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„Hartz und herzlich“-Liebling kämpft mit psychischen Problemen: „So ‘ne Sache in meinem Kopf“

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Von: Pauline Wyderka

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„Hartz und herzlich“-Teilnehmer Jerrick ist verzweifelt. Schon lange kämpft er mit psychischen Problemen. Nun sucht er Unterstützung von einem Arzt, bevor es zu spät ist.

Es sind keine einfachen Zeiten für „Hartz und herzlich“-Nachwuchs Jerrick. Der 20-Jährige ist in den Benz-Baracken aufgewachsen und kämpft in den neuen Folgen aus Mannheim wie viele in der RTLZWEI-Sozialdoku mit den Rückschlägen, die das Leben so bereithält. Aktuell hat er keine Wohnung und keinen Job. Eine belastende Situation, die ihre psychischen Spuren hinterlässt. Nun weiß er nicht mehr weiter. Der Rat eines Arztes muss her.

„Hartz und herzlich“-Darsteller leidet psychisch unter schwieriger Situation

Seit Monaten kommt Jerrick nun schon in der Einzimmerwohnung seiner Freundin mit unter. Unter diese Übergangslösung will der „Hartz und herzlich“-Darsteller aber endlich einen Schlussstrich setzen, doch das ist gar nicht so einfach. Nicht nur, dass das Arbeitsamt in Mannheim das OK geben muss, für jede etwaige Wohnung, die der 20-Jährige findet. Für die Kaution muss er zudem ein Darlehen beantragen.

Doch damit nicht genug: Die andauernde Situation schlägt ihm zunehmend auf das Gemüt. Was eine Herausforderung für jeden wäre, ist für ihn eine ganz besonders prekäre Lage, denn er kämpft mit seinen inneren Dämonen – und verliert zusehends. Was genau mit ihm los ist, weiß Jerrick nicht. Doch das will er jetzt herausfinden.

„So ‘ne Sache in meinem Kopf“ – „Hartz und herzlich“-Darsteller will Diagnostik machen

„Zugegeben, mir geht es eigentlich nicht wirklich gut, aber das ist eher so eine Sache in meinem Kopf.“ Und die „Sache“ spitzt sich immer mehr zu. Er hat Angst vor sich selbst, sieht ein, dass er Hilfe braucht. „(Es) geht nicht einfach, dass ich jedes Mal, wenn ich wütend werde, entweder auf die Idee komme, mir selbst was anzutun oder sonstiger weise“, erzählt der junge Mann sorgenvoll bei „Hartz und herzlich“. „[…] eines Tages mach‘ ich irgendetwas, was ich nicht einfach zurücknehmen kann.“

Gemeinsam mit einer Sachberaterin hat er darum nun eine Diagnostik beantragt. Bei dem Termin soll untersucht werden, mit welchen psychischen Problemen Jerrick kämpft. Die Gedanken um seine Probleme macht sich der Mannheimer schon seit Langem. Der Verdacht: Es könnte Borderline-Syndrom sein. Eine stark stigmatisierte Persönlichkeitsstörung, die sich jedoch sehr unterschiedlich äußern kann.

Verdacht auf Borderline: Was eine Diagnose für Jerrick bedeuten würde

„Die meisten Borderliner sind dafür bekannt, zum Beispiel, [dass sie] Probleme [haben], mit ihren Emotionen umzugehen.“ Oft würden sie ihre Emotionen verdrängen, bis sie aus ihnen herausplatzten. Jerrick kennt das Gefühl. Häufig habe er emotionale Zusammenbrüche, die er sich nicht erklären kann. Er ist frustriert, hat das Gefühl, dass „egal, was man macht, es ist nie richtig.“ Seine Probleme waren ihm schon in der Schulzeit bewusst, gesteht er bei „Hartz und herzlich“. Oft hätten sich Mitschüler über ihn lustig gemacht.

Die emotionale Achterbahnfahrt setzt dem „Hartz und herzlich“-Küken zu. Er setzt viel Hoffnung in den Arzttermin. Insofern sei eine Diagnose, sei sie Borderline oder etwas anderes, gar nichts Schlimmes. Er wolle nur herausfinden, was mit ihm los sei. „Wenn dann wirklich irgendwas ist, dann ist das halb so schlimm, weil dementsprechend gibt‘s dann auch Mittel und Möglichkeiten, wie man mir helfen kann.“ Seine größte Angst: „Alles [bleibt] gleich.“

Jerrick hegt große Hoffnungen – genau wie ein weiterer „Hartz und herzlich“-Darsteller

Es ist ein Lichtblick, in einer schwierigen Zeit. Auch ein anderer Bewohnr der Benz-Baracken in Mannheim setzt große Hoffnungen in die Zukunft. Er möchte Rapper werden und will auch mit seiner eigenen Modemarke groß durchstarten – dafür hat der „Hartz und herzlich“-Teilnehmer kürzlich 700 Euro in Pullover investiert. (paw)

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