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„Hartz und herzlich“-Darsteller verzweifelt: „nicht wirklich der Beruf, den ich machen möchte“

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Von: Madlen Trefzer

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„Hatz und herzlich“-Teilnehmer geben tiefe Einblicke in ihr Leben. So auch die Jugendlichen aus den Benz-Baracken – ihr Schicksal scheint besonders schwer zu verlaufen.

Die Benz-Baracken von Mannheim – wo Menschen mit Herz leben, herrscht soziales Ungleichgewicht. Immer wieder scheint die ältere Generation das Leben mit Hartz IV gut zu meistern. Doch die Jugendlichen von „Hartz und herzlich“ haben mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch wenn sie versuchen, in ihre Zukunft zu investieren, werden die einen oder anderen Steine in ihren Weg gelegt.

Jerrik von „Hartz und herzlich“ kann seinen Traumberuf nicht erlernen

Jerrik (19) will von daheim ausziehen. „Mein Ziel ist es, ein bisschen selbständiger zu werden“, sagt er. Alles, was seine Mutter für ihn macht, will er nicht mehr als selbstverständlich ansehen. Der Schritt in die Eigenverantwortung würde ihn sehr motivieren. Der 19-Jährige träumt davon, im sozial-kreativen Bereich zu arbeiten. Doch das Amt will ihn dabei nicht unterstützen. Für die weitere Schulbildung müsse Jerrik selbst aufkommen.

Stattdessen soll Jerrik eine Ausbildung zum Lackierer machen. „Allerdings ist Lackierer nicht wirklich der Beruf, den ich machen möchte. Allgemein bin ich der Meinung, dass ich nicht so ein handwerklicher Mensch bin.“ Zu gerne würde er den Realschulabschluss nachholen. Doch die finanziellen Schwierigkeiten stehen ihm dabei im Weg. Er kann nämlich gerade nichts für sich selbst zahlen, wie er vor laufender Kamera gesteht.

Hartz und herzlich: Ein Wohnblock in den Benz-Baracken
Hartz und herzlich: Besonders Jugendliche leiden unter den Zukunfts- und Geldsorgen (Symbolfoto) © MANNHEIM24/ Celine Burmeister

Pascal aus den Benz-Baracken in Mannheim hat mit Einschränkungen zu kämpfen

Auch der 19-Jährige Pascal, Bruder von Janine, kann seine Zukunft nicht nach seinen Vorstellungen gestalten. Dabei wünscht er sich einen Job, in dem er als Gehbehinderter gut aufgehoben ist. Es würde ihm großen Spaß bereiten, Bahnfahrer zu sein. Doch Mutter Beate (53) bremst ihn ab. Er müsse bedenken, dass auch seine Leseschwäche ihn an einer Karriere bei der Deutschen Bahn hindern würde.

Aufgeben will Pascal trotzdem nicht. Obwohl seine Mutter ihn aus der Träumerei reißt und wieder auf den Boden holt, indem sie ihn an seine Einschränkungen erinnert, will er für sich selbst entscheiden. „Nimm das Leben so wie es ist“, sagt Beate zu ihrem Sohn. Doch seine Schwester Janine ist auch ihren Träumen gefolgt und macht nun ernst; der „Hartz und herzlich“-Liebling wagt großen Schritt. Dringend bräuchte sie allerdings eine Pause zum Durchatmen. Die engagierte Zwillings-Mama gibt nämlich alles bei der Erziehung ihrer Kids.

„Hartz und herzlich“- Teilnehmer kennen nicht nur gute Tage in den Benz-Baracken

Die meisten Teilnehmer von „Hartz und herzlich“ durchleben schwierige Zeiten und wissen nicht genau, wie es weiter gehen soll. Dieter (52) allerdings ist bewusst, was es heißt, ohne abgeschlossene Ausbildung zu sein. Der Familienvater hat große Schwierigkeiten dabei, einen Job zu finden. Auch er gibt nicht auf, denn er will nicht die ganze Zeit zu Hause bleiben, obwohl er die Zeit bei seinen Kindern genießt.

Ziemlich zufrieden scheint Vanessa (21) mit ihrem Berufsleben zu sein. Die Arbeit mit älteren Menschen gefällt ihr gut und sie kümmert sich sehr gerne um sie. Ihre Mutter schenkt ihr Anerkennung dafür und gesteht: „Ich kann das nicht so wie du.“ Auch interessant: „Hartz und herzlich“-Pärchen Martina und Jonas erleben finanziellen Rückschlag. (mad)

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