Nach Vorschlag an Querdenker

Xavier Naidoo: Sänger hetzt gegen Winfried Kretschmann – „Do griggsch die Krätz...“

Xavier Naidoo hat sich erneut mit einem Politiker angelegt. Dieses Mal handelt es sich um Winfried Kretschmann, der mit einer Forderung den Unmut des Sängers auf sich zieht.

Immer wieder geht Xavier Naidoo verbal auf Prominente oder Politiker los, die eine andere Meinung als der Verschwörungsideologe haben. Gegen die ZDF-Satiriker Oliver Welke und Jan Böhmermann wollte der Mannheimer sogar einmal zusammen mit Attila Hildmann ein Promi-Boxen veranstalten. Dieses Mal hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Zorn Naidoos auf sich gezogen. Dabei geht es um einen Vorschlag des Politikers in Richtung der Querdenker – der vielen Anhängern der Gruppe sauer aufstößt.

NameXavier Kurt Naidoo
Geboren2. Oktober 1971 in Mannheim
AlbenNicht von dieser Welt, Live, Hin Und Weg, Telegramm für X
ElternEugene Naidoo, Rausammy Naidoo

Xavier Naidoo beschimpft Winfried Kretschmann auf Telegram

Das Pendant zum Homeoffice ist eben, intelligent im Netz zu protestieren. Richtig protestieren ist natürlich schon charmanter, als wenn man das nur im Netz macht. Aber es ist halt Pandemie“, sagt Winfried Kretschmann mit Blick auf die Querdenker-Demos der letzten Monate, bei denen tausende Menschen ohne Masken und Sicherheitsabstand gegen die „Corona-Diktatur“ demonstriert haben.

Nachdem auch am Karsamstag in Stuttgart alle Regeln ignoriert worden sind, hat die Stadt eine weitere Demo verboten. „Man kann doch nicht zulassen, dass da gegebenenfalls Infektionsherde größten Ausmaßes entstehen“, sagt Kretschmann und fügt hinzu, dass die Querdenker sich das Verbot selbst eingebrockt hätten.

Xavier Naidoo reagiert sauer auf Vorschlag von Winfried Kretschmann

Der Bericht dazu wird kurz darauf natürlich auch auf Telegram geteilt und kommentiert. „Was haben die Untertanen denn? Sie können ja im Internet demonstrieren“, heißt es auf dem Kanal „Der Landgang“, auf dem ebenfalls fleißig Verschwörungsmythen und Fake News geteilt werden. Der Inhaber orientiert sich bei seinem Kommentar an Marie-Antoinettes Aussage, dass das Volk doch einfach Kuchen essen solle, wenn es kein Brot habe.

Xavier Naidoo kommentiert den Vorschlag ebenfalls und gibt Kretschmann den Beinamen „The incredible Krätzman“ – wohl in Anlehnung an die Comic-Figur „The incredible Hulk“, der groß und grün wird, wenn er sich ärgert. Doch mit dem neuen Beinamen ist es noch nicht getan. „Do griggsch die Krätz mit dem Kerle...“ schreibt Xavier Naidoo anschließend auf Kurpfälzisch und fügt noch ein Emoji dazu, das sich übergibt.

Xavier Naidoo: Follower ziehen über Winfried Kretschmann her

Mehrere Follower des Mannheimers wundern sich zudem in den Kommentaren, wer Winfried Kretschmann denn eigentlich gewählt haben soll. Dabei ignorieren sie wohl die letzte Landtagswahl in Baden-Württemberg, bei der die Grünen unter dem 72-Jährigen mit 32,6 Prozent erneut die meisten Wähler für sich gewinnen konnte.

Andere Kommentatoren bezeichnen Winfried Kretschmann lieber als „dummbabbla“ oder „senil“. Auch Attila Hildmann hat sich schon mehrfach mit dem Ministerpräsidenten angelegt und bezeichnet ihn als „Kommunisten“ und „Freimaurer“. Das sind sogar noch harmlose Worte, wenn man bedenkt, dass er Smudo als „Untermensch“ beschimpft und für Kretschmanns Parteikollegen Volker Beck die Todesstrafe gefordert hat. (dpa/dh)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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