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Airfield Heidelberg: Zwischennutzung noch im Sommer – was der Gemeinderat will

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - Geht es nach dem Gemeinderat, wird das Airfield noch diesen Sommer genutzt. Die Verwaltung will bis Ende Mai vorlegen, was möglich wäre und was das kosten würde:

Im Grunde sind im Gemeinderat Heidelberg „fast alle einer Meinung“, fasst Larissa Winter-Horn (Heidelberger) zusammen: Das „Wichtigste“ sei jedoch, dass das Airfield für alle Heidelberger Bürger nutzbar wird. Ein Konzept, wie der ehemalige US-Flugplatz zwischen Kirchheim und Pfaffengrund langfristig genutzt werden kann, wird im Rathaus bereits erarbeitet.

StadtHeidelberg (Bdaen-Württemberg)
Einwohnerzahl158.741 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Gemeinderat will Airfield noch im Sommer nutzen

Die Stadträte wollen das Airfield in Heidelberg aber interimsweise noch diesen Sommer nutzen. „Uns geht es darum, den Menschen nach jahrzehntelangem Fluglärm das Rollfeld als Naherholungs- und Freizeitfläche zurückzugeben“, erklärt Mathias Michalski (SPD). Seine Fraktion hatte 2017 die Idee eingebracht, auf und um das Airfield herum einen Landwirtschaftspark zu errichten. Jetzt freue er sich, dass der Widerstand dagegen deutlich zurückgegangen sei, so Michalski.

„Die Fläche ist zu schade, sie brach liege zu lassen“, findet Kathrin Rabus (Grüne). Es sei bestehe Einigkeit darüber, dass es diesen Sommer eine Zwischennutzung geben soll ‒ durch Schausteller, für Familien im Pfaffengrund oder eben für kleinere kulturelle Events, ergänzt Rabus. Im April hatte die Stadtverwaltung zugesagt, das Gremium Ende Mai darüber zu informieren, welche kurzfristigen Nutzungen auf dem Airfield möglich sind und was das kosten würde.

Industriemesse zum Landesfeuerwehrtag auf Airfield Heidelberg
Industriemesse zum Landesfeuerwehrtag auf Airfield Heidelberg. © HEIDELBERG24/PR-Video, Priebe

Heidelberg: Unterschiedliche Meinungen über Zwischennutzung des Airfield

„Wir sind uns einig darüber, dass wir das Airfield nutzen wollen, aber nicht“, erklärt Matthias Kutsch (CDU): Deshalb solle man besser die Sitzung des Konversionsausschuss abwarten, zu der die Verwaltung belastbare Zahlen und Fakten vorlegen will. „Die brauchen wir, um eine vernünftige Entscheidung zu fällen.“

Marliese Heldner (Heidelberger) warnt davor, den „zweiten Schritt vor dem ersten zu machen“. Gerade in den benachbarten Stadtteilen Pfaffengrund und Bahnstadt sei nicht jede Nutzung erwünscht. Deshalb solle man „ein bisschen langsam machen“ und das Airfield für niedrigschwellige Angebote öffnen. Es müsse ja „nicht gleich eine Open Air-Bühne oder eine Schaustellermesse“ sein.

Airfield in Heidelberg: Zielkonflikt mit Bima bei „zu massiver Nutzung“?

Oberbürgermeister Eckart Würzner mahnt an, dass eine „zu massive Nutzung“ des Airfield zu einem „Zielkonflikt“ mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) führen könnte. Der BImA gehört das fast 16 Hektar große Areal noch. Sie muss jede Nutzung genehmigen, die auf dem Airfield geplant ist.

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Am 25. Mai wird sich der Konversionsausschuss erneut mit der Zwischennutzung für das Airfield beschäftigen. Am 2. Juni könnte der Gemeinderat dann einen Beschluss noch für diesen Sommer fassen. (rmx)

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