Fahndung nach drittem Raser

Horror-Unfall auf A66: Zeugenvideo filmt Raser – war es doch kein Autorennen?

A66/Hofheim: Nach einem dramatischen Unfall kommt eine 70-jährige Frau ums Leben. Nach einem Fahrer wird mit Hochdruck gefahndet, zwei weitere sind wieder auf freiem Fuß. War es doch kein Rennen?

  • Am 10. Oktober ereignet sich auf der A66 bei Hofheim ein tödlicher Unfall.
  • Drei Sportwagen-Fahrer sollen den Crash verursacht haben, bei dem eine Frau (†71) ums Leben kommt.
  • Ramsy A. ist auf der Flucht, die beiden anderen Fahrer sind auf freiem Fuß.

Update vom 18. Oktober: Lieferten sich die drei Sportwagen-Fahrer gar kein Autorennen auf der A66? Wie die Hessenschau berichtet, bestehe der Verdacht auf Mord durch ein illegales Rennen nicht mehr. Ein Sachverständiger habe den Unfallhergang korrigiert, unter anderem auf Grundlage eines Zeugenvideos.

Aufgrund dieser Erkenntnisse dürfen die beiden Fahrer Navid A. und Tim G. die Untersuchungshaft verlassen. Das bestätigt der Anwalt eines Festgenommenen der Hessenschau. Es bestehe keine Fluchtgefahr gegen die zunächst wegen Mordes angeklagten Männer. Nach Ramsy A., dem dritten Unfall-Fahrer, wird weiterhin gefahndet.

Tödlicher Unfall auf A66: Suche nach Ramsy A. – Fahrer auf der Flucht

Update vom 13. Oktober: Die Polizei fahndet weiterhin nach dem dritten Fahrer eines Sportwagens, der sich am Samstag (10. Oktober) an einem tödlichen Rennen auf der A66 bei Hofheim beteiligt haben soll. Bei dem gesuchten Raser handelt es sich nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft um den 34-jährigen Ramsy A. Er fuhr bei dem mutmaßlich illegalen Rennen auf der A66 einen in Dubai zugelassenen Lamborghini, der noch am Samstag in Hofheim sichergestellt wurde. Ramsy A. hat nach ersten Erkenntnissen keinen festen Wohnsitz und ist seit dem tödlichen Unfall auf der Flucht. 

Todesrennen auf A66: Lamborghini-Protzer in U-Haft – Mord-Ermittlung gegen Instagram-Star

Feuerwehrfahrzeuge stehen bei einem ausgebrannten Fahrzeug auf der Autobahn 66 bei Hofheim (10. Oktober 2020).

Update vom 12. Oktober, 14 Uhr: Wie die BILD berichtet, werde gegen die drei Todesraser von der A66 mittlerweile wegen Mordverdachts ermittelt. Einer der drei Sportwagen-Fahrer, die den tödlichen Unfall auf der Autobahn bei Hofheim verursachten, befindet sich weiterhin auf der Flucht. Bei einem der bereits festgenommenen Raser soll es sich laut BILD-Bericht (Plus-Artikel) um den Instagram-Star „Navid Alpha“ (1,1 Millionen Follower) handeln, der sich in einem über 740 PS starken Lamborghini mit zwei weiteren Fahrern ein Rennen geliefert haben soll. Er und ein Porsche-Fahrer seien in U-Haft eingeliefert worden.

Hofheim: Raser-Drama auf A66: Reiste ein Lamborghini-Fahrer für Autorennen nach Deutschland?

Update vom 12. Oktober, 09:30 Uhr: Nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang auf der A66 bei Hofheim fahndet die Polizei weiter nach dem dritten beteiligten Fahrer. Sein Sportwagen sei in einem Stadtteil von Hofheim sichergestellt worden, bestätigt eine Polizeisprecherin am Montagmorgen. Das Auto soll demnach in Dubai zugelassen sein. Ob er extra für das Autorennen nach Deutschland geflogen wurde, war zunächst nicht bekannt.

