Einsatz-Kommando rückt an

Hartz und herzlich: Polizei-Einsatz in den Benz-Baracken – hat Elvis richtig gehandelt?

Hartz und herzlich: Wegen eines möglichen Granatenverstecks rückt die Polizei in die Benz-Baracken aus
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Hartz und herzlich: Wegen eines möglichen Granatenverstecks rückt die Polizei in die Benz-Baracken aus.

Hartz und herzlich (RTLZWEI): Ein Vormieter informiert Elvis über einen Schock-Fund auf dem Speicher. Sofort ruft er die Polizei – doch was sagen die Nachbarn zu dieser Entscheidung? 

Schock in den Benz-Baracken Mannheim: Elvis (48) hat unerwarteten Besuch bekommen. Der Vormieter seines Hauses steht eines Tages plötzlich vor seiner Tür und teilt ihm mit, dass sein Vater auf dem Dachboden drei Handgranaten versteckt hat, bevor es ins Gefängnis gewandert ist. Der Mann, der elf Jahre in dem Haus gewohnt hat, geht nicht davon aus, dass sie jemals entfernt worden sind. Die Granaten seien unter dem Dämmmaterial versteckt. Der 48-Jährige weiß nach diesem unerwarteten Besuch nicht weiter und fragt Dagmar um Rat. Diese legt ihm nahe sicherheitshalber die Polizei zu rufen und herauszufinden, wie man sich in so einer Situation verhält. Der achtfache Vater macht sich Gedanken, welche Konsequenzen ein Bombenfund bei ihm hätte.

„Eigentlich hoffe ich, dass sie da sind, dann war die Aktion nicht für umme. Aber eigentlich hoffe ich auch, dass sie nicht da sind, dann haben wir unsere Ruhe“. Kurz nachdem er die 110 gewählt hat, rückt schon die Polizei schon in die Benz Baracken aus. Sofort ruft dieses Großaufgebot sämtliche Nachbarn auf den Plan. Elvis sieht sichtlich mitgenommen aus, als er sich mit Dagmar zu seinem Haus begibt. „Ich werde irgendwie immer gestraft“, stellt der 48-Jährige fest.

Hartz und Herzlich: Großeinsatz der Polizei – Elvis ist den Tränen nah

Sofort evakuieren die Polizeibeamten die nähere Umgebung. Elvis Ehefrau Katrin packt schnell die Übernachtungssachen der Kinder zusammen und bringt ihren Nachwuchs bei Tochter Vanessa unter. Elvis malt sich derweil schon das Schlimmste aus: „Wenn wirklich was passiert, sind wir alle weg.“ Nach 10 langen Stunden ist der Einsatz mit der Polizei mit Spürhunden, der Feuerwehr und dem THW in den Benz Baracken in Mannheim beendet.

Elvis und seine Familie müssen das Haus räumen

„Polizei, der Metalldetektor und der Spürhund haben nichts gefunden, was aber nicht unbedingt heißt, dass da nichts gelegen hat“, sagt Elvis müde. Der 48-Jährige ist den Tränen nah: „Das war jetzt wieder ein riesen Aufstand, was mir auch echt vom Herzen Leid tut, aber was soll ich machen? Das einzige, was darunter gelitten hat, war mein Kopf. Meine Psyche hat mir mal wieder einen Teil meiner Lebensenergie genommen“.

Hartz und herzlich: Bombenalarm in den Benz Baracken – so reagieren die Bewohner

Auch einen Tag nach dem Granatenalarm steckt der Schreck dem achtfachen Papa noch in den Knochen. Bei der Suche nach den Granaten haben die Beamten das komplette Dämmmaterial herausgerissen. „Die nächsten Tage kommen Dachdecker, die müssen das Dach dann komplett neu dämmen“, erzählt Elvis. Der 48-Jährige bezweifelt, dass seine kleinen Kinder die Situation als gefährlich angesehen haben. „Für die war das eine Gaudi“. Anders sieht es bei dem achtfachen Vater aus: „Ich konnte bis morgens halb sechs nicht schlafen.“

Hartz und herzlich: Barackler stehen hinter Elvis Entscheidung

Die Benz Baracken-Bewohner stehen hinter Elvis‘ Entscheidung die Polizei gerufen zu haben auch wenn die Beamten keine Granaten gefunden haben. „Man kann froh sein“, so Carmen. Dieter fragt sich, ob Elvis den Polizeieinsatz selbst bezahlen muss. „Das wird nicht billig“, ist er überzeugt. Vanessa freut sich einfach nur, dass es vorbei ist: „Dem Papa war das einfach zu viel, er hat auch geweint gestern.“ Sie findet seine Reaktion ebenfalls richtig: „Wenn er es niemandem gesagt hätte und es wäre etwas passiert, dann hätte er ja auch das schlechte Gewissen“.

Für Jonas war diese Erfahrung sehr aufregend: „Das war das erste Mal, dass ich so etwas höre. Mit Waffen oder so, dass hab ich hier schon 100 Mal mitbekommen, aber Granaten – das war etwas Neues. Aber gut, dass er die Polizei gerufen hat, die meisten Väter hätten versucht, es selbst zu entschärfen.“

Hartz und herzlich: Dagmar kann dem Granateneinsatz etwas Positives abgewinnen

Dagmar fühlt sich für den Großeinsatz mitverantwortlich, da sie Elvis dazu geraten hat, die Polizei zu rufen. „Da war ja der Kampfmittelräumdienst, eine Hundestaffel und so viele Polizisten, wie ich sie noch nie in meinem Leben auf einem Haufen gesehen habe.“ Trotzdem kann sie dem etwas Positives abgewinnen: „Aber es waren schnuckelige Polizisten – das muss man schon sagen.“ (kp)

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