„Kann‘s nicht sein!“

„Hartz und herzlich“: Dagmar in Sorge – Ihre Rente wird gepfändet

Dagmar sitzt in ihrer Küche.
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Dagmar hat rund 420 Euro zum Leben, davon geht ein Großteil für Miete und Co. ab.

„Hartz und herzlich“ – Dagmar kann es kaum fassen: Über 400 Euro sind auf ihrem Konto! Doch das Glück hält für die 66-Jährige nur sehr kurz an:

Dagmar ist die gute Seele der Benz Baracken in Mannheim. Trotz eigener finanzieller Notlage hilft die 66-Jährige wo sie nur kann. Sie unterstützt ihre Nachbarn, pflegt ihre Freunde und lässt sich von nichts und niemanden unterkriegen. Dagmar hatte es aber im Leben nie wirklich einfach, zuletzt musste sie um ihre Rente bangen. Nun bekommt sie wenigstens eine Teilzahlung, wie in einer neuen Folge von „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz Baracken“ zu sehen ist.

SendungHartz und herzlich – Tag für Tag Benz Baracken
SenderRTLZWEI
DrehortMannheim

„Hartz und herzlich“: Dagmar im Renten-Glück – doch in der Bank folgt der Schock

Im Herbst 2020 ist es so weit: Dagmar bekommt monatlich einen Geldbetrag ihrer Rente ausgezahlt. Um herauszufinden, wie viel Euro nun auf ihrem Konto sind, wählt sie sich mit ihrem Handy bei der Bank ein. Eine Computerstimme nennt den Betrag von 422 Euro. Dagmar ist über diesen Geldbetrag vollkommen aus dem Häuschen – und das ist auch kein Wunder! Immerhin musste die Bewohnerin der Benz Baracken in den letzten Monaten immer Geld von anderen leihen. „Ich bin reich“, jubelt sie in der „Hartz und herzlich“-Folge.

Allerdings bleibt Dagmar bei all der Freude auf den Boden der Tatsachen. Denn von den rund 420 Euro gehen allein 300 Euro für Miete, Strom und Wasser ab. Dass sie dadurch nur noch 100 Euro im Monat zu leben hat, ist ihr egal. Sie habe schon schwierige Zeiten gemeistert. Trotzdem eilt sie schnell zur Bank. „Ich muss jetzt Geld holen, ich bin jetzt so reich“, wiederholt die Rentnerin und fügt hinzu: „Bevor sie es mir wieder wegnehmen, also hol‘ ich es mal lieber gleich.“ Doch als Dagmar ihr Geld abheben will, trifft sie der Schlag.

„Hartz und herzlich“: Nur 420 Euro zum Leben – Dagmars Geld wird gepfändet

Als Dagmar aus der Bank wieder rauskommt, sagt sie zum „Hartz und herzlich“-Kamerateam: „Ich glaub, dass kann‘s nicht sein“. Wütend zeigt sie ein Dokument, auf dem steht, dass von ihrem Geld rund 300 Euro gepfändet wurden. Warum das Geld einbehalten wurde, kann sie sich nicht erklären und sucht deshalb das Gespräch mit einer zuständigen Pfändungsstelle.

Im Telefongespräch erfährt die 28-fachen Oma, dass die Einbehaltung ihrer Teilrente womöglich ein Fehler sei. Die Telefonistin erklärt, dass die Rechnung in Höhe von 300 Euro eine alte sei – vom März 2020. Der Fall geht weiter an die Rechtsabteilung, die nun klären muss, ob Dagmar das Geld wiederbekommt oder nicht. Bis dahin muss die Mannheimerin mit nur 90 Euro auskommen, mehr hatte sie nicht bei der Bank abheben können. „Jetzt stehst Du da, wie der Ochse vor dem neuen Tor. Jetzt geht das zwar zur Rechtsabteilung rüber und dann steht es in den Sternen, wann es freigegeben wird. Also, machen wir uns jetzt ein flottes Wochenende“, so Dagmar, die sich auch von diesem Rückschlag nicht unterkriegen lässt.

„Hartz und herzlich“ in den Benz Baracken: Dagmar kämpft um ihr Geld

Für Dagmar geht es also zum Gericht. Es gibt allerdings nur einen kleinen Erfolg. „Ich hab schon viel erreicht, aber noch nicht alles“, so die 66-Jährige. Das Gericht fordere die Kontoauszüge an, was erneut ein paar Tage dauern kann. Grund für die Pfändung sei eine Rechnung der Stadtkämmerei Mannheim. Dagmar hofft, dass sie bald wieder die gesamte Rentenzahlung auf ihrem Konto hat – immerhin muss sie davon noch Miete und Co. bezahlen.

Die neue Folge von „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz Baracken“ ist am Dienstag (9. März) auf RTLZWEI zu sehen. Los geht‘s um 20:15 Uhr. Übrigens: Während die Zuschauer mit Dagmar bangen, hagelt es für Florian und seine Familie Kritik. Grund ist der Kauf eines Pferdes, der nur durch Corona-Bonus-Zahlungen möglicht gemacht wurde. (jol)

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