1. Mannheim24
  2. Promi & Show

Xavier Naidoo: „Gott wollte kein Autogramm“ – Alter Bravo-Artikel sorgt für Spott

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Daniel Hagen

Kommentare

Xavier Naidoo scheint mit Beginn der Corona-Pandemie in andere Sphären abgedriftet – oder war er etwa schon immer so? Ein alter Artikel aus der Bravo sorgt nun für Spott im Netz.

„Etwas sonderbar war Xavier Naidoo eigentlich schon immer. Doch das hat seine Fans nie gestört. Bis jetzt.“ Diese Worte könnten genau so im Jahr 2020 geschrieben worden sein, als sich Xavier Naidoo mit Beginn der Corona-Pandemie als Verschwörungsideologe outet, der an eine flache Erde, den geplanten Massenmord an Millionen Menschen durch das Virus oder Kinder folternde Eliten glaubt. Doch der Text entstammt einer Bravo-Ausgabe aus dem Jahr 1999. Die Überschrift des dazu gehörenden Artikels lautet „Xavier Naidoo: Gläubig oder durchgeknallt?“ und sorgt aktuell für jede Menge Spott auf Twitter.

NameXavier Kurt Naidoo
Geboren2. Oktober 1971 in Mannheim
ElternEugene Naidoo, Rausammy Naidoo
AlbenNicht von dieser Welt, Live, Hin Und Weg, Telegramm für X

Xavier Naidoo: Alter Bravo-Artikel sorgt für Spott – „Gläubig oder durchgeknallt“

Die Twitter-Userin und Autorin Jasmin Schreiber postet auf der Plattform ein Foto des Artikels, der 1999 im Jugend-Magazin Bravo erschienen ist. Im Text geht es darum, dass Xavier Naidoo keine Autogramme geben könne, weil Gott dies nicht wolle. Dennoch findet man auf Ebay und Amazon zahlreiche Karten und CDs, die der Sänger aus Mannheim offenbar unterschrieben hat. Es gibt sogar eine Adresse seines Plattenlabels, an die man seine Autogrammwünsche schicken kann. Ob der 50-Jährige, der mittlerweile wohl nach Spanien ausgewandert ist, aber noch auf die Anfragen reagiert, ist unklar.

Auf die Frage in der Überschrift, ob der Sänger gläubig oder durchgeknallt sei, finden sowohl die Autorin als auch zahlreiche Kommentatoren auf Twitter eine klare Antwort. Manche sind sogar überaus amüsant. „Gott will auch nicht, dass Xavier Naidoo Scheiße labert. Wieso bitte hat er da nicht auf Gott gehört?“, „Hätte der BRAVO derart kritische Berichterstattung gar nicht zugetraut“ oder „Gott wollte kein Autogramm von Naidoo, das hat Xavier nicht verkraftet“ sind nur einige der über 200 Antworten.

Xavier Naidoo: Krudes Weltbild nicht erst seit Pandemie bekannt

Dass der Mannheimer nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie ein krudes Weltbild hat, ist für viele Menschen aber nicht wirklich eine Überraschung. „Dass der nicht alle Birnen im Kronleuchter hat, war aber schon vor 20 Jahren kein Geheimnis“, schreibt ein Twitter-User und erinnert die Netz-Community an einen Vorfall, bei dem Naidoo einen Preis nicht annehmen wollte, weil er nicht wie ein Götze angebetet werden wolle.

Im Jahr 1999 erklärte Xavier Neidoo bei einem Interview im Musikexpress zudem, dass er ein „Rassist“ sei, aber „ohne Ansehen der Hautfarbe“. In den Jahren darauf verbreitet Naidoo Ansichten der Reichsbürger-Szene und äußert sich mehrfach antisemitisch – obwohl er diese Bezeichnung vor Gericht eigentlich verbieten lassen wollte. Seit der 50-Jährige einen Kanal auf Telegram betreibt, wird er mit seinen Ansichten eine Größe der Querdenker und Verschwörungsidologen. Um es also mit den Worten der Autorin Jasmin Schreiber zu sagen: „Die Frage oben (Gläubig oder durchgeknallt) hat sich mittlerweile beantwortet“. (dh)

Auch interessant

Kommentare