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Hartz und herzlich: Christine kämpft mit Klischees – „Die Leute sagen immer...“

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Von: Sina Koch

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Bei „Hartz und herzlich“ erhalten die RTLZWEI-Zuschauer einen Einblick in das Leben der Benz-Barackler – und auch in das ihrer Kinder. Christine will mit einem Klischee brechen:

Die Mannheimer Benz-Baracken sind Problembezirk, Kult-Viertel und Heimat zugleich. Die RTLZWEI-Sozialdoku „Hartz und herzlich“* begleitet die Bewohner des Viertels seit mehreren Jahren in ihrem Alltag. Die Bewohner der ehemaligen Arbeitersiedlung der Quadratestadt sind schon wahre Berühmtheiten geworden und mittlerweile in ganz Deutschland bekannt. Neben Janine, Elvis, Katrin und der inzwischen verstorbenen Dagmar, ist auch die 44-jährige Christine immer wieder in der TV-Sendung zu sehen, wie MANNHEIM24* berichtet.

SendungHartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken
SenderRTLZWEI
DrehortMannheim

„Hartz und herzlich“: Nachwuchs in den Benz-Baracken kämpft mit Vorurteilen

Nachdem Christine einen Shitstorm im Netz für ihre Luxus-Ausgaben* bekommen hat, gibt es auch positive Neuigkeiten zu vermelden: Die 44-Jährige hat ihren autistischen Sohn Dominik häufiger zu Besuch und pflegt ein gutes Verhältnis zu ihm. In der 60. Episode von „Hartz und herzlich“ möchte die Baracklerin ein Klischee ausmerzen.

Christine zeigt, wie sie lebt und bekommt dafür viel Hass ab. Vor allem ein hartnäckiges Klischee scheint den Baracklern an den Nerven zu kratzen: „Die Leute sagen immer: Ist man Hartz IV-Empfänger, werden die Kinder genau so“, fasst Christine in der Sozialdoku zusammen. Immer wieder habe sich die Alleinerziehende die Meinung und Kritik anderer anhören müssen, die darüber schimpfen, dass Christine Hartz IV bezieht.

„Hartz und herzlich“: Christine aus den Benz-Baracken kämpft seit Monaten mit Schimmel in ihrer Wohnung. (Fotomontage)
„Hartz und herzlich“: Christine aus den Benz-Baracken möchte Klischee über Hartz-IV-Empfänger ausmerzen (Fotomontage) © Screenshot TVNOW/Montage HEADLINE24

„Hartz und herzlich“: Bewohner der Benz-Baracken sprechen über Hartz-IV-Klischees

Damit Christine sie nicht alleine. Auch andere Zuschauerlieblinge haben sich bereits gegen die fiesen Hassbotschaften im Internet ausgesprochen – allen voran Familienvater Elvis. In einer „Hartz und herzlich“-Folge stellt der Publikumsliebling eine ganz konkrete Frage: „Wenn man mich sieht im Fernsehen mit Adidas und angeblich teuren Schuhen. Da frage ich mich, wie stellen sich diese Leute einen Hartz-IV-Empfänger vor?“ Doch das Klischee-Bild eines Hartz IV-Empfängers scheint auch die Kinder der Barackler zu betreffen.

Im Gespräch mit ihrem Sohn Dominik macht die 44-jährige Christine klar, dass es keines Wegs den Tatsachen entspricht, dass die Kinder der Barackler ebenfalls Hartz IV beziehen. Dominik zeige genau das Gegenteil – und das trotz seiner Krankheit: „Ich habe einen Job. Ich habe ein Leben. Ich habe eine eigene Wohnung. Ich begleiche meine eigenen Rechnungen“, verrät Christines Nachwuchs in der 60. Episode „Hartz und herzlich“. Die Alleinerziehende bewundere seinen Ehrgeiz und seine Zielstrebigkeit.

„Hartz und herzlich“: Sohn Dominik ist Christines ganzer Stolz

„Ich habe dich auch immer so erzogen. Du hast immer gesehen, dass ich gekämpft habe mit dem, was ich haben wollte“, gibt die 44-Jährige bei „Hartz und herzlich“ gegenüber Dominik preis. Er habe seinen Kampfgeist von ihr geerbt, so die Baracklerin weiter. „Ich bin auch irgendwo stolz auf mich, dass du so bist“, enthüllt Christine in der 60. Episode.

Aktuell steckt Dominik all seinen Tatendrang und Ehrgeiz in die Musik. Der Autist scheint in der Musik ein Ventil gefunden zu haben, seine Probleme und Gefühle zu verarbeiten – doch nun möchte er sein Hobby zum Beruf machen und sich mit dem Rap ein zweites Standbein aufbauen*. (sik) *MANNHEIM24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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