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Hartz und herzlich: Dagmars (†67) letzter Wunsch blieb unerfüllt

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Von: Sina Koch

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„Hartz und herzlich“ – In den neuen Folgen der RTLZWEI-Sendung ist die verstorbene Dagmar weiterhin zu sehen. Darin äußert sich einen großen Wunsch – der unerfüllt bleibt.

Die neueste Folge von „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ (Ausgestrahlt am 04.01. 2022) auf RTLZWEI startet mit einer traurigen Erinnerung für viele Zuschauer*innen und Bewohner*innen der Benz-Baracken. Anfang November ließ die erschütternde Nachricht von Dagmars Tod viele fassungslos zurück. Niemand konnte begreifen, dass „Daggi“, die gute Seele der Mannheimer Benz-Baracken, mit 67 Jahren gestorben ist.

Dagmars Tod hat das Viertel in tiefe Trauer versetzt, weshalb der TV-Sender Ende Dezember mit einer Sondersendung Abschied von der Mannheimerin genommen hat. Auch zu Beginn der neuen „Hartz und herzlich“-Folge gedenkt das Produktions-Team der verstorbenen Rentnerin – Es ist ein Bild von Dagmar zu sehen, mit der Unterschrift „In Gedenken an Dagmar – Die gute Seele der Benz-Baracken“. Das hat den Zuschauer-Liebling vor ihrem Tod beschäftigt:

SendungHartz und herzlich
SenderRTLZWEI
DrehortBenz-Baracken, Mannheim

„Hartz und herzlich“: Dagmar besucht Janine und Zwillinge – „Ich kann nicht mal mehr...“

Dagmar war fester Bestandteil im Leben vieler Nachbar*innen in den Benz-Baracken. Das kleine weiße Häuschen war nicht der erste Wohnort Dagmars im Viertel. Zuvor lebte sie 18 Jahre im roten Block, den sie mit vielen schönen Erinnerungen verbunden hat. Kein Wunder also, dass es sie auch nach ihrem Umzug immer wieder in die Blöcke verschlug. In der Januar-Folge von „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ stattete Dagmar Nachbarin Janine und ihren Zwillingen Jaylin und Jaydin einen Besuch ab. Der Weg in den gelben Block war schnell zurückgelegt, doch die Treppen machten der lungenkranken Rentnerin zu schaffen. „Ich kann nicht mal mehr Fahrrad fahren, Janine, ich falle um, wie ein nasser Sack – muss ich die Sauerstoff-Flasche hinter mir herziehen“, gab sie in Janines Wohnung preis.

„Hartz und herzlich“: Dagmar, die gute Seele der Benz Baracken, ist im Alter von 67 Jahren gestorben.
„Hartz und herzlich“: Dagmar, die gute Seele der Benz Baracken, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. © MANNHEIM24/Screenshot RTLZWEI/Fotomontage

„Hartz und herzlich“: Dagmar mit unerfülltem Wunsch – „...nur hoffen, dass ich das noch erlebe“

Zwei Jahre nach dem Abriss der roten Blöcke tut sich erneut etwas auf der Baustelle – Was Dagmar in der Januar-Folge in Erinnerungen schwelgen ließ. Auch nach ihrem Umzug, in das weiße Häuschen im Herzen der Benz Baracken, hatte „die Villa Kunterbunt“, wie sie den roten Block liebevoll nannte, etwas Nostalgisches für sie.

Dagmar und Nachbar Pascal haben herausfinden können, was aus der Baustelle einmal werden soll: „11 Häuser kommen da hin. [...] Das gibt mal Ein-Zimmer-Wohnungen, Zwei-Zimmer-Wohnungen und Vier Zimmer-Wohnungen [und ein] Spielplatz soll hinkommen. Da kann ich nur hoffen, dass ich das noch erlebe“, gab Dagmar in der 46. Folge der Sozialdoku preis. „Bis dahin bist du noch da Daggi, denke ich“, erwiderte Nachbar Pascal auf diese Aussage. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Dagmar wird noch im selben Jahr sterben. Damit blieb ihr ein weiterer Wunsch unerfüllt.

Die toughe Baracklerin schien eine dunkle Vorahnung zu haben: „Es steht nirgendwo geschrieben, dass ich das noch erlebe. Ich hoffe es, dass ich es noch erlebe – davon abgesehen, wird es bestimmt schon interessant zu gucken wie schnell [die Baustelle] geht“, so Dagmar in der Episode vom 4. Januar 2022. „[Pascal] wenn ich kurz vor den Kartoffeln bin, dann kannst du mein Haus haben“, scherzte die 67-Jährige in der Sozialdoku. Da sie fest in den Benz-Baracken Mannheims verwurzelt war, freute sich „die gute Seele des Viertels“ über den Neubau vor ihrer Haustüre. Die Rentnerin sah in dem Bauprojekt einen Vorteil für die derzeitigen Barackler*innen: „Es geht ja da drum, wie reden sie über unser Viertel? Dann hast du neue Häuser und jeder kümmert sich um eine Grünanlage – macht es vor den Häusern schön – das gibt eine Aufwertung. Das Wohngebiet nachher, kriegt einen ganz anderen Flair“, so Dagmar weiter.

„Hartz und herzlich“: Überraschender „Fan“-Besuch macht Dagmar stutzig

Nicht nur die bauliche Veränderung und die damit einhergehenden Veränderungen in der Nachbarschaft beschäftigten die Rentnerin in der Januar-Episode. Durch „Hartz und herzlich“ ist Dagmar in ganz Deutschland bekannt geworden. Doch die Popularität hatte auch ihre Schatten-Seiten, wie in der Folge deutlich wird.

Immer wieder bekam der Fan-Liebling ungebetenen Besuch von Zuschauer*innen der RTLZWEI-Sendung: „Da kam so ein stinkiger Kojote und klingelt sturm – da habe ich die Türe aufgemacht. „Ja ich habe Sie im Fernsehen gesehen“ [sagt der Zuschauer]. Sage ich: Und jetzt?! Schaust du mal auf die Uhr?“, enthüllte Dagmar. Sie hatte über die Jahre bereits viele Erfahrungen mit sogenannten „Fans“ gemacht, die mit ihrem Verhalten die gute Seele der Benz-Baracken verängstigt haben. (sik)

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