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A6: Wildschein-Rotte sorgt für Chaos – Verkehr lahmgelegt und Mann umgerannt

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Von: Eliran Kendi

Ein Ford auf der A6 wird durch einen Auffahrunfall mit einem Wildschwein beschädigt.
Ein Ford auf der A6 wird durch einen Auffahrunfall mit einem Wildschwein beschädigt. © MANNHEIM24/PR-Video/Priebe

Bad Rappenau – Wenig besinnlich verläuft die Zeit zwischen den Jahren auf der A6 bei Hockenheim. Als mehrere Wildschweine versuchen die A6 zu überqueren, nimmt das Drama seinen Lauf.

Update vom 29. Dezember 2020, 17:00 Uhr: Die A6 bei Hockenheim ist seit 16 Uhr wieder frei befahrbar. Wie die Polizei berichtet, soll eine schätzungsweise 20 Tiere umfassende Wildschweinrotte in Höhe des Hockenheimrings über beide Spuren der A6 umhergeirrt sein. Insgesamt vier Verkehrsunfälle bei denen zwei Personen leicht verletzt worden sind und vier tote Tiere sind die Folge. Einzelne Tiere flüchten anschließend über die Ernst-Wilhelm-Sachs-Straße ins angrenzende Wohngebiet. Eines der Tiere soll in der Bürgermeister-Zahn-Straße laut Polizeiangaben einen Fußgänger umgerannt haben. Der Mann stürzt durch die Wucht zu Boden und verletzt sich dabei. Er wird in einem Krankenhaus behandelt.

A6/Hockenheim: Die getöteten Wildschweine werden von der Autobahnmeisterei beseitigt.
A6/Hockenheim: Die getöteten Wildschweine werden von der Autobahnmeisterei beseitigt. © MANNHEIM24/PR-Video/Priebe

Mit mehreren Streifen und Jagdpächtern ist bis zur Stunde das Wohngebiet nach weiteren Tiere abgesucht worden. Dabei wird eines der aggressiven Tiere gesichtet und von einem der Jagdpächter erschossen.

Bei der Überprüfung der Sicherheitszäune rund um die A6 am Hockenheimring durch die Autobahnmeisterei werden mehrere Löcher entdeckt, durch die Wildschweine offenbar auf die Autobahn gelangt sind. Der Gesamtschaden lässt sich noch nicht näher beziffern, dürfte jedoch bei mehreren zehntausend Euro liegen. Drei Fahrtzeuge müssen abgeschleppt werden.

Unfall-Chaos auf A6: Wildschweine verursachen Total-Sperrung in beide Richtungen

Update vom 29. Dezember 2020, 15:30 Uhr: Wieder einmal verursachen Wildschweine auf der A6 mehrere Unfälle! Einige Tiere verirren sich am Dienstagnachmittag auf die Autobahn und verursachen so, kurz vor 14:30 Uhr, in Höhe des Hockenheimrings mehrere Verkehrsunfälle.

Nach derzeitigem Kenntnisstand sind drei Unfälle mit insgesamt sechs beteiligten Fahrzeugen bekannt. Ein Autofahrer ist verletzt, vier Wildschweine werden getötet. Die A6 ist zwischen dem Dreieck Hockenheim und dem Walldorfer Kreuz derzeit voll gesperrt

Massenkarambolage auf A6: Wildschwein-Familie versucht Autobahn zu überqueren

Update vom 27. Dezember 2019: Einen Tag nach dem schweren Wildunfall auf der A6 ereignet sich ein weiterer Unfall bei Walldorf. Dort rennt ein Wildschwein über die B291 und wird von einem Auto erfasst. Das Tier stirbt, der Fahrer kommt mit einem Schock und einem Schaden in Höhe von 5.000 Euro davon.

Auto
Massenkarambolage auf A6 © HEIDELBERG24/Einsatz-Report24

Erstmeldung vom 26. Dezember2019: Den zweiten Weihnachtsabend haben sich Mensch und Tier auf der A6 bei Heilbronn wohl anders vorgestellt: Am ersten Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) gegen 21:20 Uhr gehen beim Lagezentrum der Polizei Heilbronn mehrere Notrufe über einen Wildunfall ein. Beim Eintreffen der ersten Polizeikräfte aus Weinsberg gleicht die Fahrbahn einem blutigen Trümmerfeld - es ist ein bedrückender Anblick. Auf rund 500 Meter liegen Kadaver und Teile einer Wildschweinrotte über alle Fahrstreifen verteilt - dahinter zehn beschädigte Fahrzeuge mit Warnblinker auf der Standspur.

A6/Bad Rappenau: Zehn Autos mit Wildschweinen zusammengestoßen

Zuvor sind auf der A6 zwischen Bad Rappenau und Sinsheim-Steinsfurt mindestens zehn Fahrzeuge mit Wildtieren kollidiert. So traurig die Karambolage für die Tiere endet, so glücklich ist der Umstand, dass keine Menschen verletzt werden. 

Es steht ein erheblicher Sachschaden in noch unbekannter Höhe, wobei zwei Autos in der Folge nicht weiterfahren können und abgeschleppt werden müssen. 

Die zuständigen Jagdpächter sind informiert worden und kümmern sich um die Entsorgung der insgesamt drei toten Tiere

Wildschwein auf der Fahrbahn: So reagierst Du richtig 

  1. Abstand zum rechten Fahrbahnrand halten. Tiere können aber auch von links kommen.
  2. Abstand zum Vordermann halten, er könnte abrupt abbremsen!
  3. Auch wenn ein Tier am Fahrbahnrand stehen bleibt, musst Du damit rechnen, dass es aufschreckt und plötzlich die Fahrbahn überquert.
  4. Wenn ein Wildschwein oder Reh auftaucht, sollte man das Fernlicht ausschalten, sonst bleibt das Tier wie versteinert im Lichtkegel stehen.
  5. Kontrolliert bremsen und hupen, damit das Tier einen Fluchtweg finden kann.
  6. Rückwärtigen Verkehr beim Bremsen im Auge behalten, sonst droht eine Kollision!
  7. Ein Tier kommt selten allein über die Fahrbahn, rechne also mit weiteren Tieren.
  8. Sollte eine Kollision unvermeidbar sein, versuche lieber die Spur zu halten. Beim plötzlichen Verreißen des Lenkrades kann es zu schwereren Unfällen kommen als durch den Aufprall des Tieres.

Wildunfall – das tust Du nach einem Crash 

Nach einem Wildunfall musst Du die Unfallstelle sofort absichern. Das heißt:

  1. Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck aufstellen.
  2. Das Tier an den Fahrbahnrand schaffen, damit keine weiteren Unfälle passieren.
  3. Wegen Tollwutgefahr solltest Du jedoch darauf achten, das Tier nicht mit bloßen Händen anzufassen.
  4. Du solltest das verletzte oder tote Tier niemals mitnehmen. Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig.
  5. Einem angefahrenen und verletzten Tier solltest Du nicht folgen. Lieber die Richtung, in die es geflohen ist, merken oder markieren, damit der Jäger das Wild aufspüren und von seinem Leid erlösen kann.
  6. Den Unfall sofort der Polizei melden und Bescheinigung über den Wildunfall ausstellen lassen. Der ist später wichtig für die Versicherung.
  7. Wildschäden werden von der Teilkaskoversicherung übernommen.

Weitaus schlimmer trifft es eine Wildschweinrotte am 17. Oktober auf der A60 bei Heidesheim. Fast ein Dutzend Tiere sterben bei Kollisionen mit Pkw.

pr-video/pri/einsatz-report24/esk 

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