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Hartz und herzlich: Raus aus Hartz 4 – dieser Bewohner macht jetzt ernst

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Von: Sina Koch

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„Hartz und herzlich“ – Pascal ist auf der Suche nach einem Job. Nach einem Praktikum und etlichen Absagen lässt das Feedback seiner aktuellen Bewerbung nicht lange auf sich warten:

Die TV-Serie „Hartz und Herzlich“ begleitet Hartz-IV-Empfänger durch ihren Alltag. Auch die Familie des 20-jährigen Pascal ist Teil der RTLZWEI-Show. Janines Bruder, der aufgrund seiner Gehbehinderung eine Förderschule besuchte, hat ohne Abschluss die Schule abgebrochen. Keine guten Voraussetzungen, um einmal auf eigenen Beinen zu stehen. In der Vergangenheit hat der 20-Jährige jedoch ein Praktikum in einem inklusionsfreundlichen Supermarkt ergattern können.

Für den jungen Mann war dies ein großer Schritt, schließlich hat er seine Fortbildungsmaßnahme, die ihn auf die Jobsuche vorbereiten sollte, schleifen lassen. Doch die Freude über das Praktikum hält nicht lange – Der junge Barackler muss sich erneut auf Jobsuche begeben.

SendungHartz und herzlich
DrehortBenz Baracken, Mannheim
SenderRTLZWEI

Hartz und herzlich: Pascals nächster Schritt in das Berufsleben

Nach der Praktikums-Flaute hat Pascal die Zwischenzeit genutzt, um seine Bewerbung fertigzustellen und bei der Stadt Mannheim einzureichen. Dieses Mal ließ das Feedback für den Arbeitssuchenden nicht lange auf sich warten. Startet der 20-Jährige jetzt durch? „Ich habe eine E-Mail an die Stadt Mannheim geschrieben und habe meinen Lebenslauf und die Bewerbung und das Zeugnis halt dazugeschickt, für das Grünflächenamt Mannheim“, sagt Pascal in der 43. Folge der Sozialdoku. Auf seine Bewerbung erhält Pascal prompt eine Rückmeldung. Damit hat der 20-Jährige nicht gerechnet und freut sich über den kleinen Erfolg: „Ich habe mich schon einmal bei der Stadt beworben, aber das ist schon länger her und da hat sich die Stadt nicht gemeldet. Und jetzt hat sich die Stadt auf diese Mail gemeldet“, so Pascal weiter.

Hartz und herzlich: Pascal wartet auf positive Rückmeldung – „habe ich ein gutes Gefühl“

Der junge Barackler ist gespannt auf die Rückmeldung und sitzt auf glühenden Kohlen: „Ja, auf einer Seite [habe ich] ein gutes Gefühl, auf der anderen Seite auch ein negatives Gefühl – wenn man halt nicht weiß, ob sie sich melden“, gibt Pascal preis. Trotz der mitschwingenden Angst abgelehnt zu werden, ist der 20-Jährige positiv gestimmt. Ob Janines Bruder neben dem Grünflächenamt noch weitere potenzielle Arbeitgeber im Blick hat, bleibt abzuwarten.

Prinzipiell habe Pascal viele Möglichkeiten sich zu bewerben und sich nach einem Job umzusehen, doch „man muss natürlich immer Abwegen, ob das halt von den Beinen her passt“, sagt der 20-Jährige. Bei einem Job im Grünflächenamt habe der junge Mannheimer keine Bedenken. „Grünflächenamt ist jetzt nicht so anstrengend wie beim Straßenbau“, enthüllt Janines Bruder.

Hartz und herzlich: Pascal macht sich Gedanken über seine Zukunft – „da habe ich eine gute Rente“

Pascal möchte endlich ins Berufsleben einsteigen. Eine Zusage des Grünflächenamts würde ihm viel bedeuten: „Ich glaube, wenn sie mich anrufen würden, dann würde ich erst einmal anfangen zu heulen. Ich sage es mal so: Arbeiten ist kein Zuckerschlecken, aber man muss ja irgendwie sein Geld verdienen“, so Pascal weiter. Der 20-Jährige findet, dass man nicht nur auf Kosten des Staats leben könne. Sein neuer Vorsatz: „Von nichts, kommt nichts“

Der Verdienst in einem neuen Job würde nicht nur Pascal zugutekommen: „Bei der Stadt verdient man nicht schlecht. Ich kann meine Mutter unterstützen. Ich kann meine Schwester unterstützen – also meine andere, die mit den Zwillingen – wenn es da mal eng wird“, gibt Pascal preis. Außerdem denkt der 20-Jährige an seine Zukunft. „Ich habe mein Leben lang ausgesorgt, wenn ich bei der Stadt 20-30 Jahre bin. Da habe ich eine gute Rente“, so der Jung-Barackler weiter. (sik)

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