbau der A20 war die A61 sogar die längste Autobahn mit einer zweistelligen Nummer – mit einer Länge von 320 Kilometern. Die Planung für diese Strecke begann bereits in den 1950er Jahren, doch erst im nächsten Jahrzehnt begannen die Bauarbeiten.
  • Die A656 ist zwar nur 11,5 Kilometer lang, verbindet aber die beiden Städte Mannheim und Heidelberg miteinander. Am 21. März 1934 wurden in Deutschland an 22 Stellen Spatenstiche für weitere Reichsautobahnstrecken vorgenommen - darunter auch zwischen Heidelberg und Mannheim. Im Jahr 1935 war die neue Reichsautobahn dann fertig. 
  • Die A8 ist in drei Teilstücke aufgeteilt und führt von Perl an der Grenze von Luxemburg über Pirmasens, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg und München nach Bad Reichenhall an der Grenze zu Österreich. Damit gehört sie zu den wichtigsten Ost-West-Verbindungen in Mitteleuropa. Der Spatenstich erfolgte am 21. März 1934 unter der Aufsicht von Adolf Hitler. 
  • Die A67 verläuft rechts des Rheins zwischen Viernheim und Rüsselsheim am Main und ist 58 Kilometer lang. Die Strecke verläuft über einen ehemaligen Teil der Bundesstraße 26 und einen Abschnitt der A5, der bereits in der Weimarer Republik von der „Autostraße Hansestädte–Frankfurt–Basel“ geplant wurde. 

Welche Autobahn ist die längste und welche die kürzeste?

Die längste Autobahn Deutschlands ist die A7 mit 962,2 Kilometern. Die Strecke führt von der dänischen Grenze in Ellund durch Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Hessen, wechselt mehrfach zwischen Bayern und Baden-Württemberg und endet dann an der österreichischen Grenze bei Füssen. Die kürzeste Autobahn hingegen ist die A255 in Hamburg. Sie verbindet die Norderelbbrücken mit der Autobahn 1 und ist gerade einmal 2,4 Kilometer lang.

In der Liste der zehn längsten Autobahnen befinden sich zudem auch die A8, die A5 und die A6. Erstere erreicht mit 505 Kilometern den sechsten Platz. Direkt dahinter liegt die A6 mit 484 Kilometern. Die A5 hat es mit ihren 440 Kilometern noch auf Platz 9 geschafft. 

Verkehrsregeln und Tempolimit auf der Autobahn

Nach §2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) ist der Seitenstreifen einer Autobahn nicht Bestandteil der Fahrbahn und darf daher nicht befahren werden. Nur für das Bilden einer Rettungsgasse darf auch auf den Seitenstreifen ausgewichen werden. Wer eine solche Gasse nicht bildet und die Rettungskräfte blockiert, muss mit 200 Euro Bußgeld und zwei Punkten in Flensburg rechnen!

Zudem gilt auf Autobahnen in Deutschland kein allgemeines Tempolimit – aber eine Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern! Wenn man schneller unterwegs ist, ist es allerdings keine Straftat. Bei einem Unfall kann es aber zu einer Mithaftung kommen, wenn man zu schnell rast.

Gerade in letzter Zeit herrscht eine große Diskussion um ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Gründe dafür sind der Umweltschutz, Lärmverringerung und Unfallzahlen. Argumente dagegen sind befürchtete ökonomische Nachteile und die Einschränkung der individuellen Freiheit. 

Autobahnen: Leitplanken, Leitpfosten und Notrufsäulen

Seit 1955 stehen an den Autobahnen in Deutschland Notruftelefone, mit denen Autofahrer im Notfall Hilfe rufen können. Betrieben werden diese Telefone seit 1995 von der GDV Dienstleistungs-GmbH des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer. Eingehende Hilferufe werden vom Notruf der Autoversicherer entgegengenommen und dann an den Pannendienst oder die nächste Rettungsleitstelle weitergeleitet. Aktuell stehen etwa 16.000 Notrufsäulen an den Autobahnen in ganz Deutschland. Auch in Zeiten von Handys werden diese rege genutzt. 

An den Autobahnen stehen etwa 16.000 Notrufsäulen. 

