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A6: Todkranker Hund in Stau-Falle – Polizei kämpft sich durch Rettungsgasse

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Von: Daniel Hagen

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Rettungsgasse
Trotz schlechter Rettungsgasse kann ein Hundewelpe gerettet werden. © Holger Hollemann/dpa/ Polizeipräsidium Heilbronn

A6 bei Heilbronn – Rettungsgassen retten bekannterweise Leben – auch das von Tieren. Das zeigt ein Fall, in dem die Polizei einen Hundewelpen vor dem Tod bewahrt hat.

Auf der A6 hat sich am Freitagabend (6. August) erneut der Verkehr gestaut – dieses Mal zwischen Bretzlar und Heilbronn. In dem 15 Kilometer langen Stau kämpft zu diesem Zeitpunkt ein Welpe namens Tucker um sein Leben! Der neun Wochen alte Australian Kelpie ist schwer krank und wird von seiner Besitzerin zu einer Tierklinik in Heilbronn gefahren. Da es auf der Autobahn aber nicht mehr weitergeht, hängt das Leben des Vierbeiners am seidenen Faden. Dem kleinen Rüden geht es von Minute zu Minute schlechter. In ihrer Verzweiflung ruft das Frauchen daher die Polizei an und beschreibt ihre missliche Lage. Glücklicherweise beweist die Verkehrspolizei Weinsberg, dass sie ein Herz für Tiere hat.

NameHeilbronn
BundeslandBaden-Württemberg
Bevölkerung125.960 (2019) Eurostat
OberbürgermeisterHarry Mergel (SPD)

A6 bei Heilbronn: Todkranker Welpe aus Rettungsgasse gerettet

Eine Streife der Polizei nimmt sich der Situation an und eskortiert das Fahrzeug mit Hund Tucker an Bord durch die Rettungsgasse in Richtung Heilbronn. „Nach Aussage der Ärzte gerade noch rechtzeitig um Tuckers Leben zu retten“, wie das Polizeipräsidium Heilbronn auf Facebook schreibt. Dem Vierbeiner geht es wohl sogar so gut, dass er einen Tag später schon wieder mit seinem großen Bruder Neil spielen konnte.

Doch auch wenn es für den Welpen und seine Besitzerin ein Happy End gibt, appellieren die Beamten an alle Autofahrer – denn die Bildung der Rettungsgasse sei alles andere als reibungslos verlaufen. So hätten zahlreiche Autos den Weg blockiert und ein paar besonders dreiste Fahrer hätten sogar versucht, sich an das eskortierende Polizeiauto dranzuhängen. Das Verhalten erinnert an einen schamlosen Raser in Mannheim, der Anfang 2020 die Rettungsgasse nutzt, um schneller voranzukommen.

A6 bei Heilbronn: Polizei appelliert an Verkehrsteilnehmer

„Denkt bitte immer daran: Jede Sekunde, die Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, Polizei oder Feuerwehr länger zum Einsatzort brauchen, kann Menschen-, oder wie im Fall von Tucker Hundeleben, kosten“, appelliert daher die Polizei Heilbronn. Daher ist es immer wichtig, bei einem Unfall eine Rettungsgasse zu bilden und offenzuhalten. Wer dagegen verstößt, muss übrigens mit mindestens 200 Euro Bußgeld und zwei Punkten in Flensburg rechnen. In besonderen Fällen drohen bei Verstößen bis zu 320 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot oder sogar eine Strafanzeige und der Entzug der Fahrerlaubnis. (pol/dh)

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