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Emotionaler Abschied von Kowalski – Brief an verstorbenen „Hartz und herzlich“-Star

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Von: Sina Koch

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„Hartz und herzlich“: Kowalski konnte immer auf den Rückhalt seiner Familie zählen. Besonders Schwester Tine hat sich liebevoll um ihren jüngeren Bruder gekümmert:

Abschied von einem Rostocker Original: Am 30. November 2021 ist der „Hartz und herzlich“-Protagonist Kowalski im Alter von 63 Jahren gestorben. Mit seiner unvergleichlichen Art hat er die Zuschauer von „Hartz und herzlich“ überall in Deutschland bewegt. Der Rentner hatte immer ein flotten Spruch parat und liebte die Musik von Peter Maffay. Besonders seine Geschichten über die Seefahrt haben die RTLZWEI-Zuschauer in ihren Bann gezogen, wie MANNHEIM24 berichtet.

„Hartz und herzlich“ in Rostock: Abschied von Kowalski – Schwester Tine verfasst rührenden Brief

Ein Mensch war eine große Stütze in Kowalskis Leben – seine ältere Schwester Tine. Egal ob Umzug in das Pflegeheim, oder Kartons packen: Tine stand dem ehemaligen Seefahrer stets mit Rat und Tat beiseite. Auch in der Abschieds-Folge von „Hartz und herzlich“-Liebling Kowalski ist sie zu sehen. Sie hat sich gegen ein Interview mit dem „Hartz und herzlich“-Team entschieden und stattdessen einen rührenden Brief an ihren Bruder Andreas Kowalski verfasst.

In diesem bewegenden Brief nimmt sie Abschied: „Es war immer aufregend und wunderbar, wenn du von deinen Reisen erzähltest, von deinen Abenteuern an Board als DJ, von fremden Völkern und Kulturen, und uns immer mit Geschenken überrascht hast“, wird aus ihrem Brief in der Abschieds-Folge für Kowalski vorgelesen.

„Hartz und herzlich“: Kowalski hat einen großen Schritt gewagt

Kowalski konnte immer auf den Rückhalt seiner Familie vertrauen. Um den Rentner, der mit 63 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen war, zu unterstützen, bemühte sich seine Schwester Tine um einen Platz in einer betreuten Wohneinrichtung.

In ihrem Brief, schreibt sie über ihre Sorgen und Hoffnungen: „Der Tod unserer Mutter hat ihn schwer getroffen. Vermeintliche Freunde traten in sein Leben, die seine Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft ausnutzten. Mit dem Umzug in [das betreute Wohnen] wollte ich ihn beschützen und ihm wieder ein geordnetes Leben ermöglichen“.

„Hartz und herzlich“: Kowalski war ein Freigeist – „Aufgrund seiner Freiheitsliebe konnte er...“

Kowalski fiel das Aufgeben der eigenen Freiheit und Selbstbestimmung sehr schwer. Doch nach vielen Gesprächen mit seiner Familie ließ er sich überzeugen in die Wohneinrichtung zu ziehen. Ein Neuanfang, der nicht nur Gutes mit sich brachte. Zwar wurde Kowalski kulinarisch verpflegt und erhielt Hilfe im Haushalt, dennoch ließ er sich die Ausflüge nach Warnemünde und Rostock nicht nehmen.

„Aufgrund seiner Freiheitsliebe konnte er sich leider schwer unterordnen. Er fuhr mit seinem Rollstuhl schon morgens los nach Warnemünde, zum Stand, zum Hafen, nach Groß Klein, nach Rostock und verpasste natürlich alle Mahlzeiten“, offenbart der Brief von Kowalskis Schwester Tine.

„Hartz und herzlich“: Kowalskis Schwester nimmt Abschied – „Ich vermisse die Gespräche mit ihm“

Jeder Mensch, der geht, hinterlässt eine Lücke. Wenn bei einem Charakter wie Kowalski der letzte Vorhang fällt, ist der Verlust besonders groß – einfach, weil er bei so vielen Menschen einen Platz im Herzen hat. In der letzten Sonderfolge von „Hartz und herzlich“ haben Zuschauer, Familie und Freunde von Dagmar aus Mannheim Abschied genommen.

„Wenn ich Andreas besuchte, dann hörten wir immer seine Lieblingsmusik von Peter Maffay. Diese Musik begleitete ihn sein ganzes Leben, aus ihr schöpfte er immer neue Lebenskraft, weil die Texte ihn so berührten. Ich vermisse die Gespräche mit ihm, das Lachen, die Witze und die gemeinsamen Wege, die wir gegangen sind – Ahoi, mein Bruder“, verabschiedet sich seine Schwester Tine von dem Rostocker Original. (sik)

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