Anfang der 1960er Jahre sind die Autobahnen in der BRD zudem mit Leitplanken bestückt worden – zunächst nur an Stellen mit zu erwartenden schweren Unfällen. Alleine im Jahr 1962 sind etwa 2.000 Kilometer Schutzplanken montiert worden. Im März 1957 wurden auch Leitpfosten in Deutschland eingeführt. Diese sollen bei schlechten Sichtbedingungen einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten und besitzen auch Wildwarnreflektoren. Diese sollen das Licht eines Fahrzeuges so streuen, dass Wildtiere abgeschreckt werden. 

Autobahnen: Raststätten und Beleuchtung

Auf den langen Strecken der Autobahnen in Deutschland benötigen Reisende einen Raum für Pausen, auch zum Essen und Trinken. Daher gibt es über das gesamte Netz verteilt Rastplätze, Autobahn-Rasthöfe und Autohöfe. Diese zählen zu den Nebenbetrieben und sind damit Teil der Autobahn. In der Regel findet man dort eine Tankstelle, Toiletten, Waschräume und manchmal auch Restaurants und Motels. Rastplätze hingegen bieten nur einen Parkplatz ohne solche Dienstleistungen. 

Die erste Autobahnraststätte Deutschlands heißt übrigens Rodaborn und wurde am 20. Dezember 1936 eröffnet. Sie liegt an der A9 beim thüringischen Triptis und entstand nach dem Bau der Reichsautobahn zwischen Leipzig und Nürnberg. Auf deutschen Autobahnen gibt es übrigens keine Beleuchtung in der Nacht. Im Jahr 1968 wurde zum letzten Mal eine Diskussion über diesen Zustand geführt. Der Vorschlag wurde aber von Bundesverkehrsminister Georg Leber aus finanziellen Gründen abgelehnt – wegen zusätzlicher Kosten von etwa 100 Millionen Mark im Jahr! 

Wer kümmert sich um die Autobahnen in Deutschland?

Die Autobahnen in Deutschland werden von den Bundesländern in Auftragsverwaltung des Bundes verwaltet. Ab dem 1. Januar 2021 soll sich das aber ändern. Dann werden die Strecken zentral vom Fernstraßen-Bundesamt und Die Autobahnen GmbH des Bundes verwaltet. Das Geld kommt aus den Einnahmen der Lkw-Maut. Bei der Einführung einer Pkw-Maut wird auch dieses Geld verwendet. Auch Gelder aus dem Haushalt können genutzt werden. 

Laut einer Statistik des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurden im Jahr 2011 über 3,8 Millionen Euro für die Bundesautobahnen ausgegeben. Dabei ist aber unklar, wie sich dieser Wert aufteilt. Die zahlreichen Baustellen dürften aber einen hohen Anteil an der Summe haben. 

Wer säubert die Autobahnen in Deutschland?

Damit die zahlreichen Autobahnen in Deutschland auch sauber bleiben, sind bundesweit 43 Autobahnmeistereien im Einsatz. In ihrer Verantwortung liegen 2.223 Kilometer Straße, 51 Rastplätze, 118 Parkplätze, 35.000 Hektar Grünfläche und knapp 2.900 Entwässerungsbecken. Dafür stehen rund 1.500 Mitarbeiter zur Verfügung. Jährlich sammeln diese etwa 7.000 Tonnen Müll – das entspricht etwa 50.000 Kubikmetern! Darunter befinden sich teilweise auch Reifen, Schuhe und sogar Dixie-Klos und Kühlschränke. 

Pro Jahr sammeln die Autobahnmeistereien bis zu 7.000 Tonnen Müll auf. 

Lkw- und Pkw-Maut auf den Autobahnen in Deutschland

Schon seit den 90er Jahren wurde auf deutschen Autobahnen eine Maut mittels einer Vignette für Lkw eingeführt. Seit dem 31. August 2003 gilt für diese eine streckenabhängige Maut. Davon ausgenommen sind Kraftomnibusse, land-und forstwirtschaftliche Maschinen und die Feuerwehr. Auf Autobahnen, die keine Bundesautobahnen sind, wird keine Maut erhoben. Laut dem Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur nutzten im Jahr 2018 täglich über 8.000 Lastwagen die Autobahn. Insgesamt wurden die 25 Autobahnen jeden Tag von über 100.000 Fahrzeugen befahren.

