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Amoklauf an Uni Heidelberg: Marie-Luise-Jung-Preis soll an getötete Studentin (†23) erinnern

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Nach dem tödlichen Amoklauf eines 18-Jährigen in einem Uni-Hörsaal soll der Marie-Luise-Jung-Preis künftig an die erschossene Studentin (†23) erinnern:

Sie bleibt nicht nur für ihre Familie für immer unvergessen! Künftig soll an die bei einem schrecklichen Amoklauf an der Universität Heidelberg am 24. Januar 2022 getötete Studentin (†23) mit einem Preis erinnert werden. Bereits wenige Tage nach den tödlichen Schüssen im Uni-Hörsaal ist mit einer Trauerfeier und einer Gedenkminute der getöteten jungen Frau gedacht worden.

HochschuleRuprecht-Karls-Universität Heidelberg
Gründungsjahr1386
Anzahl Studierende29.187 (WS 2021/22)
Mitarbeiter8.561 (2021)

Nach Amoklauf in Uni Heidelberg: Jährlicher Absolventin-Preis soll an Opfer erinnern

Der mit 1.500 Euro dotierte jährliche Marie-Luise-Jung-Preis soll an eine herausragende Absolventin mit einem Masterexamen gehen, die eine Promotion und damit den Verbleib an der Universität Heidelberg anstrebt, teilt die Hochschule am Donnerstag (23. Juni) in Heidelberg mit. Hintergrund: Nach Auskunft der Familie sei es der ausdrückliche Wunsch der 23-Jährigen gewesen, diesen akademischen Weg einzuschlagen.

Am 24. Januar hatte der 18-jährige Nikolai G. an der Hochschule ein Tutorium in einem Hörsaal betreten und mit Gewehren um sich geschossen. Die im südpfälzischen Landau geborene Studentin der Biowissenschaften starb, acht weitere Studierende wurden verletzt.

Nach dem Amoklauf in Heidelberg
Polizisten stehen auf dem Gelände der Heidelberger Universität. © Daniel Englert/Einsatz-Report24/dpa

Amoklauf an Uni Heidelberg: Opfer (†23) kannte 18-jährigen Täter nicht

Da sich der Schütze nach seiner Bluttat am benachbarten Botanischen Garten selbst gerichtet hat, wird sein Motiv den Ermittlern zufolge vermutlich nie mit vollständiger Sicherheit geklärt werden können. Bekannt ist jedoch, dass sich Nikolai G. die Gewehre bei einem Händler in Österreich besorgt hat. Um die Waffen bezahlen zu können, hatte er laut Staatsanwaltschaft extra einen Studienkredit aufgenommen.

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Klar scheint laut psychologischem Profil nur, dass der bis zu seinem Selbstmord in Mannheim lebende Amokläufer an der Uni Heidelberg einen Hass gegen sich selbst verspürt haben soll. Personen aus seinem Umfeld bezeichneten ihn als „ruhigen jungen Mann“. (dpa/pek)

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