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Dschungelcamp: „Speisen“ für Ekel-Prüfungen – bestellt RTL im Schlachthaus?

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Von: Fabienne Schimbeno

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Die Ekel-Prüfungen im RTL-Dschungelcamp haben mittlerweile Kult-Status erreicht. Aber woher bekommt der Sender eigentlich Kudu-Penis, Impala-Lunge und Schafsauge?

Seit dem 21. Januar 2022 läuft die 15. Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ täglich auf RTL. Bereits in wenigen Tagen, am Samstag, den 5. Februar 2022, findet das große Finale im Dschungelcamp statt und es entscheidet sich, wer König oder Königin des Dschungels wird. Bis dahin müssen die Dschungelcamp-Kandidaten aber noch die ein oder andere Dschungelprüfung absolvieren. Sehr beliebt bei den Zuschauern sind dabei die sogenannten Ekel-Prüfungen, die bereits seit Staffel 1 fester Bestandteil der Sendung sind. Damals mussten bereits Promis wie Kabarettistin Lisa Fitz (70) dran glauben.

Ziel dieser Dschungelprüfungen ist es, innerhalb eines bestimmten Zeitfensters Innereien, Körperflüssigkeiten oder was man sich sonst noch so Ekliges vorstellen kann zu kauen und runterzuschlucken und so Sterne für eine deutlich schmackhaftere Essensration im Camp zu sammeln. Die wichtigste Regel dabei: Wer bricht, verliert alle Sterne!

Dschungelcamp: „Speisen“ für Ekel-Prüfungen – bestellt RTL im Schlachthaus?

Auch in diesem Jahr werden den Promis gleich zu Beginn der neuen IBES-Staffel ekelerregende Speisen serviert. Fan-Liebling Harald Glööckler (56) zeigte sich hier besonders geschickt und auch Ex-„Prince Charming“-Kandidat Manuel Flickinger (33) konnte an Tag 9 im Dschungel bei seiner Ekel-Prüfung glänzen und gemeinsam mit Teilnehmer Filip Pavlovic (27) ganze 7 Sterne fürs Camp holen! Unterdessen ist Tina Ruland ständig für Dschungelprüfungen gesperrt. Über den Grund dafür berichtet tz.de.*

Aber wie kommt RTL eigentlich an sein Ekel-Essen? Wer bietet solch außergewöhnliche Speisen an? Die BILD-Zeitung will jetzt das Schlachthaus, das RTL mit der Ekel-Kost versorgt, ausfindig gemacht haben – und das soll gerade mal 20 Kilometer vom Dschungelcamp entfernt sein:

SendungIch bin ein Star - Holt mich hier raus!
SenderRTL
Erstausstrahlung9. Januar 2004
Staffeln15
Jahre2004, 2008–2009, seit 2011
ModeratorenDirk Bach (†/Staffel 1-6), Sonja Zietlow (seit Staffel 1), Daniel Hartwich (seit Staffel 7)
SendetermineTäglich um 22.15 Uhr (außer Donnerstag, der 3. Februar: 20.15 Uhr)

Dschungelcamp: „Direkt aus unserer Schlachterei“ – Hier kauft RTL für die Ekel-Prüfungen ein

„Jegliches Fleisch, was auf den Tellern der Promis liegt, kommt direkt aus unserer Schlachterei“, so „Butcher Shop“-Inhaber Gerrit van Niekerk (32) gegenüber der BILD-Zeitung. Die Fleischerei befindet sich an einer Tankstelle rund 20 Kilometer entfernt vom Dschungelcamp in Südafrika. Ein unscheinbarer Laden, wie die BILD ihn beschreibt. Dennoch der Laden des Vertrauens, wenn es darum geht, tierische Innereien und Gliedmaßen für das RTL-Dschungelcamp zu ordern.

