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„Macht einen kaputt“ – Christine wegen Hartz IV-Kürzung völlig am Ende

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Von: Sina Koch

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„Hartz und herzlich“: Christines Hartz IV-Satz ist auf 102 Euro im Monat gekürzt worden. Die Alleinerziehende fühlt sich vom Jobcenter schikaniert – und bricht in Tränen aus:

In Mannheim gibt es im Stadtteil Waldhof ein ganz besonderes Fleckchen Erde – die Benz-Baracken. Die Bewohner der Baracken führen ein bewegtes Leben stets am Rande des Existenzminimums – und zeigen ihren sorgenbehafteten Alltag in der Sozialdoku „Hartz und herzlich“. Viele hier sind abhängig vom Staat, was täglich neue Herausforderungen mit sich bringt. Das bekommt auch die alleinerziehende Christine zu spüren.

„Hartz und herzlich“: Christines Hartz IV-Satz wird gekürzt – jetzt lebt sie mit 102 Euro im Monat

Der Frust über den Staat ist bei Christine zurzeit riesengroß: Der „Hartz und herzlich“-Darstellerin und ihren zwei Kindern sind überraschend die Hatz IV-Bezüge gekürzt worden. Das Amt hat Christine den Unterhalt von Sohn Jason angerechnet. Der Clou an den Abzügen: Die Alleinerziehende bekommt seit Jahren keine Unterhaltszahlungen von Jasons Vater. 

Die Kürzung des Hartz IV-Satzes ist für die 45-Jährige problematisch, denn die monatliche Zahlung soll nur noch 102 Euro betragen. Eine dreiköpfige Familie mit nur 102 Euro zu ernähren ist hart und erfordert extreme Sparmaßnahmen. Deshalb hat sich Christine umgehend an die Beistandschaft gewendet, die die Unterhaltsangelegenheit für sie klären soll. Doch vergebens wartet Christine auf einen Änderungsbescheid, mit dem sie wieder zu ihrem vollen Hartz IV-Satz kommen würde.

„Hartz und herzlich“: Christine ist enttäuscht vom Jobcenter – „als würde ich vom Amt schikaniert werden“

Wieso auf einmal Unterhalt für ihren 14-Jährigen Sohn angerechnet wird, kann Christine sich nicht erklären. Sie ist verzweifelt und lässt in der 71. Episode „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ ihrem Ärger freien Lauf: „Ich komme mir vor, als würde ich vom Amt irgendwie schikaniert werden. Es ist einfach extrem vom Amt zu leben“.

Christine könne nicht nachvollziehen, „wie sich jemand hinhocken kann und sagen kann: Ey, es ist super vom Amt zu leben“. Die finanzielle Situation belastet die gesundheitlich angeschlagene Mutter sehr. Die Abhängigkeit vom Jobcenter geht der Baracklerin an die Substanz: „Das macht einen kaputt!“ Auch „Hartz und herzlich“-Darstellerin Petra hat Probleme mit den Ämtern – und sucht verzweifelt nach einer neuen Wohnung.

„Hartz und herzlich“ in Mannheim: Bei Christine fließen Tränen – die 45-Jährige ist am Ende ihrer Kräfte

Christine fühlt sich im Stich gelassen und kann sich nicht erklären, wieso das Jobcenter ihre Bezüge gekürzt hat. „Ich fühle mich diskriminiert. [...] Als würde man mich von allen Seiten einfach nur noch bombardieren wollen, bis ich unter der Erde bin“, so die Alleinerziehende weiter.

Als sie über ihre Arbeitsfähigkeit spricht, bricht Christine in Tränen aus: „Wenn ich die ganzen Krankheiten nicht hätte, dann ging es mir besser“. Schluchzend erklärt die 45-Jährige, dass sie einfach nicht mehr weiter weiß. In der Episode gibt es allerdings noch weitere schlechte Neuigkeiten für die Mannheimerin: Christines Reha-Antrag wurde abgelehnt. Trotz der herben Rückschläge will Christine nicht aufgeben – und kämpft für ihre Kinder und ihre Tiere weiter. (sik)

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