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Lieferengpässe bei Aldi: Drohen jetzt leere Regale? Discounter mit Appell

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Von: Eliran Kendi

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Kunden von Aldi müssen sich auf coronabedingte Lieferengpässen einstellen: Erst steigen teilweise die Preise – drohen jetzt auch noch leere Regale?

Hiobsbotschaft für die Wirtschaft: Lieferengpässe durch die Corona-Krise verhindern in diesem Jahr einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Die angesehenen „Wirtschaftsweisen“ senkten ihre Konjunkturprognose für 2021 und erwarten erst im kommenden Jahr ein starkes Wachstum. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist umstritten; denn mögliche neue Corona-Einschränkungen oder anhaltende Liefer- und Kapazitätsengpässe könnten die Erholung stärker beeinträchtigen, als in der Prognose unterstellt wird – heißt es im Jahresgutachten des Sachverständigenrats.

Besonders für Kunden, die auf der Suche nach Elektronik-Artikel sind, ist die Zeit des Konsumfrusts noch lange nicht vorbei. Ob High-End-Smartphone oder eine Spielekonsole der neuesten Generation, Verbraucher müssen wochenlange Wartezeiten einplanen. Jetzt sollen die Lieferengpässe sogar die Supermärkte und Discounter erreicht haben. Wie das Onlineportal „chip.de“ berichtet, hat auch Aldi Süd mit Verzögerungen in der gesamten Lieferkette zu kämpfen.

UnternehmenAldi
ZentraleEssen
Umsatz53 Milliarden Euro (2020)
Gründung1946, Essen

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Aldi: Das sind die Ursachen für die Lieferengpässe

Erwartungsgemäß sind vor allem sogenannte Non-Food-Produkte betroffen, also nicht verzehrbare Waren. Bei Aldi wären das etwa Schnäppchen, die sonst auf den Wühltischen landen.

Ursächlich für den Mangel sei zum einen die tagelange Blockade des Suezkanals durch das im Frühjahr havarierte Containerschiff „Ever Given“. Zum anderen haben auch coronabedingte Hafensperrungen in China dramatische Auswirkungen auf den internationalen Frachtverkehr. Die Folgen bekommen nun auch Kunden in Deutschland zu spüren. Wie lange die angespannte Versorgungslage noch andauern wird, vermag eine Aldi-Sprecherin auf Anfrage von „chip.de“ nicht zu beantworten.

Aldi: Drohen Lieferengpässe bei Lebensmittel?

Offenbar scheint Aldi nun die freigewordenen Prospekt-Seiten mit Lebensmitteln zu füllen. In diesen Zusammenhang drängt sich die Frage auf: Droht demnächst auch ein Mangel an bestimmten Lebensmittel durch Lieferengpässe? Die Pressestelle von Aldi Süd weist derlei Spekulationen zurück und bittet seine Kunden von Hamsterkäufen abzusehen.

Beim Discounter sollen gegenwärtig lediglich einige wenige Drogerie- und Haushaltswaren fehlen. Genannt werden Fruchtfliegenfallen, Duftkerzen, Reinigungsschaum, Reinigungstücher, Taschentücher, Wattepads. Gleiches gilt für Putzeimer, Seifenspender oder Zahnbürsten-Etuis. Auch bei Zahnpasta und Shampoo ist die Lage kritisch. So soll die Ware zwar ankommen, aber nicht in den benötigten Mengen vorrätig sein.

Neben den Lieferengpässen bedroht die massive Inflation die Konjunktur. Die enormen Preissteigerungen machen auch vor den Discountern nicht hat. Wie bei diesem Aldi-Produkt, dessen Preis geradezu explodiert. (esk/dpa)

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