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Manuel Flickinger: Kunstfigur Lafayette Diamond – Diese traurige Geschichte steckt dahinter

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Von: Fabienne Schimbeno

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Manuel Flickinger als Lafayette Diamond
Dschungelcamp-Kandidat Manuel Flickinger (33) als Lafayette Diamond. © Screenshot Instagram/manuel_flickinger/dpa-Gregor Fischer/Montage HEADLINE24

Am 21. Januar 2022 zieht Manuel Flickinger (33) ins RTL-Dschungelcamp. Als schillernde Kunstfigur „Lafayette Diamond“ setzt er sich für mehr Respekt und Toleranz ein:

Manuel Flickinger (33) ist einer der zwölf Dschungelcamp-Kandidaten der 15. Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“. Der gebürtige Pfälzer wirkte bereits in verschiedenen Reality-TV-Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „First Dates“ mit. Den meisten dürfte er jedoch aus der homosexuellen Datingshow „Prince Charming“, einem Pendant zum heterosexuellen Format „Der Bachelor“, bekannt sein. Schon hier fällt Manuel mit seiner lauten und schrillen Art auf – eine Eigenschaft, die dem ein oder anderen auf die Nerven gehen könnte, wie der 33-Jährige von sich selbst behauptet.

Außerhalb des Fernsehens ist Manuel Flickinger als Justizhauptsekretär tätig. Seit vielen Jahren setzt er sich in der LGBTQI-Szene ein. Hier tritt er als schillernde Kunstfigur „Lafayette Diamond“ auf. MANNHEIM24 erzählt die traurige Geschichte hinter Manuels zweitem Ich:

NameManuel Flickinger
Geburtsdatum11. Februar 1988
GeburtsortLandstuhl (Rheinland-Pfalz)
WohnortLimburgerhof (Rheinland-Pfalz)
BerufJustizhauptsekretär
TV-AuftritteDeutschland sucht den Superstar (RTL), First Dates (VOX), Prince Charming (TVNOW), Dschungelcamp (RTL)

Manuel Flickinger: Mit 18 hat er sein Outing – sein Vater ist wenig begeistert

Das Leben von Manuel Flickinger verlief nicht immer glatt: Er wächst als Einzelkind bei seinen Eltern in Obernheim-Kirchenarnbach, einer kleinen Ortsgemeinde in Rheinland-Pfalz, auf. Als er 13 Jahre alt ist, lassen sich seine Eltern scheiden. Daraufhin lebt Manuel bei seinem Vater.

Mit 18 Jahren hat Manuel Flickinger sein Coming-out. Sein Vater ist zunächst wenig begeistert. „Ich war schon immer ein bisschen anders, aber in dem 3.000 Einwohner Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, da wirst du schon immer komisch angeschaut“, äußert sich Manuel 2019 in einem Interview mit Promiflash.

Seit seinem Outing engagiert sich Manuel Flickinger aktiv in der LGBTQI-Szene. Im Jahr 2013 entsteht seine schillernde Kunstfigur „Lafayette Diamond“ – eine persönliche Kreation des LGBTQI-Aktivisten.

Lafayette Diamond: So kam Manuel Flickinger auf den Namen seiner Kunstfigur

Lafayette Diamond zeichnet sich insbesondere durch ihr Pailletten-besetztes Gesicht und ihre bunten Kostüme aus. Seit vielen Jahren stolziert sie über die CSD-Paraden ganz Deutschlands und in Europa, um für mehr Toleranz zu werben. Meistens ist Lafayette dort mit bunten Engelsflügeln und 15 Zentimeter (!) hohen Schuhen unterwegs. Für ihr Styling benötigt die schrille Kunstfigur circa zwei Stunden, wie ihr Schöpfer Manuel Flickinger auf Anfrage der Redaktion erklärt.

Lafayette Diamond entstand aus einer Krise. Wie Manuel Flickinger 2019 im Interview mit Promiflash erzählt, soll er eine schwere Partnerschaft hinter sich gehabt haben. „Wenn dich immer jemand an deiner Seite fertigmacht, schlecht behandelt oder tiefer stellt als man eigentlich ist, dann versuchst du dir dein Selbstbewusstsein auf der Straße von den Menschen zu holen“, so Flickinger im Dezember 2019.

Ihren Namen hat Lafayette Diamond zum einen von Lady Dianas Ex-Partner Dodi Al-Fayed, zum anderen aber auch wegen des berühmten französischen Luxus-Kaufhauses „Galeries Lafayette“. Der Zusatz „Diamond“ ergibt sich aus seiner Begeisterung für Kult-Designer Harald Glööckler (56). „Als er damals beim Wiener Opernball war mit seinem schwarzen Strass-Gesicht, war das für mich die Inspiration!“, erzählt Manuel Flickinger im Promiflash-Interview.

Manuel Flickingers Kunstfigur Lafayette Diamond ist keine Drag-Queen!

Auch wenn Manuel Flickinger als Lafayette Diamond vornehmlich in Frauen-Klamotten auftritt, bezeichnet er sich selbst NICHT als Drag-Queen, sondern als sogenannten Cross-Dresser. Zur Erklärung: Cross-Dresser sind Personen, die Kleidung des anderen Geschlechts tragen, also zum Beispiel Männer in hohen Schuhen oder Frauen im Anzug. Eine Drag-Queen ist eine übersteigerte Form des Cross-Dressers, die durch zusätzliche weibliche Merkmale wie lange Haare oder Brüste ausgezeichnet ist.

Manuel Flickinger trägt für seine Kunstfigur „Lafayette Diamond“ weder Perücke noch Brüste. Die funkelnde Gestalt steht für sich. Der gebürtige Pfälzer nennt sie auch liebevoll „Lafayettl“. Manuel Flickinger scheint sein Alter Ego also sehr gut leiden zu können. Auf Nachfrage der Redaktion, in welche Rolle er lieber schlüpft, sagt er: „Ich bin schon gerne eher Manuel, Lafayette nur zu besonderen Anlässen“. (fas)

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