„Sie hatten SO verrückte Sachen bestellt“, sagt Niekerk der BILD am Montag (31. Januar). Von Augen über Zungen bis hin zu Lungen – Bestellungen zu Geschlechtsteilen seien einer Dame der Produktionsfirma bei der Beschreibung sogar schon peinlich gewesen, so Niekerk. Fleisch im Wert von 4.000 bis 5.000 Euro soll RTL noch vor Beginn der aktuellen IBES-Staffel bestellt haben. Manche Tiere hätte der Sender sogar im Ganzen gewollt: „Ich hätte das alles niemals essen wollen. Aber die Qualität ist trotzdem bei allem natürlich nur die beste gewesen“, erklärt „Butcher Shop“-Inhaber Gerrit van Niekerk. Übrigens: In unserem Ticker kannst du mitverfolgen, wie sich Fan-Liebling Harald Glööckler an Tag 11 im Dschungelcamp schlägt.

Dschungelcamp: Ekel-Kost in Südafrika eine Spezialität? „In Südafrika isst man tatsächlich...“

Rund 80.000 Zar, also circa 4.600 Euro soll RTL am Ende bezahlt haben. Allerdings sollen nicht alle Bestellungen möglich gewesen sein: So hätte es diverse Herausforderungen gegeben. „Zum Beispiel wurden zehn Büffel-Köpfe bestellt“, erklärt Niekerk. Das wäre sehr schwierig gewesen, da es sich beim Büffel um ein beliebtes Jagdtier handle, bei dem der Preis sehr hoch liege. „Man zahlt über 5.000 Euro pro Tier!“, sagt Niekerk der BILD. „Aber ein Freund von mir konnte wenigstens einige besorgen“.

In Südafrika sollen Innereien und andere tierische Organe tatsächlich eine Spezialität sein: „In Südafrika isst man tatsächlich einige dieser Dinge in manchen Kulturkreisen seit Hunderten von Jahren“, bestätigt „Butcher-Shop“-Chef Gerrit van Niekerk. Man müsse sie einfach gut vorbereiten und gut putzen: „Wenn die Augen zum Beispiel gekocht wären, würde ich sie auch essen. Die Gehirne auch“, gesteht Niekerk der BILD. Von Hoden würde der Fleischer allerdings die Finger lassen.

Dschungelcamp: Tierschutzorganisation PETA wirbt für Boykott von Dschungelprüfungen mit Tieren

Die Tierschutzorganisation PETA setzt sich seit Jahren für den Boykott von Dschungelprüfungen mit Tieren beim RTL-Dschungelcamp ein. In einem aktuellen Beitrag schreibt die Organisation: „Seit 15 Jahren läuft das Dschungelcamp auf RTL, wobei nicht nur die Aussagen der teilnehmenden Prominenten immer wieder für mediale Aufmerksamkeit gesorgt haben, sondern auch die Dschungelprüfungen, die oft auf der Ausbeutung und dem Leid von Tieren basieren“.

Bereits 2021 habe PETA Anzeige gegen die Verantwortlichen der Produktionsfirma erstattet, nachdem bei einer Dschungelprüfung eine Echse regungslos in einem Wassertank mit dem Bauch nach oben auf der Oberfläche trieb. Bestimmte Tierarten würden seit Jahren von RTL als „Ekelfaktor“ missbraucht und nicht als fühlendes Lebewesen dargestellt werden. In den vergangenen Staffeln seien Insekten bei lebendigem Leib verspeist worden, seit 2020 sei dies zumindest nicht mehr der Fall.

„Der Verzehr von Körperteilen und -flüssigkeiten im Rahmen einer Prüfung ist unweigerlich mit großem Tierleid und dem Tod von Tieren verbunden“, so PETA in ihrem Beitrag vom 28. Januar. Außerdem seien Tiere kein Objekt, das zur Belustigung der Zuschauer dient. Rezipienten würden durch eine derartige Darstellung abgestumpft und desensibilisiert im Umgang mit Tieren werden. Die Tierschutzorganisation PETA appelliert daher an alle Kandidaten und Zuschauer, sich gegen den Missbrauch von Tieren beim RTL-Dschungelcamp einzusetzen. (fas) *MANNHEIM24 und tz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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