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Hartz und herzlich: Carsten über schreckliche Vergangenheit – „macht einen seelisch fertig“

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Von: Laura Reeb-Quintans

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Bei „Hartz und herzlich - Tag für Tag Rostock“ berichtet Vierfach-Vater Carsten von seiner durch Gewalt geprägte Kindheit. So ein Leben möchte er für seine Kinder nicht.

Rostock, Groß-Klein, ein sozialer Brennpunkt mit vielen Facetten. Die Sozialdoku „Hartz und herzlich“ begleitet seit 2020 die Rostocker Bewohner, die in ihrem Alltag vor allem mit Vorurteilen, Geldsorgen und Schicksalsschlägen kämpfen. In der aktuellen Folge berichtet Bewohner Carsten über seine schwere Kindheit. Der 42-Jährige weiß, dass er seine Kinder nicht der Strenge und Gewalt aussetzen möchte, unter der er leiden musste.

SendungHartz und herzlich
SenderRTLZWEI
DrehortGroß Klein, Rostock

„Hartz und herzlich“: Carsten spricht über schwere Kindheit – „das macht einen seelisch fertig“

In Episode 38 der aktuellen Staffel von „Hartz und herzlich“ redet Rostocker Carsten über seine schwere Kindheit. Der Vierfach-Vater weiß, dass seine Kinder nicht aufwachsen sollen, wie er. Durch seinen leiblichen Vater erfährt er bereits in jungen Jahren viel Gewalt. Es hinterlässt nicht nur körperliche, sondern auch seelische Wunden, weiß Carsten und fügt hinzu: „Das macht einen seelisch fertig“.

Bei seinen Kindern möchte er alles anders machen. Laut der Devise „lieber etwas lauter werden, als handgreiflich“ erfährt er durch seinen Stiefvater keine Gewalt mehr, sondern Disziplin. Dafür ist Carsten dankbar. Dennoch weiß er: „Die Kindheit, die ich hatte, will ich meinen Kindern nicht antun“. Ruhig und besonnen, mit den Kleinen zu reden, ist dem Familienvater wichtig.

„Hartz und herzlich - Tag für Tag Rostock“: Carsten wurde früher gehänselt

Carsten erfährt nicht nur zu Hause Leid durch seinen Vater, auch in der Schule wird er gehänselt. Da er in einer sozial schwachen Familie aufwächst, reicht das Geld für Markenklamotten nicht aus. Der 42-Jährige kann nicht verstehen, warum einige Menschen darauf überhaupt Wert legen. Für ihn spielt ein Logo oder ein Schriftzug keine Rolle, es sind nur Kleidungsstücke. Das gibt er auch seinen vier Kindern weiter.

In seiner Kindheit hat sich Carsten viel gefallen lassen, doch das sollen seine Kinder nicht. Sie sollen sich verbal zur Wehr setzen, um jegliche Form von Mobbing zu unterbinden. Seine Kinder sollen nicht unter denselben Hänseleien leiden müssen, weil die Familie finanziell schwach ist. Deshalb bringt er ihnen auch bei, dass Marken oder Geld keine Aussage über die Wertigkeit eines Menschen machen.

„Hartz und herzlich - Tag für Tag Rostock“: Selbstgebackenes für die Kleinen

In Episode 38 steht außerdem der Geburtstag von Sohn Mateo an. Mit Auge zum Detail und leckeren Zutaten bäckt Carsten seinem Sohn eine Torte. Mit Familie und Freunde soll diese dann bei der Feier zu Mateos Ehrentag gegessen werden. Jenny und Carsten sind stets auf das Wohl ihrer Kinder bedacht und möchten ihnen eine sorgenfreie Kindheit ermöglichen.

Trotz Trennung und geringen finanziellen Mitteln soll es den vier Kindern an nichts fehlen. Zum Geburtstag gibt es trotz allem Geschenke für Söhnchen Mateo. Lernspielzeug, Spielautos und Bücher gibt es und die Freude ist riesig. Das Ex-Paar, das ein gutes Verhältnis zueinander pflegt, zieht stets an einem Strang in Sachen Erziehung und hat immer das Wohl der Kinder im Auge. (lrq)

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