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Dschungelcamp: Harald Glööckler spricht über Horror-Kindheit – „Einziger Zombiefilm“

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Von: Peter Kiefer

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Südafrika – Designer und Stil-Ikone Harald Glööckler weint im Dschungelcamp bitterlich wegen seinem Mann und seiner Kindheit – und verrät den wahren Grund für seine Teilnahme:

Mensch, Harald! So offen und ehrlich hat Harald Glööckler wohl noch nie über seine schreckliche Kindheit und seinen kranken Ehemann gesprochen. Der sonst so schrille und extrovertierte Paradiesvogel hat an Tag 2 im Dschungelcamp alle Masken fallen lassen und hemmungslos geweint.

Denn bei Kult-Designer Glööckler sind im Vier-Augen-Gespräch mit Tina Ruland (55) am Lagerfeuer alle Dämme gebrochen. Dabei hat die mitfühlende Schauspielerin („Manta, Manta“) den nachdenklichen und bedröppelt dreinschauenden Glööckler eigentlich zunächst nur gefragt: „Machst Du dir Sorgen?“ Doch dann sprudelt es bezüglich seines Ehemanns Dieter Schroth (73) nur so aus Glööckler heraus, als hätte man ein Fass angestochen.

Show\t\tIch bin ein Star – Holt mich hier raus!
SenderRTL
Erstausstrahlung9. Januar 2004
Staffeln15
Jahre2004, 2008–2009, seit 2011 (Corona-Pause 2021)
ModeratorenDirk Bach (†/Staffel 1-6), Sonja Zietlow (seit Staffel 1), Daniel Hartwich (seit Staffel 7)
SendetermineTäglich um 22:15 Uhr (nur am 27. Jan. und 3. Feb. um 20:15 Uhr)

Übrigens: In unserem MANNHEIM24-Ticker kannst Du live mitverfolgen, wie sich Harald Glööckler am Sonntag am 3. Tag im Dschungelcamp schlägt.

Dschungelcamp: Harald Glööckler – „Mein Mann gehört zu den Männern, die...“

Obwohl Glööckler das, was er auf dem Herzen, Ruland nur zuflüstert, kommt es einem öffentlichen Aufschrei vor insgesamt 4,05 Millionen Trash-TV-Fans (Marktanteil 20,4 Prozent) live bei RTL gleich: „Mein Mann gehört zu den Männern, die über 70 geworden sind, 73, und die gegooglet haben, dass Männer mit 76 sterben. Und seither ist er krank, immer krank. Und wenn du natürlich immer so denkst, wirst du immer kränker. Er spritzt Insulin, isst Eis, isst viel süß. Er bewegt sich nicht, wird natürlich immer dicker. Hat Depressionen.“

Tina Ruland zeigt sich mehr als überrascht, dass sich Glööckler nach nur so kurzer Zeit des Kennens sich ihr gegenüber derart öffnet. Und sie findet das toll! Doch wie reagiert Harald Glööcklers Ehemann auf die klaren Worte am Lagerfeuer?

Modedesigner Harald Glööckler und sein Partner Dieter Schroth sitzen mit ihrem Papillon-Hündchen Billy King in ihrem 1.400 Quadratmeter großen Penthouse in Berlin-Mitte.
Modedesigner Harald Glööckler und sein Partner Dieter Schroth sitzen mit ihrem Papillon-Hündchen Billy King. (Archivfoto) © Jens Kalaene/picture alliance/dpa

Glööckler weiter: „Und das ist halt schwierig, wenn man weiß, dass jemand in so einem schwierigen Zustand ist, in einem labilen Zustand. Wenn du erlebst, dass ein Mann, mit dem du so lange zusammenlebst, sich auch so gar nicht motivieren lässt.“

Dschungelcamp: Harald Glööckler in Tränen aufgelöst

Einmal im Redefluss, ist der 56-jährige Wahl-Pfälzer nicht mehr zu bremsen: „Das Schlimme ist, es zieht einen auch selbst runter, wenn jemand immer nur noch negativ ist. Er ist nur noch negativ. Alle Leute sind Betrüger. Und ich soll mich auch mit niemand treffen, auch nicht mehr aus dem Haus gehen. Er hat sich so verändert, er ist in einer Dauerschleife – und das ist richtig toxisch.“

„Was bedeutet eine Beziehung, die man 35 Jahre führt? Das ist schwer zu sagen. Das sind zwei Drittel des Lebens. Man ist zusammengewachsen. Das ist eine sehr intensive Beziehung. Und es ist natürlich auch so, dass man dann auch noch mehr mitfühlt und mitleidet, wenn irgendwas ist“, erklärt Glööckler später im Sprechzimmer – dem sogenannten Dschungel-Telefon.

