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ARD-Streik hat Konsequenzen: Mehrere Änderungen im TV-Programm

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Von: Lisa Siegle

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Die Gewerkschaft Verdi ruft am Mittwoch alle ARD-Anstalten in Deutschland zum Streik auf. Das könnte auch Auswirkungen auf das TV-Programm haben.

Deutschland – Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi haben die meisten wohl bisher hauptsächlich durch ausgefallene Züge oder Flugzeuge erfahren. Am Mittwoch (9. November) ruft die Gewerkschaft im Kampf für stärkere Lohnerhöhungen nun aber auch alle Rundfunkanstalten der ARD zum Niederlegen der Arbeit auf. Wird dann am Mittwoch (9. November) im Ersten nur ein Testbild gesendet?

ARD streikt am Mittwoch: Auch Änderung und Ausfall der Tagesschau möglich

Die Sorge, dass die ARD am Mitwoch (9. November) lediglich ein Testbild statt des normalen TV-Programms sendet, besteht nicht. Dennoch warnt auch das Branchenmagazin DWDL vor weitreichenden Ausfällen und Programm-Änderungen. Welche Sendungen von den Streiks betroffen sein werden, ist noch nicht klar, berichtet RUHR24.

Beim letzten Warnstreik der ARD, im Sommer 2019, wurde unter anderem laut tv-Digital ausgerechnet die „Tagesschau“ von den Streiks in Mitleidenschaft gezogen. Zwar fiel die „Tagesschau“ nicht wie bei einem Streik 1988 komplett aus, allerdings musste „Tagesschau“-Sprecherin Susanne Daubner während der gesamten Nachrichten ohne Hintergrund moderieren.

Nicht zum ersten Mal wird bei ARD gestreikt – das ist der Anlass zum Streiken:

2019 ebenfalls von den Streiks betroffen, war das „ARD-Morgenmagazin“: Mit Warnwesten und Flaggen ausgestattet marschierten damals am frühen Morgen Verdi-Mitglieder ins Studio und unterbrachen die Sendung. Diese musste dann eine gesamte Stunde lang aussetzen.

Hintergrund des Streiks sind wieder einmal Gehalts- und Honorarverhandlungen. Laut DWDL fordert Verdi angesichts von steigender Inflation und der Energie- und Gas-Krise um sechs Prozent stärkere Tariferhöhungen, insbesondere für BerufseinsteigerInnen und niedrige bis mittlere Entgelterhöhungen. Außerdem fordert die Gewerkschaft eine Begrenzung der Laufzeiten der Tarifabschlüsse auf zwölf Monate (mehr Promi- und TV-News auf RUHR24 lesen).

Bei ARD wird laut Verdi-Bundesvorstand „Auszubildenden und Freien wird die kalte Schulter gezeigt“

Bereits sechs Mal habe man mit der ARD verhandelt, noch immer blieben jedoch „alle Vorschläge aus der ARD (...) weit hinter einem Inflationsausgleich zurück und sind nicht akzeptabel. Streiks sind deshalb nötig, um Bewegung in die nächsten Verhandlungen zu bringen“, zitiert DWDL Christoph Schmitz, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand.

Weiter erklärt Schmitz: „Es wird ARD-weit an Planzahlen aus dem Jahr 2020 festgehalten, ohne die aktuellen Nöte der Rundfunkbeschäftigten und die auch für unsere Kolleginnen und Kollegen explodierenden Lebenshaltungskosten zu berücksichtigen. Jungen Rundfunkbeschäftigten, Auszubildenden und Freien wird die kalte Schulter gezeigt.“

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