A66/Hofheim: Illegales Autorennen fordert Todesopfer – unbeteiligtes Opfer noch nicht identifiziert

Drei Autofahrer mit Sportwagen sollen in den Unfall auf der A66 verwickelt gewesen sein. Dabei war am Samstag ein Unbeteiligter in seinem Auto ums Leben gekommen. Der 29 Jahre alte Fahrer eines beteiligten Sportwagen war zunächst in eine Klinik gekommen und wurde nach Polizeiangaben mittlerweile festgenommen. Ein ebenfalls beteiligter 26-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen stellte sich am Samstag selbst der Polizei. Gegen beide Fahrer wurde am Sonntagabend nach Angaben der Polizei Untersuchungshaft angeordnet. Ihre Sportwagen seien nicht im Ausland zugelassen, sondern hätten deutsche Kennzeichen, teilte eine Sprecherin mit. Laut den Ermittlern waren die drei Sportwagen auf der A66 in Richtung Frankfurt unterwegs. Zeugen zufolge lieferten sich die Fahrer offenbar ein Rennen. Einer der Wagen war demnach gegen die Mittelplanke geprallt und daraufhin mit einem nicht am Rennen beteiligten Auto zusammengestoßen. Beide Autos brannten aus, die Person in dem unbeteiligten Auto starb. Sie war am Montagmorgen noch nicht identifiziert.

Hofheim: Todesrennen auf A66 – Unbeteiligter verbrennt in Auto

Erstmeldung vom 11. Oktober: Nach einem mutmaßlich illegalen Autorennen auf der Autobahn 66 bei Hofheim im Taunus läuft am Sonntag (11. Oktober) die Fahndung nach einem der drei Sportwagen-Fahrer weiter. Die Person sei noch flüchtig, sagt ein Polizeisprecher am Morgen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Das Auto des Flüchtigen ist zuvor in Hofheim sichergestellt worden, wie die Polizei in der Nacht zu Sonntag bereits mitgeteilt hat. Einer der drei Fahrer (26) soll sich inzwischen der Polizei gestellt haben. Sein Auto ist in Nordrhein-Westfalen gefunden worden.

Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge stehen nach einem Unfall auf der A66 bei Hofheim (10. Oktober 2020).

Unfall auf A66 bei Hofheim: Illegales Autorennen mit tödlichen Folgen für Unbeteiligten

Bei dem Autorennen auf der A66 ist ein unbeteiligter Mensch ums Leben gekommen. Einer der drei Wagen sei bei Hofheim am Taunus (Main-Taunus-Kreis) gegen die Leitplanke geprallt und daraufhin mit einem nicht am Rennen beteiligten Auto zusammengestoßen. Der Unfall soll sich laut Polizei um 13:24 Uhr ereignet haben. Beide Autos sind nach dem Unfall auf der A66 ausgebrannt.

Die Person in dem unbeteiligten Auto hat die Kollision nicht überlebt und ist noch am Unfallort gestorben. Er wurde noch nicht identifiziert. Der 29-Jährige Fahrer des Sportwagens sei zuerst in eine Klinik gekommen. Mittlerweile sei er aus der Klinik entlassen und in Gewahrsam genommen worden.

Im Zuge des Unfalls auf der A66 seien noch drei weitere unbeteiligte Wagen beschädigt worden. Zudem müssen ein 55 und ein 58 Jahre alter Fahrer nach Auskunft des Sprechers in einer Klinik behandelt werden. Ein weiterer 18-jähriger Fahrer sei nicht in ärztlicher Behandlung.

Unfall A66 bei Hofheim: Polizei bittet mögliche Zeugen um Mithilfe

Die A66 bei Hofheim ist am Samstagnachmittag (10. Oktober) in Fahrtrichtung Frankfurt mehrere Stunden voll gesperrt. Die Ermittlungen dauern an.

Die Kriminalpolizei Hofheim bittet mögliche Unfallzeugen sowie Personen, denen die drei Sportwagen im Vorfeld aufgefallen sind, sich unter der Telefonnummer (06192) 2079 - 0 zu melden. (dpa/lhe/esk)

Rubriklistenbild: © 5vision.media/dpa

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