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Hartz und herzlich: Letzte Folgen mit Dagmar (†67) – das waren die letzten Worte im TV

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Von: Sina Koch

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„Hartz und herzlich“: In der letzten Staffel der RTLZWEi-Doku war auch die verstorbene Dagmar weiterhin im TV zu sehen. Das passierte beim letzten Dreh der guten Seele der Benz Baracken: 

Der Tod von Dagmar hat viele Nachbarn sowie Fans der Benz-Baracken schwer getroffen. Sie wurde nur 67 Jahre alt. In der Sozialdoku „Hartz und herzlich“ äußerte die gute Seele der Benz-Baracken einen Wunsch, der traurigerweise nicht mehr in Erfüllung ging: „Ich würde gern 70 werden“. Die Rentnerin, die seit vielen Jahren schwer lungenkrank war, galt unter den Bewohnern des sozialen Brennpunktes in Mannheim Waldhof als ausgesprochen hilfsbereit und liebenswert. Die Mutter von acht Kindern war zudem ein absoluter Publikumsliebling der RTLZWEI-Sendung „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“.

SendungHartz und herzlich
DrehortBenz Baracken, Mannheim
SenderRTLZWEI

„Hartz und herzlich“: Verstorbene Dagmar ein letztes Mal im TV zu sehen

Gespannt verfolgten die Zuschauer der TV-Sendung die neusten Ereignisse auf ihrem 863 Quadratmeter Grundstück, das zu ihrem Mini-Mietshaus gehörte. Die aktuelle Staffel wurde im Sommer 2021 gedreht. Somit war Dagmar auch nach ihrem Tod weiterhin in der Sozialdoku zu sehen – bis jetzt, jedenfalls.

Im Staffelfinale von „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ werden die Zuschauer sich endgültig von Dagmar verabschieden müssen. Rund dreieinhalb Monate nach ihrem Tod wird das letzte Mal Material von „Hartz und herzlich“-Liebling Dagmar im TV ausgestrahlt.

„Hartz und herzlich“: Dagmar, die gute Seele der Benz Baracken, ist im Alter von 67 Jahren gestorben.
„Hartz und herzlich“: Dagmar, die gute Seele der Benz Baracken, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. © MANNHEIM24/Screenshot RTLZWEI/Fotomontage

„Hartz und herzlich“: Dagmar bekam Besuch von Kumpel Elvis

Das Staffelfinale von „Hartz und herzlich“ ist der Rentnerin gewidmet und trägt den Episoden-Titel „Dagmar“. In dieser bekam die Kult-Bewohnerin unter anderem Besuch von ihrem guten Kumpel Elvis, der euphorisch an der Türe klingelte. „Zweimal klingeln ist Elvis, hundertprozentig“, war sich die verstorbene Bewohnerin der Mannheimer Benz-Baracken sicher.

Elvis und Dagmar verband eine langjährige Freundschaft – und zudem das Interesse am Umfeld der Siedlung. Deshalb tauschten sich die beiden über die Neubauten aus, die im unmittelbaren Umfeld ihrer Häuser hochgezogen werden sollen: „Mal sehen, was da für ein Klientel reinkommt“, merkte Dagmar in ihrem letzten Dreh an.

„Hartz und herzlich“: Dagmar sorgte sich um den Zusammenhalt im Viertel – „Öfter böses Blut“

Egal ob mit Rat und Tat, Lebensmitteln oder Möbeln: Menschen, denen es schlecht geht und die wenig finanzielle Mittel haben, konnten sich immer auf die Unterstützung der Alltagsheldin verlassen. Dagmar fühlte sich in der Nachbarschaft pudelwohl und hatte Sorge, dass der nachbarschaftliche Zusammenhalt unter den neuen Bewohnern leiden könnte. Dagmar vermutete, dass es „öfter böses Blut“ geben werde. Und Elvis ergänzte: „Die Leute, die hierherkommen, haben sich uns anzupassen und nicht umgekehrt. Wir sind schon lange da, die kommen erst.“

„Hartz und herzlich“: Dagmar litt unter schwerer Lungenkrankheit – „Jetzt kann ich fast gar nichts mehr“

Dagmar hat acht Kinder und zwei ihrer insgesamt achtundzwanzig Enkel großgezogen. Doch auch die Powerfrau kam in der Sendung häufiger an ihre Grenzen. Ihre Lungenkrankheit COPD setze der Rentnerin schwer zu. Besonders in der Nacht habe der Zuschauerliebling unter Atemnot gelitten. In den letzten Aufnahmen der 28-fachen Oma gab sie preis, dass sie mit ihren neuen Medikamenten erstmals seit langer Zeit wieder beschwerdefrei und sogar elf Stunden durchgeschlafen habe.

Die Lungenerkrankung bestimmte dennoch zunehmend ihr Leben. „Wenn ich überlege, was ich vor einem halben Jahr noch gekonnt habe und jetzt kann ich fast gar nichts mehr. Wenn du jung bist, hast du nichts, da springst du durch die Gegend wie eine Gazelle. Dann kommst du in die 60er-Jahre, da fällt dir auf: Oh, da ist ja auch noch ein Knochen, wo kommt der jetzt her?“, so Dagmar in der 63. Folge der Sozialdoku weiter.

„Hartz und herzlich“ in den Benz-Baracken: Das ist Dagmars letzter Satz im Fernsehen

Viele Zuschauer und auch der Familienvater Elvis waren begeistert von Dagmars Tatendrang. Holzarbeiten im Schuppen und Renovierungsarbeiten am Haus – Die Rentnerin packte an und erledigte fast alle Arbeiten alleine. Doch Elvis machte sich auch Sorgen um Dagmar, die allein in ihrem kleinen Häuschen wohnte. Ab einem gewissen Alter solle man nicht mehr allein leben, findet er.

Kein Wunder also, dass sich ihr letzter Satz im TV auf eine Gerätschaft in ihrem Schuppen bezog. Ihr Rasenmäher tat seinen Dienst nicht mehr und wollte nicht anspringen: „Und hier werden wir mal gucken, ob wir das Ding ein bissl sauber kriegen“, lauteten ihre letzen Worte in der Sendung. Nachdem ein paar letzte Rückblenden im Staffelfinale gezeigt werden, verschwindet Dagmar, die gute Seele der Benz-Baracken, für immer von den heimischen Bildschirmen. (sik)

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