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Xavier Naidoo: „Dolchstoß“ – Hildmann und Wendler toben vor Wut

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Von: Daniel Hagen

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Xavier Naidoo hat sich in einem Video für seine kruden Äußerungen entschuldigt. In der „Wahrheitsbewegung“ erntet er dafür Wut. Vor allem Attila Hildmann und Michael Wendler sind sauer!

In einem Video vom Dienstagabend (19. April) spricht Xavier Naidoo von einem „Irrweg“ und dass er manche seiner Aussagen und Taten bereue. Er habe sich auf der Suche nach der Wahrheit verrannt und sich von Verschwörungserzählungen blenden lassen. Als Grund für seinen Sinneswandel nennt er die „brutale russische Invasion“ der Ukraine, unter der auch die Familie seiner ukrainischen Ehefrau leide.

NameXavier Kurt Naidoo
Geboren2. Oktober 1971 in Mannheim
AlbenNicht von dieser Welt, Live, Hin Und Weg, Telegramm für X
ElternEugene Naidoo, Rausammy Naidoo

Ehemalige Weggefährten äußern sich zu Statement von Xavier Naidoo

Damit geht er einen komplett anderen Weg, als andere Querdenker und Verschwörungsideologen. Diese unterstützen Wladimir Putin und hoffen sogar, dass der russische Präsident in Deutschland einfällt, um den „Frieden“ zu bringen. Kein Wunder also, dass Xavier Naidoo mit seiner Entschuldigung und dem Abwenden von der sogenannten „Freiheitsbewegung“ viele Menschen gegen sich aufgebracht hat – darunter auch ehemalige Weggefährten.

So zum Beispiel Attila Hildmann, der noch vor zwei Jahren verkündet hat, mit Naidoo zusammen Deutschland zu verteidigen und dafür auch einen Kopfschuss zu kassieren. Mittlerweile hat Hildmann das Land fluchtartig verlassen, weil per Haftbefehl nach ihm gesucht wird. Aus dem Untergrund heraus „kämpft“ der einst gefeierte vegane Koch nun gegen satanische Eliten, den Kommunismus und verbreitet Antisemitismus.

Michael Wendler ist sauer auf Xavier Naidoo.
Michael Wendler ist sauer auf Xavier Naidoo. © Screenshot/Telegram

Attila Hildmann wirft Xavier Naidoo Verrat vor

Auf seiner Internetseite bezeichnet Hildmann das Video von Xavier Naidoo als „Verrat“. Der Sänger stehe jetzt komplett auf der Seite der „BRD-Propaganda“ und könne mit seiner Meinung zum Ukraine-Krieg bald mit Böhmermann, Scholz und Baerbock an einem Tisch sitzen. Für den Buchautor aus Berlin ist der gesamte Krieg nämlich nicht mehr als ein inszeniertes Schauspiel, um einen großen Staat Israel zu erschaffen. Über das Entschuldigungs-Video von Xavier Naidoo berichtet auch tz.de.

Das Statement von Hildmann ist erneut voller Antisemitismus und kruden Verschwörungsfantasien, für die es keine Beweise gibt. Für den 40-Jährigen ist der Rückzug Naidoos besonders schlimm, da er dem Sänger vertraut habe und dieser sich nun auf die Seite der „Verbrecher“ stelle. Der Berliner bezeichnet das Statement als „Dolchstoß für die komplette Aufklärungsszene“ und nutzt dafür einen rechten Mythos über die Niederlage des Ersten Weltkrieges.

Michael Wendler geschockt von Xavier Naidoos Statement

Doch auch der Verschwörungsideologe und ehemalige Schlager-Star Michael Wendler ist sauer über die Entschuldigung von Xavier Naidoo. „Xavier schockiert die Freiheitsbewegung mit Aussagen in seinem Video!! Viele fragen sich nun, was zum Teufel seine Aussagen bedeuten. Die Wahrheit ist nicht verhandelbar“, schreibt Wendler auf seinem Telegram-Kanal. Dazu postet er eine Faust und zwei Explosionen.

Der Verschwörungsideologe und rechtspopulistische Autor Oliver Janich wagt kurz nach der Veröffentlichung des Videos eine krasse These. Der 53-Jährige glaubt, dass Xavier Naidoo sein Statement schreiben musste, damit man die Familie seiner Frau aus der Ukraine hole. Aus diesem Grund hätte der Sänger auch zum ersten Mal etwas abgelesen, da der Text zuvor freigegeben worden sei. Wer genau dahinterstecken soll, sagt Janich aber nicht.

So reagieren Fans auf das Statement von Xavier Naidoo

Naidoos Fans äußern sich ebenfalls zu seinem Statement – auch, wenn auf YouTube keine Kommentare geschrieben werden können. Auf seinem Telegram-Channel – von dem er sich selbst schon vor Monaten zurückgezogen hat – reagieren die meisten Follower schockiert oder misstrauisch. „Was er für das Video wohl bekommen hat? Es bewahrheitet sich mal wieder: Trau keinem Promi“, heißt es in einem anderen Kanal. (dh) *MANNHEIM24 und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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