Harald Glööckler schüttet Tina Ruland am Lagerfeuer im Dschungelcamp sein Herz aus.
Harald Glööckler schüttet Tina Ruland am Lagerfeuer im Dschungelcamp sein Herz aus. © RTL

Und fährt fort: „Vor 35 Jahren war ich ein ganz anderer Mensch und er ein ganz anderer Mensch – sowohl äußerlich als auch innerlich. Man ist einen ganz weiten Weg gemeinsam gegangen und der funktioniert nur, wenn man immer wieder aufeinander eingeht.“

Dschungelcamp: Harald Glööckler verrät wahren Grund für IBES-Teilnahme

„Ich bin halt eine extrem, extrem loyale und treue Seele. Ich mache immer ganz ganz lange mit. Aber irgendwann musst du dir auch die Frage stelle... die Uhr tickt halt auch“, sinniert Glööckler. „Ich habe nach außen immer die Form gewahrt. Ich werde auch nie jemand sein, der mit Dreck schmeißt oder sowas. Das ist nicht mein Ding, das ist nicht mein Stil. Es ist natürlich schwierig, wenn man einen Schmetterling Zuhause findet und den dann einsperrt. Und irgendwann geht der Schmetterling ein...“

Ruland Einschätzung, die Dschungelcamp-Teilnahme sei für Glööckler wie eine Pause, kann er nur bejahen: „Das war überhaupt der Grund vor einem Jahr, warum ich zugesagt habe für hier. Weil ich gesagt habe, ich muss einen Break haben, ich muss was Radikales finden, um mir klar zu werden über Dinge.“

„Für mich ist es hier ein Reset – ein Punkt raus zu kommen. Um wirklich mal Zeit zu haben, um mich mal um mich und mein Inneres zu kümmern. Wenn sich bei mir was löst, was verändert, dann verändert sich auch bei ihm was und löst sich was.“ Dann wahrt Glööckler wieder die Contenance und lächelt tapfer: „Ich bin ein starker Junge!“

Harald Glööckler: Meine Kindheit war wie ein Zombiefilm

Nach Daniel Hartwichs Anmoderation des Märchens „Harald Glööckler – vom schrillen Mode-Designer zum tapferen Schneiderlein“ offenbart der im schwäbischen Maulbronn geborene Glööckler das dunkelste Kapitel seines Lebens: seine Horror-Kindheit!

Doch dann schildert Glööckler Details aus seiner Kindheit, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen: „Es ist schön, immer nur das das Schöne im Leben zu sehen, aber es gibt eben nicht nur das Schöne – es gibt auch das andere. Meine ganze Kindheit war eigentlich ein einziges Trauma! Mein Vater war Metzger und er war gewalttätig. Und ich versuche immer wieder, eine Sekunde zu finden, wo ich als Kind nicht Angst hatte, wenn ich in einen Raum oder nach Hause komme, ohne dass die Mutter blutend am Boden liegt oder vielleicht sogar tot ist. Also Bilder, wo der Vater mit Messer oder Spalter hinter der Mutter her rennt. Das ist natürlich schrecklich, dass ist ein einziger Zombiefilm.“

Harald Glööckler kann seine Emotionen nicht länger unterdrücken und weint im Dschungel-Telefon bitterlich.
Harald Glööckler kann seine Emotionen nicht länger unterdrücken und weint im Dschungel-Telefon bitterlich. © RTL

„Und als ich dann 13 war, kam meine Mutter dann bei so einer Attacke um – sie ist ihren inneren Blutungen erlegen. Und dann guckst du zurück und es sind nur Scherben da. Diese ganze Kindheit ist ein Scherbenhaufen - und das ist schrecklich. Dann musst du beginnen, dich davon zu lösen. Und das ging eigentlich nur übers Wegschieben, das man dann sagt: Ich mach jetzt hier ‘nen Deckel drauf.“

Harald Glööckler: Darum ist das Dschungelcamp für ihn „wie eine Kur“

Dann sei jedoch irgendwann der Moment bei ihm gekommen, wo er sich dachte „nein, das geht so nicht. Du musst jetzt diese Kindheit verarbeiten“. Deshalb findet es Glööckler auch so großartig, dass er sich dieser schwierigen Situation in seinem Leben bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ stellt. Und „seine Dämonen“ auspackt, wie er es mit tränenerstickter Stimme kämpferisch sagt, die „so lange unter Verschluss waren“.

Deshalb ist er froh darüber, dies im Dschungelcamp aufarbeiten zu können. „Was ich hier jetzt weine, sind eigentlich Freudentränen, weil sich das alles löst jetzt gerade.“ Und scherzt: „Das ist für mich wie ein Kur hier... ein Detox für Körper und Seele.“ Und diese „Kur“ sei Harald Glööckler gegönnt, wenn sich die Last auf seinem Gemüt dadurch verringert. (pek)

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