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Wer wird Millionär: Thomas Gottschalk schockiert mit Macho-Spruch – „Stöhnen...“

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Von: Klaudia Kendi-Prill

Wer wird Millionär: Thomas Gottschalk schockiert beim Promi-Special mit frauenverachtendem Spruch.
Wer wird Millionär: Thomas Gottschalk schockiert beim Promi-Special mit frauenverachtendem Spruch. © RTL/Screenshot TVNOW

„Wer wird Millionär“: Am Pfingstmontag lief auf RTL das Zockerspecial mit deutschen Fernsehgrößen. Dabei provozierte Kandidat und TV-Legende Thomas Gottschalk mit einer sexistischen Bemerkung.

Barbara Schöneberger, Thomas Gottschalk, Oliver Pocher und Anke Engelke wollen nur eins: Bei „Wer wird Millionär“ 2 Millionen Euro für den guten Zweck erspielen. Die Regeln des Promispecials werden im Gegensatz zu den vorherigen Ausgaben etwas abgeändert: Wer vor der 16.000-Euro-Frage einen Joker braucht, verliert alle anderen. Als erstes darf sich Barbara Schöneberger den Fragen des Moderators Günther Jauch stellen. Die 47-Jährige ist die bis dato einzige weibliche Promi-Millionärin. Vor knapp zehn Jahren lag sie bei der finalen Frage richtig: „Wie heißt der Knabe, dem Wilhelm Tell den legendären Apfel vom Kopf schießt?“ Bei der Antwort musste jedoch Telefonjoker Pankraz von Freyberg (76), Intendanten der Festspiele Europäische Wochen Passau aushelfen und „Walter“ als Antwort servieren. 2003 erspielte sie 64.000 Euro, bei einem WM-Special 2006 blieben am Ende 125.000 Euro übrig.

Nach einem souveränen Durchmarsch, scheitert Schöneberger beim diesjährigen Promi-Special jedoch an der 250.000 Euro Frage. „Äußerst ungewöhnlich für Säugetiere ist folgender Umstand: Nacktmulle haben wie...? A: Fische Schuppen B: Haie ein Revolvergebiss C: Bienen eine Königin D: Spinnen Spinndrüsen“. Da sie nicht zocken will, hört sie lieber auf und heimst die 125.000 Euro ein. Ihr Gewinn geht an die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.

Als nächstes ist TV-Legende Thomas Gottschalk an der Reihe. Auch er hat bei dem Promi-Special auf RTL im Jahr 2001 eine Million Euro für den guten Zweck erspielt. Er beantwortete, mit Hilfe der inzwischen verstobenen Literatur-Ikone Marcel Reich-Ranicki als Telefonjoker, die Millionenfrage: „Wie hieß Franz Kafkas letzte Lebensgefährtin, die er 1923, ein Jahr vor seinem Tod, kennenlernte?“. Mit der Antwort „Dora Diamant“ lag er goldrichtig.

„Wer wird Millionär“: Thomas Gottschalk hat Blackout bei 2.000-Euro-Frage

Doch bereits bei der 2.000 Euro-Frage versteht Gottschalk, der sich selbst oft als Musikexperten bezeichnet, nur Bahnhof: „Du wolltest dir bloß den Abend vertreiben und nicht grad allein geh’n und riefst bei mir an‘ – so beginnt welcher Song?“ A: Dein ist mein ganzes Herz B: 1000 und 1 Nacht C: Verdammt, ich lieb‘ Dich D: Ein Bett im Kornfeld.“ Sein Kommentar: „‘1001 und eine Nacht‘ kenn‘ ich gar nicht.“ Als die anderen drei Promis den Hit ansingen, schnaubt er verächtlich: „Schlagerkram!“. Schließlich kann sich der Moderator doch zu einer Antwort durchringen und tippt auf „B wie Bauch“. Trotz völliger Unwissenheit behält er Recht und darf weiterspielen.

Wer wird Millionär: Thomas Gottschalk weiß nicht, wie man „Wetten, dass..?“ schreibt

Das sollte jedoch nicht sein einziger Aussetzer gewesen sein. Als Barbara Schöneberger nach der richtigen Schreibweise seiner Sendung „Wetten, dass ..?“ gefragt wird, gibt er zu: „Ich wüsst’s nicht. Ich musste sie ja nur ansagen, aber ich habe es ja nie geschrieben.“ Zur Auswahl stehen die Antwortmöglichkeiten: „Wetten, dass..!“, „Wetten, dass..?“, „Wetten, dass..?!“ und „Wetten, dass..?!?“ Auch Oliver Pocher wundert sich über Gottschalks Unwissenheit: „Wenn das der Thomas nicht einmal weiß?“

Barbara Schöneberger nimmt den 71-Jährigen in Schutz: „Außerdem standest du immer hinter der Tür und der Schriftzug stand ja auf der Tür“. Auch Gottschalk-Freund Günther Jauch springt ihm zur Seite: „Stimmt, als du dann durchgegangen bist, war er ja in deinem Rücken“. Der „Wetten dass“-Moderator stimmt ihm zu: „Ich hab‘ mich nie umgedreht! Immer nach vorne moderiert!“, stellt er schmunzelnd fest.

Bei der 125.000 Euro Frage weiß Thomas Gottschalk wieder nicht weiter. Sie lautet: „Welchen großen Titel hat Jogi Löw zuerst mit einer Mannschaft gewonnen?“ A: Weltmeister B: Deutscher Meister C: Europameister D: DFB-Pokalsieger. Thomas Gottschalk hat mit Johannes B. Kerner und Laura Wontorra zwei Sportexperten als Telefonjoker. Obwohl er anfangs „Kerner“ ruft, entscheidet er sich doch für Fernsehmoderatorin Laura Wontorra. Als sie die Frage hört, muss sie erst einmal schnaufen; tippt dann aber auf die richtige Antwort D: „DFB-Pokalsieger“. Ganz sicher scheint sie aber nicht zu sein.

„Wer wird Millionär“: Thomas Gottschalk irritiert mit Macho-Spruch

Als die Zeit abgelaufen ist, sagt Gottschalk: „Ich habe immerhin zumindest Laura Wontorra stöhnen gehört, wer darf das schon von sich sagen?“ Diese Macho-Äußerung quittiert nur Oliver Pocher mit einem leisen Lachen – sonst herrscht Totenstille im Studio. Anke Engelke sitzt direkt hinter dem 71-Jährigen und schaut stirnrunzelnd und leicht angewidert zu Gottschalk rüber. „Wer wird Millionär“-Moderator Günther Jauch scheint diese Aussage auch nicht so im Raum stehen lassen zu wollen und relativiert: „Also, geschnauft hat sie schon...“ Auf Twitter sorgt die Gottschalk-Aussage für Verärgerung: „Und da war der erwartete Altherrenwitz... er lernt es einfach nicht mehr“, so ein Twitter User. „Gottschalk ungefähr: ich habe Laura Wontorra stöhnen hören, wer kann das von sich behaupten“, twittert eine weitere Userin und versieht ihren Tweet mit einem sich übergebenden Emoji.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Gottschalk im Ton vergreift: Bereits im Rahmen der metoo-Debatte sorgte er 2018 wegen eines Tweets für einen Shitstorm: „Bis ich gecheckt habe ob es missverständlich, übergriffig, unsensibel oder political incorrect ist, habe ich vergessen, was ich sagen wollte.“ (kp)

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