Rentnerin leidet an Entzugserscheinungen

Hartz und herzlich: Dagmar rastet vor laufender Kamera aus – „Mir doch sche**egal“

„Hartz und herzlich“: Dagmar versucht mit dem Rauchen aufzuhören, um ihre Gesundheit sowie den Geldbeutel zu entlasten. Doch ob das gut geht?

Dagmar ist die gute Seele der Benz Baracken in Mannheim. Seit einigen Jahren leidet die Rentnerin an der schweren Lungenkrankheit COPD. Die chronische Krankheit ist nicht mehr heilbar und äußert sich unter anderem durch Husten und Atemnot. Rauchen ist der größter Risikofaktor für COPD. Nach ihrer jahrelangen Abhängigkeit will Dagmar jetzt endgültig einen Schlussstrich ziehen. Das erklärt die 66-Jährige in einer neuen Folge von „Hartz und herzlich.“.

SendungHartz und herzlich – Tag für Tag Benz Baracken
SenderRTLZWEI
Staffel2

„Hartz und herzlich“: Dagmar will mit dem Rauchen aufhören – „Das sind meine letzten Zigaretten“

Dagmar will der Gesundheit zuliebe mit dem Rauchen aufhören. Bei „Hartz und herzlich“ zeigt sie eine Schachtel, in der noch sieben Glimmstängel drin sind. „Das sind meine letzten Zigaretten und dann ist fertig“, verspricht Kult-Baracklerin den Zuschauern. Dagmar merkt, dass es ihr nach dem Rauchen immer schlechter geht und möchte deshalb endgültig zur Nichtraucherin werden. Allerdings ist das leichter gesagt als getan, weshalb die 66-Jährige einen Schlachtplan entwickelt hat. „Ich mache das jetzt so: Immer wenn ich die Anwandlung kriege, dass ich der Meinung bin, ich muss eine rauchen oder ich muss mir was zum Rauchen holen, dann werde ich dieses Geld in eine Spardose stecken und werde mich weiter von Gummibärchen ernähren oder Süßigkeiten“, so die Mannheimerin.

Sie weiß, dass ihr die Zigaretten womöglich am Ende das Leben kosten könnten. „Ich will noch ein bisschen leben und deshalb hör‘ ich einfach auf“, sagt sie in der 29. Folge der vierten Staffel von „Hartz und herzlich“. Sie hofft, dass ihre Wohnung dann auch nicht mehr so stark nach Nikotin riecht. „Ich will das alles nicht mehr“, gesteht die 66-Jährige.

„Hartz und herzlich“: Dagmar will nicht mehr rauchen – und spart bis zu 150 Euro im Monat

Nicht nur ihre Gesundheit, auch der Geldbeutel wird Dagmar für diese Entscheidung danken: Sie kann durch ihren Entschluss nämlich einiges sparen. Da derzeit auch noch ihre Teilrente gepfändet wurde und sie derzeit mit nur wenigen Euro auskommen muss, kann sie dieses Geld gut gebrauchen. „Es ist doch schon sche***! Du kaufst dann Zigaretten, das Geld tut Dir schon Leid, wenn Du es in den Automaten steckst“, sagt sie weiter und fügt hinzu: „Du ziehst den Rauch ein, machst Deine Lunge kaputt, pustest den Mist wieder raus und das Geld ist weg.“

Dagmar erklärt, dass sie durch den Zigaretten-Stopp bis zu 150 Euro im Monat sparen könnte „und die nehme ich lieber für etwas anderes.“ Die Mannheimerin könnte sich vorstellen, sich dadurch einen Urlaub zu leisten. „Ich möchte auch irgendwann mal sagen können: So jetzt hast Du Rente, Du kannst mal dort hingehen, Du kannst mal dahin gehen“, hofft die 66-Jährige.

„Hartz und herzlich“: Kalter Entzug – Dagmars Familie freut sich über ihre Entscheidung

Es sei ihr bewusst, dass ihr mit dem Entzug eine schwere Zeit bevorsteht. „Aber es ist egal“, sagt Dagmar. Unterstützung erhält sie von ihrer Familie. Bruder und Schwester freuen sich, dass die Rentnerin mit dem Rauchen aufhört. In der Vergangenheit hatte Dagmars Bruder lange nichts von der Raucherei gewusst. Als er es erfahren hat, versteckte er die Zigaretten. „Meine Tochter regt mich auf. Die hat von heute auf morgen aufgehört und raucht seit Monaten nicht mehr. Dann werde ich das als alte Kuh doch auch auf die Reihe bringen. Das kann doch nicht sein“, so Dagmar.

„Hartz und herzlich“: Dagmar hat einen Rückfall – „Lass mir doch nicht alles verbieten“

Am Ende der „Hartz und herzlich“-Folge wird Dagmar schwach und gibt dem Rauch-Verlangen nach: „Ich rauche weiter und gut ist es. Ich lass mir doch nicht alles verbieten“, motzt die Rentnerin. Sie möchte rauchen, wenn sie Lust darauf hat.

Bei „Hartz und herzlich“ wird erklärt, warum Dagmar es nicht lange ohne Glimmstange ausgehalten hat. Durch die Folgen des Nikotinmangels macht die 66-Jährige einige der häufigsten Entzugserscheinungen durch: Sie ist reizbar und hat Heißhunger. „Ich stehe mitten in der Nacht auf und mach mir ein Nutella-Brot. Ich hab‘ in meinem Leben noch nie Nutella gegessen, ja jetzt esse ich‘s“, schreit Dagmar in die Kamera. Sie zeigt ihren Vorratsschrank, der vor lauter Süßigkeiten fast aus allen Nähten platzt. Die Baracklerin gibt zu, dass sie bereits zu genommen hat, weil sie alles in sich reinstopft. Um das zu beweisen, stellt sie sich prompt auf die Waage. Angeblich hat sie rund 7 Kilogramm zugelegt.

„Hartz und herzlich“: Dagmar raucht wieder, weil sie zugenommen hat

Als Dagmar das sieht, flippt sie völlig aus und redet sich immer weiter in Rage. Während die Rentnerin die nächste Zigarette raucht, jammert sie über ihre fehlende Bikinifigur. Danach spricht sie sogar über schlimme Konsequenzen: „Ich muss doch sowieso irgendwann zu den Kartoffel. Heute, morgen, übermorgen – ist doch mir sche**egal“, sagt sie weiter und wirft alles woran sie noch vor wenigen Tagen geglaubt hat, über den Haufen.

Was Dagmar wohl nicht weiß: Mit ihren 63,5 Kilogramm und einer Größe von 1,70 ist sie laut Body-Mass-Index (BMI) untergewichtig gewesen. Mit den extra Pfunden hat sie jetzt erst ihr Idealgewicht erreicht. (jol)

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