Auch eine Pkw-Maut für deutsche Autobahnen ist geplant. Nach Plänen des BMVI sollte diese allerdings nur für ausländische Autofahrer gelten. Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH)in Luxemburg einer Klage von Österreich Recht gegeben hat, ist die Maut aber erstmal auf Eis gelegt. Der EuGH begründet das Urteil damit, dass „eine mittelbare Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit darstellt und gegen die Grundsätze des freien Warenverkehrs und des freien Dienstleistungsverkehrs verstößt.“

So viele Unfälle und Verletzte gibt es auf den Autobahnen

Nach Informationen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur kam es im Jahr 2018 zu 20.500 Unfällen mit Personenschaden auf Autobahnen in Deutschland. Dabei wurden 5.900 Personen schwer und 27.000 leicht verletzt. Insgesamt 424 Menschen starben in diesem Zeitraum in Folge eines Unfalls auf der Autobahn!

Auf welchen Autobahnen gibt es die meisten Staus?

Laut einer Statistik des ADAC bildeten sich im Jahr 2019 rund 708.500 Staus auf deutschen Autobahnen – das sind etwa fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Die Gesamtlänge der Staus beträgt circa 1.423.000 Kilometer! Die Gesamtdauer der gemeldeten Störungen ist um knapp 14 Prozent auf 521.000 Stunden gestiegen. 

Die Top-3 der Bundesländer mit den meisten Staus heißt Nordrhein-Westfalen (32 Prozent), Bayern (19 Prozent) und Baden-Württemberg (11 Prozent). Dieses Trio macht knapp zwei Drittel aller Staus und 62 Prozent der Staustunden aus. Unter den fünf Autobahnen mit den meisten Verkehrsbehinderungen befinden sich auch die A8 und die A5. Letztere ist vor allem auf der Strecke zwischen Heidelberg und Karlsruhe stark belastet gewesen. 

Alarm für Cobra 11 - gibt es eine eigene Polizei für die Autobahn?

Seit 1996 läuft auf RTL die erfolgreiche Serie „Alarm für Cobra 11“ - doch gibt es wirklich eine Polizei, deren Revier die Autobahn ist? Tatsächlich gibt es in den meisten deutschen Bundesländern eine Autobahnpolizei. Deren Aufgabe besteht in der Verkehrslenkung, der Aufnahme von Unfällen, der Beseitigung von Verkehrsstörungen, der Überwachung und Absicherung von Staus und der Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten. In einigen Bundesländern übernimmt die Verkehrspolizei diese Aufgaben. Die Streifenwagen der Autobahnpolizei haben meist bessere Motoren und sind mit speziellem Blaulicht ausgerüstet, um besser gesehen zu werden.

So explosiv wie in der Serie „Alarm für Cobra 11“ ist es auf den Autobahnen zum Glück selten.

Die Serie „Alarm für Corba 11“ spielte übrigens von 1996 bis 2005 auf der A540, die von Jüchen bis Grevenbroich verläuft. Dafür musste der Verkehr auf der Strecke teilweise stundenlang gesperrt werden. Seit 2005 hat die beliebte RTL-Show aber seine eigene Autobahn. Dabei handelt es sich um die „Film- und Test Location“ (FTL) in Aldenhoven im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die 2.300 Meter lange Filmautobahn spielt aber auch in anderen Produktionen eine Rolle. 

Autobahn-Tourismus: Zum Rasen nach Deutschland reisen

Die Ferien genießen und dabei dem Rausch der Geschwindigkeit fröhnen? Kein Problem!“, heißt es auf der Internetseite eines Anbieters für den so genannten Autobahn-Tourismus. Die Möglichkeit so schnell wie möglich über die Straße zu heizen, lockt Menschen aus der ganzen Welt nach Deutschland! Auf der gleichen Seite kann sich der rasende Reisende dann sogar noch seinen Traumwagen aussuchen. 

Autobahnen besitzen einen gewissen Kultstatus im Ausland, so wie auch die Route 66 in den USA. Viele ausländische Touristen, zum Beispiel aus China, wollen einmal im Leben auf einer deutschen Autobahn gefahren sein“, sagte Roman Suthold vom ADAC Nordrhein e.V. im Jahr 2018 in einem WDR-Interview.   

dh

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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