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Katja Burkard: Rassismus-Eklat ‒ RTL-Moderatorin entschuldigt sich für Aussage

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Von: Klaudia Kendi-Prill

RTL-Moderatorin Katja Burkard sieht sich mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert.
RTL-Moderatorin Katja Burkard sieht sich mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert. © Bodo Marks

Seit Jahren ist Katja Burkard aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken. 1996 bekam die Blondine auf RTL mit „Punkt 12“ sogar ihre eigene Sendung. Doch da ist ihr jetzt ein fataler Fehler unterlaufen:

Im Mittagsmagazin „Punkt 12“ auf RTL präsentiert die 56-jährige Katja Burkard den Zuschauern aktuelle Nachrichten, Lifestyle-Themen und interviewt Stars und Sternchen. In der Sendung vom Donnerstag, 8. Juli, unterläuft der erfahrenen Moderatorin ein folgenschwerer Fauxpas. Gemeinsam mit TV-Kollegin Roberta Bieling spricht die 56-Jährige mit Auswanderin Oksana Kolenitchenko. Die gebürtige Russin ist vor einigen Jahren nach Los Angeles gezogen, um sich mit ihrem Mann den Traum von einem eigenen Nachtclub zu erfüllen. Da ihr das Coronavirus jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, will der „Goodbye Deutschland“-Star die USA mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern wieder verlassen.

Als das Trio über den bevorstehenden Umzug plaudert, erklärt Katja Burkard, dass es kein Problem sei mit kleineren Kindern umzuziehen. „Wenn die [Kinder, d.R.] dann älter sind, dann ist nichts mehr mit Zigeunerleben“, so die 56-Jährige. Mit dieser Aussage nutzt die TV-Blondine eine abwertende Fremdbezeichnung für Sinti und Roma, die wegen ihrer Geschichte und Herkunft als diskriminierend gelten.

Katja Burkard kassiert nach „Zigeunerleben“-Äußerung einen Shitstorm auf Instagram

Auf Instagram kassiert die gebürtige Kölnerin daraufhin einen gewaltigen Shitstorm: „Es ist wirklich schockierend, mit welchem Selbstverständnis Sie rassistische Ausdrücke vor laufender Kamera benutzen! Bitte ein Statement hierzu“, schimpft eine Userin.

Auch Comedian Enissa Amani (39) kommentiert den Vorfall auf Instagram: „Mein Herz mit allen Sinti*zze und Roma*nja die durch diese DISKRIMINIERENDE RASSISTISCHE SCHEI**E gehen müssen mit Menschen, die einfach NICHT WACHSEN wollen nicht mal MINIMAL lernen wollen.“

„Krass, Katja Burkhard und ihre Kolleginnen benutzen Rassensprache“, schimpfte auch Aktivist Gianni Jovanovic (42) auf Instagram. Als homosexueller Mann und Kind einer Roma-Familie erlebt er tagtäglich Anfeindungen. Unter diesem Instagram-Foto entlädt sich die Wut der Zuschauer:

„Frau Burkard, ich würde vorschlagen sie machen sich mal kundig. Sie haben Politikwissenschaft und Germanistik studiert und sollten gelernt haben welche Begriffe rassistisch belegt sind“, lautet ein anderer Kommentar.

Einige springen Katja Burkard aber auch zur Seite: „Unfassbar, wie sich Menschen aufregen, nur weil einem anderen Menschen ein falsches Wort rausgerutscht ist! Frau Burkhard ist zu 100% keine Rassistin! Menschen machen nunmal Fehler! Davon kann sich niemand FREISPRECHEN“, lautet ein anderer Kommentar.

Nach Rassismus-Eklat: Katja Burkard entschuldigt sich auf Instagram und in ihrer Sendung

Nach der Kritik äußert sich Katja Burkard selbst zu ihrem Fehltritt. Unter einem Kommentar zu ihrem letzten Instagram-Beitrag schreibt sie: „Ich kann nur sagen, dass es mir leidtut. Ich wollte garantiert niemanden beleidigen!“ Auch zu Beginn der „Punkt12“-Sendung am Freitag, 9. Juli, entschuldigt sie sich: „Ich habe ein Wort benutzt, das Roma und Sinti diskriminiert und das tut mir wirklich aufrichtig leid. Ich bin gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung und deswegen sind wir auch im Gespräch mit von Diskriminierung Betroffenen.“

Die Moderatorin will noch am selben Tag oder in der kommenden Woche mit einem Experten für Alltagsrassismus sprechen und das Thema für sich und die Zuschauer aufbereiten. Doch das hält die Instagram-User nicht davon ab weiter unter ihren Fotos zu haten.

Nach Zigeunerleben-Äußerung von Katja Burkard: Shitstorm auf Instagram ebbt nicht ab

Manche können dieses Verhalten nicht nachvollziehen: „Wie grausam manche Menschen sein können, wenn man einen Fehler macht. Unfassbar, die Frau hat sich hier mehrmals entschuldigt. Das kann jedem von uns passieren. Chillt jetzt mal, sie hat sich entschuldigt und in Zukunft wird sie sich es zweimal überlegen! Danke.“ (kp)

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