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Wer wird Millionär: Günther Jauch verrät – darum ist die Kult-Sendung so erfolgreich

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Von: Klaudia Kendi-Prill

Wer wird Millionär: Seit fast 22 Jahren begeistert die Quizshow auf RTL kleine und große Zuschauer. Aber was ist ihr Erfolgsrezept? Das sagt Günther Jauch:

Wie die Zeit vergeht! Am 3. September 1999 lief die erste Folge der Quizshow „Wer wird Millionär“ auf RTL. Auch fast 22 Jahre später ist aus Format aus dem Deutschen Fernsehen gar nicht mehr wegzudenken. Doch woran liegt das? Moderator Günther Jauch zählt in einem RTL-Interview verschiedene Faktoren auf, die zum Erfolg beitragen: „Das Konzept ist simpel und für jeden verständlich. Man kann sich in der Sendung auch jederzeit ein- und wieder ausschalten. Jeder kann sein eigenes Wissen überprüfen und bekommt ein Gefühl für die Wertigkeit der richtigen Antwort. Ganz konkret: Wer zuhause die 500.000-Euro-Frage beantworten kann, geht mit einem anderen Gefühl ins Bett als wenn er oder sie schon bei 500 Euro scheitert.“ 

Das Spielkonzept ist in diesen 22 Jahren gleich geblieben: Acht mögliche WWM-Kandidaten (in Corona-Zeiten sind es sechs) müssen bei einem kleinen Auswahl-Quiz die möglichen Antworten in 20 Sekunden in eine richtige Reihenfolge bringen. Wer dies am schnellsten schafft, darf zu Günther Jauch ans Rate-Pult. Dort muss der Kandidat 15 Fragen richtig beantworten, um am Ende eine Million Euro zu gewinnen. Dem Teilnehmer stehen dafür mehrere Joker zur Verfügung. Liegt der Kandidat jedoch mit seiner Antwort falsch, ist das Spiel zu Ende. Ihm steht aber auch jederzeit frei, dass Quiz zu beenden, wenn er sich nicht sicher ist. Dann erhält er den zuletzt erspielten Geldbetrag.

Wer wird Millionär: Braucht die RTL-Sendung eine Generalüberholung?

Format-Erneuerungen sollte man laut Jauch zwar offen gegenüberstehen: „Gleichzeitig gibt es Sendungen, die es übelnehmen, wenn man ihren Markenkern beschädigt. Ich bin überzeugt, dass WWM zu dieser Art von Programmen gehört. Oder anders gesagt: Bei Autos unterscheidet man zwischen einer zwischenzeitlichen Modellpflege und der Produktion eines völlig neuen Modells.
Insofern darf man an WWM durchaus kosmetisch arbeiten und zum Beispiel mal über eine zusätzliche Joker-Idee nachdenken. Aber ansonsten warne ich vor ständigen hektischen Bastelversuchen“, so der Moderator.

„Wer wird Millionär“: Günther Jauch freut sich auf die Jubiläumssendung am 3. Juni.
„Wer wird Millionär“: Günther Jauch freut sich auf die Jubiläumssendung am 3. Juni. © TVNOW / Stefan Gregorowius

Einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg hätten gute Fragen. Günther Jauch: „Deswegen bin ich von unserer Fragenredaktion - mind the company - auch seit Jahrzehnten restlos begeistert. Mit wie viel Liebe die vor allem im Bereich bis 500 Euro immer wieder neue und originelle Ideen entwickeln – das ist schon sensationell. Man muss bei einer guten Frage einfach Appetit bekommen, sie auch zu beantworten oder über die richtige Lösung zumindest mal nachzudenken.“

Wer wird Millionär: Es gibt zwei Arten von Kandidaten

Trotz mehr als zwei Jahrzehnten als Moderator von „Wer wird Millionär“ und diversen Promi-Specials sind dem 64-Jährigen die „normalen“ Sendungen mit ebensolchen Kandidaten am liebsten. Diese lassen sich laut Jauch in zwei Spielertypen unterteilen: „Es gibt weiterhin die Sicherheitsfanatiker. Die wollen mit 16.000 Euro aus der Sendung rausgehen, weil Mama eine neue Küche braucht. Diesem Ziel ordnen sie alles, insbesondere die jeweilige Jokerwahl, unter. Die Zocker greifen hingegen nach den Sternen, durchaus auch in dem Bewusstsein, auf halber Strecke abzustürzen. An diesen zwei Spielertypen hat sich in den Jahren wenig geändert.“

Wer wird Millionär (RTL): Jubiläumsfolge am 3. Juni

Am 3. Juni läuft die große Jubiläumssendung von „Wer wird Millionär“ - gefeiert wird die 1.500ste Folge der beliebten RTL-Show. Zuschauer dürfen sich auf viele Überraschungen freuen, nicht einmal Moderator Günther Jauch weiß, was ihn erwartet: „Man muss auf alles gefasst sein oder sogar damit rechnen, dass einem die peinlichsten Szenen aus 21 Jahren WWM noch einmal vorgeführt werden.“

Eine weitere Überraschung gibt es im Spiel selbst, denn RTL kündigt an, dass die Kandidaten in einer ganz besonderen Spielvariante um den Höchstgewinn kämpfen werden. Ans Aufhören denkt der 64-Jährige noch nicht. Er will so lange weitermachen, solange es den Zuschauern und ihm selbst noch Freude macht. (pm/kp)

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