Benz Baracken

Hartz und herzlich: Baracklerin schmeißt hin – Der Grund ist traurig

Hartz und herzlich - Regelmäßig bekommen die Bewohner der Benz-Baracken Fan-Besuche, Post und unerwünschte Nachrichten. Eine Bewohnerin kann es nicht mehr ertragen und steigt aus:

Durch die RTLZWEI-Sendung „Hartz und herzlich - Tag für Tag Benz-Baracken“ sind die Bewohner nicht nur in Mannheim bekannt wie bunte Hunde. Überall werden sie erkannt, bekommen Besuch im ehemaligen Arbeiterviertel im Stadtteil Waldhof, Fan-Post und unzählige Nachrichten über Social Media. Trotz einer großen und treuen Fan-Gemeinschaft werden die Bewohner besonders im Netz Opfer von Mobbing. Elvis, Dagmar und Co. müssen sich tagtäglich mit Hassnachrichten und wüsten Beschimpfungen herumschlagen – und das geht so langsam an ihre Substanz.

Hartz und herzlich: Benz Baracken-Bewohner werden Opfer von Mobbing und Hatespeech

In einer Folge von „Hartz und herzlich“ liest Dagmar die Nachricht eines Stalkers vor. Die 66-Jährige ist so wütend darüber, dass sie dem Absender sogar Gewalt androht. Auch Elvis und seine Familie werden regelmäßig angegriffen. Einen besonders widerwärtigen Brief, den die achtfache Mutter Katrin bekommen hat, lesen er und seine Frau vor laufender Kamera vor. Von einem Fan ist der Kult-Barackler sogar erpresst worden.

Doch nicht nur Elvis, auch die anderen Bewohner der Benz Baracken haben Schockierendes zu berichten: „Das Verrückteste war, dass die Leute denken, dass das hier alles per Drehbuch ist und wir kriegen hier alles vorgeschrieben“, erzählt Janine und erinnert sich an einen Vorfall zurück, als sie hochschwanger war. Eine unbekannte Frau klopfte an ihre Wohnungstür und wollte wissen, „ob das ehrlich so ist“ wie man es im Fernsehen mitverfolgen könne. Doch die Frau ließ sich nicht abwimmeln und wollte unbedingt in die Wohnung. „Ich wollte jetzt aber mal gucken, ob sie wirklich so leben“, zitiert Janine den ungebetenen Gast.

Auch Beate bekommt regelmäßig beleidigende Nachrichten geschickt. „Sie sollte sich hinsetzen und überlegen, was sie mir damit antut“, so die zweifache Mutter. „Das hat mit der Sendung schon gar nicht mehr zu tun.“

Hartz und herzlich: Christine steigt aus der Sendung aus

Benz Baracken-Bewohnerin Christine kann den Dauerbeschuss über Social Media nicht mehr ertragen. In einer Nachricht hofft die Absenderin, dass Christine keinen Termin beim Psychologen bekommt, um ihre „Dauerfaulheit nicht noch mit einem langen Krankenschein zu unterstützen“. Jeder der Barackler hat seine eigene Art mit Hatespeech umzugehen. Janine blockiert die Mobber, Elvis appelliert an das Mitgefühl und die Vernunft der Zuschauer.

Hartz und herzlich: Benz Baracken-Bewohnerin Christine steigt aus der RTLZWEI-Sendung aus.

Christine zieht für sich und ihre Familie jetzt drastische Konsequenzen: Sie will nicht mehr Teil der RTLZWEI-Sozialdoku „Hartz und herzlich - Tag für Tag Benz Baracken“ sein. Dafür hat sie sich entschieden, als nicht nur sie, sondern auch ihre Kinder ins Visier der Cybermobber gerückt sind. „Das geht gar nicht, das ist ein No-Go. Es gibt viele Dinge, die mich eh schon belasten.“ Ihre Gesundheit gehe vor. „Ich muss ja auch mich und die Kinder schützen. Meine Kinder mit reinzuziehen - da hört es bei mir auf“, erklärt Christine. (kp)

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/ Celine Burmeister

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