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Wer wird Millionär (RTL): So aufwändig entstehen die Quiz-Fragen

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Von: Josefine Lenz

„Wer wird Millionär“ – Wie werden eigentlich die Fragen für die Quizsendung erstellt? RTL klärt das Msyterium auf:

Seit 1999 stellt Günther Jauch bei „Wer wird Millionär“ knifflige Fragen und begeistert seither die TV-Zuschauer. Die RTL-Quizsendung begeistert seit mehr als 21 Jahren sein Publikum und ein Ende ist bisher nicht in Sicht. Mittlerweile sind über 35.000 Fragen bei WWM gestellt worden, nur 14 Kandidaten konnten bislang alle 15 richtig beantworten und mit einer Million nach Hause gehen. Doch während bei den letzten Fragen die Luft immer dünner und die Fragen schwerer werden, sind die ersten fünf Fragen recht simpel. Sie sollen dem Kandidaten erst einmal den Druck nehmen und ins Spiel führen – auch wenn ein paar WWM-Teilnehmer auch schon bei diesen Fragen verzweifeln. Doch wer denkt sich eigentlich die Fragen aus? Und wie können sich Zuschauer und Kandidaten sicher sein, dass die Antworten bei „Wer wird Millionär“ auch immer richtig sind?

SendungWer wird Millionär
SenderRTL
ModeratorGünther Jauch

„Wer wird Millionär“ (RTL): Wie entsteht eine Frage? Von der Idee zur Prüfung

Für die Fragen von „Wer wird Millionär“ ist die Firma „Mind the Company“ verantwortlich. Wie RTL erklärt, werden die Fragen meist per „gezieltem“ Zufall gefunden. „Beim Lesen der Zeitung, Surfen im Internet, Fernsehgucken oder ganz banal beim Einkaufen stolpert man über einen Sachverhalt, der sich für eine Frage eignen könnte“, erklärt der TV-Sender.

Sind einmal Fragen überlegt worden, müssen diese mit einer Datenbank abgeglichen werden. Dort werden alle Fragen aufgelistet, damit es nicht zur einer Dopplung kommt und jede Frage wirklich nur einmal bei „Wer wird Millionär“ gestellt wird. Wird aber keine gleiche Frage gefunden werden, geht es für das Redaktionsteam zum nächsten Schritt. Nun muss überlegt werden, wie schwer die Frage ist und für welchen Geldbetrag sie bei „Wer wird Millionär“ gestellt werden darf. Dafür wird eine spezielle Fragenerfassungssoftware benutzt, wie RTL erklärt. „Dann müssen für diesen Sachverhalt zwei Quellen gefunden werden (...) und ein Schwierigkeitsgrad (von 1 bis 10) wird vom Autor vorgeschlagen“, heißt es weiter.

Übrigens bei diesen Fragen hatten so manche WWM-Kandidaten völlige Blackouts:

„Wer wird Millionär“ (RTL): Wie entstehen Fragen? Mehrfache Kontrollen

Doch damit ist der Weg von der Idee bis zur Frage im WWM-Studio noch nicht beendet. Einmal in der Woche trifft sich das Redaktionsteam, um die neu entstandenen Fragen zu diskutieren. Auch hier wird noch einmal über den vorgeschlagenen Schwierigkeitsgrad gesprochen und eventuell neu eingestuft. Außerdem entscheidet das Team, ob die Frage überhaupt für „Wer wird Millionär“ infrage kommt. „Speziell bei den eher leichten, lustigen Fragen wird auch ggf. gemeinsam nach witzigen Alternativen gesucht“, so RTL.

Die Fragen werden anschließend der Produktionsfirma Endemol und RTL vorgestellt und es wird erneut über Inhalt, Form und Einstufung gesprochen. Zwei weitere Autoren prüfen nun auf die sachliche Richtigkeit und eine Lektorin schaut auf die Rechtschreibung. Anschließend erhalten die Fragen im Computer-Programm eine Kennzeichnung, die sie bei den folgenden Sendungen als „spielberechtigt“ vermerkt. Danach laden sie früher oder später bei „Wer wird Millionär“.

„Wer wird Millionär“ (RTL): Fragen erstellen – Wikipedia nicht zugelassen

Die Fragen werden also insgesamt fünf Mal überprüft, bis sie bei „Wer wird Millionär“ verwendet werden dürfen. Damit die Fragen auch ihre Richtigkeit haben, werden sie von zwei Quellen überprüft, darunter unter anderem die Brockhaus-Enzyklopädie. Wikipedia wird seit dem Jahr 2005 als Quelle nicht mehr zugelassen. Nach einer umstrittenen Frage darf die freie Enzyklopädie nicht mehr verwendet werden. (jol)

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