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„Zusammenarbeit beendet“: Vox schmeißt Kult-Sprecher nach 30 Jahren raus

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Von: Lukas Einkammerer

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Dieter Brandecker ist seit fast 30 Jahren die Stimme von Vox. Nun kündigte der Sender jedoch an, die Zusammenarbeit zum Ende des Jahres einzustellen. Der Schauspieler reagiert bestürzt.

Mit allzeit beliebten TV-Dauerbrennern wie „Goodbye Deutschland“ und „Die Höhle der Löwen“ zieht Vox stets Scharen von begeisterten Zuschauern an. Das Erfolgsrezept des Senders mit Hauptsitz in der Rheinmetropole Köln scheint dabei ganz einleuchtend: Viele der kultigen Formate drehen sich um Haus, Garten und Leben und sind für das TV-Publikum damit sofort greifbar und nahbar. Vor allem einen Aspekt des täglichen Fernsehprogramms dürften treue Vox-Fans besonders gut kennen: die Ansagen von Sprecher Dieter Brandecker (66).

Seit drei Jahrzehnten im Dienst: Vox entlässt Sprecher Dieter Brandecker

Vor der Kamera zu stehen und mithilfe von Mimik und Handbewegungen eine schauspielerische Leistung für die Ewigkeit abzuliefern, ist bekanntlich nicht leicht. Nur mit der eigenen Stimme arbeiten zu müssen, ist aber nochmal ein gutes Stück schwieriger. Umso beeindruckender also, dass genau dies Dieter Brandecker seit fast 30 Jahren bei Vox so gut gelingt: Trailern für bevorstehende Filme und Serien verleiht der einstige „Adelheid und ihre Mörder“-Star mit seiner unverkennbaren Stimme etwas ganz Besonderes und wer oft bei Vox einschaltet, dem dürften die Worte des gebürtigen Düsseldorfers noch immer durch den Kopf hallen.

ADELHEID UND IHRE MÖRDER
Dieter Brandecker (rechts) in der Serie ADELHEID UND IHRE MÖRDER. © IMAGO / United Archives

Leider müssen alle guten Dinge aber irgendwann enden – so auch Dieter Brandeckers Langzeit-Job als TV-Sprecher, ohne den man sich den Schauspieler heute eigentlich kaum noch vorstellen kann. Eine Sprecherin des Senders bestätigte gegenüber BILD am SONNTAG die traurige Nachricht, dass 2022 sein letztes Jahr in der Vox-Familie sein wird. „Die Zusammenarbeit mit Dieter Brandecker wird zum Jahresende im Einvernehmen beendet“, erklärte sie der Zeitung, wie tz.de berichtet.

Wie wird man Sprecher?

Egal ob TV-Ansagen, Hörbücher oder Synchronisationen in den neuesten Hollywood-Blockbustern – das Berufsfeld des Sprechers ist bunt und abwechslungsreich. Der Weg dorthin ist jedoch nicht ganz so klar wie bei anderen schauspielerischen Tätigkeiten, denn in ganz Deutschland gibt es nur einen einzigen Studiengang, an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, der dafür ausgerichtet ist. In den meisten Fällen dient deshalb eine traditionelle Schauspielausbildung – wie auch Dieter Brandecker sie einst absolvierte – als Sprungbrett in den Beruf. „Wenn du ein Hörbuch sprichst, dann musst du Charaktere bauen. Das Handwerk, einen Charakter zu schaffen, das lernst du in der Schauspielausbildung“, erklärte der Hörbuchsprecher Elmar Börger gegenüber dem Audible Magazin.

(Quelle: magazin.audible.de)

„Katastrophe“: Dieter Brandecker reagiert auf Vox-Rauswurf

30 Jahre ist eine unglaublich lange Zeit – und dass bei Vox nun alles vorbei ist, scheint Dieter Brandecker schwer zu schaffen zu machen: „Wenn man glaubt, es könnte nicht schlimmer werden, hat das Leben scheinbar immer noch eine Katastrophe auf Lager“, äußerte er sich gegenüber BILD am SONNTAG. Nur wenige Wochen zuvor sprach er mit der Zeitung über die schlimmen Jahre, die hinter ihm liegen – vom Verlust vieler Jobs in der Corona-Pandemie und dem tragischen Tod seines Sohnes Pablo. Sein TV-Rauswurf kommt daher zu einem sehr schlimmen Zeitpunkt für den Fernsehstar.

Bei aller Bestürzung über das Ende mit Vox, lebt Dieter Brandecker für seine Arbeit – und denkt nicht daran, aufzuhören oder sich in den Ruhestand zu begeben. „Die Schauspielerei ist kein Mantel, den ich einfach ablegen kann“, machte er Ende November gegenüber BILD am Sonntag deutlich. Dennoch wird es für viele Zuschauer im neuen Jahr bestimmt ungewohnt, in den Ansagen nicht mehr die markante Stimme zu hören, mit der viele groß geworden sind. Kult waren im Vox-Programm einst auch die Geissens – zuletzt erklärte Robert Geiss, warum die Geissens nicht mehr bei „Goodbye Deutschland“ dabei sind. Verwendete Quellen: bild.de, magazin.audible.de

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