Zwischen Hockenheim und Walldorf

A6: Nach Unfall-Serie am Walldorfer Kreuz – jetzt gibt es ein Tempolimit! 

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Bald gilt teilweise Tempo 80 auf der A6.

Hockenheim/Walldorf - Nach den zahlreichen Unfällen auf der A6, zieht das Regierungspräsidium Karlsruhe eine Konsequenz! Schon bald gilt Tempo 80:

  • Nach Unfall-Serie auf A6 zieht Regierungspräsidium Karlsruhe Konsequenzen
  • Tempolimit von 80 Stundenkilometer
  • Umsetzung bereits in Arbeit

Es war einfach nur erschreckend! Im Oktober reihte sich auf der A5 und A6 ein Unfall nach dem anderen. Nicht nur, dass dadurch ein furchtbares Verkehrs-Chaos, Staus von bis zu 20 Kilometer Länge und umfangreiche Reinigungsarbeiten entstanden – zahlreiche Menschen wurden verletzt. Vor allem im Baustellenbereich am Walldorfer Kreuz krachte es mehrmals – und genau hier soll nun etwas passieren. 

Am Mittwoch (30. Oktober) beschließt das Regierungspräsidium Karlsruhe im Rahmen einer Verkehrsbesprechung, dass zwischen dem Autobahndreieck Hockenheim und dem Kreuz Walldorf ein Tempolimit von maximal 80 Stundenkilometern bestehen soll. Das bestätigt eine Sprecherin auf Anfrage von HEIDELBERG24. Die Umsetzung des Tempolimits auf der A6 befinde sich derzeit in Arbeit. Wann genau die Geschwindigkeitsbeschränkung gilt, ist jedoch noch nicht klar. Bislang dürfen Autofahrer auf der A6 zwischen Hockenheim und Walldorf maximal 120 Stundenkilometer fahren.

A6: Tempolimit von 80 Stundenkilometer – weitere Maßnahmen sind geplant

Wie die RNZ am Dienstag (5. November) berichtet, wird westlich des Walldorfer Kreuzes eine Stauwarnanlage mit integrierter Geschwindigkeitsanzeige aufgestellt. Solch eine Anzeige soll bislang einzigartig in Baden-Württemberg sein. Die Behörde erhoffe sich außerdem durch die verlängerten Verzögerungsstreifen an der Anschlussstelle Wiesloch/Walldorf eine Entlastung des Verkehrs. 

Um die Sicherheit an der Baustelle auf der A6 zu gewährleisten, sei das Bau- und Betreiberkonsortium ViA6West im Gespräch mit dem zuständigen Stuttgarter Regierungspräsidium. Man habe aber bereits vor Baustart Maßnahmen getroffen, wie beispielsweise das Aufstellen von Stauwarnanlagen. Trotz alledem passieren immer wieder Unfälle – oft durch Unachtsamkeit, Ablenkung, fehlendem Sicherheitsabstand oder Trunkenheit am Steuer. So auch Anfang November, als es zu einem schweren Unfall auf der A6 bei Kirchhardt kommt, in dem vier Lkw verwickelt sind. Die Autobahn muss voll gesperrt werden und es kommt zu Staus und Verkehrsbehinderungen.

Tempolimit auf A6 – Polizei hofft auf Verbesserung im Verkehr

Gemeinsam mit der Polizei Mannheim hat das Regierungspräsidium die Entscheidung zum Tempolimit auf der A6 gefällt. Es ist ein Schritt, um die aktuelle Unfallentwicklung einzudämmen, wie Alexander Ulmer von der Verkehrspolizeidirektion beim Polizeipräsidium Mannheim auf Nachfrage erklärt. Ob das Tempolimit von 80 Stundenkilometern tatsächlich etwas bringt, werde sich aber erst nach einer belastbaren Auswertung zeigen. Diese dauere laut Ulmer noch mehrere Wochen an. 

A6: Warum ist die Autobahn so gefährlich? Das sagt die Polizei

Die A6 ist eine sehr verkehrsbelastete Autobahn. Die A6 stammt noch aus den 60er Jahren und ist eine Ost-West-Verbindung, die am "eisernen Vorhang" endete. Sie hatte daher nur eine sekundäre Verkehrsbelastung und wurde auch nur so konzipiert. Heute ist das völlig anders. Die Ost-West-Routen sind stark genutzte Verkehrswege , insbesondere auch durch die mittlerweile starken Wirtschaftsverflechtungen mit Osteuropa. Dadurch hat sich nicht nur der rein quantitative Verkehr, sondern insbesondere der Schwerlastverkehr auf der (damals so nicht geplanten) A6 massiv erhöht. Die vielen Baustellen auf der mittlerweile in die Jahre gekommenen A6 erschweren die Belastungssituation noch zusätzlich“, erklärt Ulmer ausführlich. 

Erneut hat es am 14. November einen langen Stau gegeben: zwischenzeitlich 17 Kilometer wegen eines Unfalls im Baustellenbereich mit mehreren Beteiligten. Wie lange soll es noch so weitergehen mit den täglichen Unfällen auf der A6 ? Das werden sich nicht nur die Feuerwehrleute fragen, sondern auch die stau- und unfallgeplagten Pendler. Derzeit bleibt wohl nur eines - andere Strecken nehmen.

jol 

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