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Xavier Naidoo: Klatsche gegen Sänger – Konzert-Absage in dieser Stadt?

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Von: Josefine Lenz

Xavier Naidoo ist derzeit nicht wegen seiner Musik, sondern wirren Aussagen in aller Munde. Ein Konzert des Sängers wird deshalb abgesagt. Bürgerschaft aus Rostock hat dies entschieden:

Xavier Naidoo katapultiert sich nach nach seinem Aus als Juror bei „Deutschland sucht den Superstar“ immer mehr ins Abseits. Der Mannheimer teilt rassistische, antisemitische und krude Verschwörungstheorien und steht der QAnon-Bewegung und Reichsbürgern nahe. Auch die Corona-Krise scheint der 49-Jährige nicht besonders ernst zu nehmen und zweifelt immer wieder die Notwendigkeit der Schutzmaßnahmen an. Während seine Telegram-Fans ihn für seine Aussagen feiern, verliert Xavier Naidoo bei vielen anderen an Ansehen. TV-Sender, Prominente und Politiker wenden sich von ihm ab. Auch viele Fans wollen seine Musik nicht mehr hören und boykottieren deshalb sämtliche Konzerte. Nun wird ein weiterer Auftritt von Xavier Naidoo gestrichen.

NameXavier Kurt Naidoo
Geburtstag2. Oktober 1971 (Alter 49 Jahre)
BerufSoul- und R&B-Sänger, Songwriter, Komponist und Musikproduzent

Xavier Naidoo: Konzert-Absage in Rostock – Bürgerschaft stimmt darüber ab

Xavier Naidoo soll eigentlich im August ein Konzert in Rostock geben, allerdings hat sich die Bürgerschaft der Stadt dagegen entschieden. Bereits seit Juni 2020 beschäftigen sich die Einwohner mit dem Auftritt des Sängers aus Mannheim. Die Mehrheit der Bürgerschaft spricht sich am Mittwoch (19. Mai) gegen das Konzert von Xavier Naidoo in der Stadthalle aus. Sie stimmt damit dem gemeinsamen Antrag der Linken, Grünen und SPD zu. Darin heißt es, dass Naidoo den Reichsbürgern und der QAnon-Bewegung nahestehe und rassistische Ressentiments schüre.

Xavier Naidoo schweigt zu Konzert-Absage – Stadtverwaltung hat Bedenken

Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, hat sich Xavier Naidoo zur Konzertabsage in Rostock bislang nicht geäußert. Die Stadtverwaltung spricht derweil starke rechtliche Bedenken gegen die Entscheidung der Bürgerschaft aus. Öffentliche Einrichtungen wie die Stadthalle seien zur Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes verpflichtet. Bei der Vermietung der Einrichtungen dürfe kein Veranstalter oder Künstler ausgeschlossen werden, weil religiöse oder politische Ansichten nicht geteilt werden. Zudem drohe ein Imageverlust für die Stadt, argumentiert die Verwaltung. Es bestünden Bedenken über die Auswirkungen auf zukünftige, ähnlich gelagerte Fälle. Die Stadt laufe Gefahr, dass Künstler, die sich öffentlich kritisch äußern, in Rostock nicht willkommen sind.

Wie ein Stadtsprecher am Donnerstag sagt, hat Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) 14 Tage Zeit, gegen die Entscheidung Widerspruch einzulegen. Dann müsste sich die Bürgerschaft im Juni erneut mit dem Konzert von Xavier Naidoo beschäftigen. (dpa/jol)

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