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„Beten und meditieren seit Jahren zusammen“: Harald Glööckler trauert um Papst Benedikt XVI

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Von: Daniel Hagen

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An Silvester ist der emeritierte Papst Benedikt XVI gestorben. Über Instagram trauert Harald Glööckler um das einstige Oberhaupt der katholischen Kirche – und erntet Kritik.

Die Welt trauert derzeit um Benedikt XVI. Der emeritierte Papst ist am 31. Dezember nach langer Krankheit gestorben. Zu den Trauernden gehört auch Harald Glööckler, der dem verstorbenen Kirchenoberhaupt einen Instagram-Post widmet. Beide haben sogar eine gemeinsame Vergangenheit. Manchen Fans stößt die Beileidsbekundung jedoch sauer auf, weshalb sie in den Kommentaren ihrem Ärger Luft machen. Worum es genau geht und was Glööckler mit dem Papst gemeinsam hat:

Harald Glööckler trauert um emeritierten Papst Benedikt XVI

„Benedikt XVI R.I.P“, schreibt Harald Glööckler auf Instagram. Der Modeguru trauert um den kürzlich verstorbenen ehemaligen Papst, der mit bürgerlichem Namen Joseph Ratzinger hieß. Denn was viele gar nicht wissen: obwohl der 57-Jährige aus der Kirche ausgetreten ist, ist er bis heute gläubig. „Die Kirche hat die beste Botschaft der Welt und könnte unzähligen Menschen Halt und Hoffnung bieten – sie müsste sich nur endlich besser verkaufen“, heißt es in der Beschreibung zu Glööcklers Buch „Kirche, öffne dich!“

Bereits als Kind in Maulbronn (Baden-Württemberg) sei dem 57-Jährigen beim Anblick von Jesus am Kreuz schlecht geworden. Vor allem kritisiert der offen homosexuell lebende Glööckler in seinem Buch die Einstellung der Kirche zur Homosexualität. „Wenn eine mächtige Institution signalisiert, dass eine Lebensart nicht akzeptabel oder sogar krankhaft ist, schürt sie Verurteilungen“, schreibt der Modeschöpfer.

Trauer um Benedikt XVI: Harald Glööckler und emeritierter Papst sind gemeinsam in einem Buch

Trotzdem findet der Modedesigner in seinem Post nur nette Worte für Benedikt XVI. Das könnte auch an der gemeinsamen Geschichte der beiden Männer liegen. Dabei geht es jedoch nicht um ein gemeinsames Treffen, sondern ein Buch. Das Werk heißt „Über Schreibtische“ und zeigt Fotos von berühmten Menschen, die – man hätte es ahnen können – an Schreibtischen sitzen. Auch Benedikt XVI und Harald Glöckler sind in dem Buch verewigt – und zwar direkt nebeneinander.

„Wir sind zusammen in einem Buch auf einer Seite betend meditierend abgedruckt. Wenn man so will, beten und meditieren wir seit Jahren zusammen“, sagt Harald Glööckler. Der emeritierte Papst Benedikt XVI sei ihm daher seit vielen Jahren „gegenwärtig“. Der Modeschöpfer ist vor kurzem übrigens zum Ritter geschlagen worden.

Emeritierter Papst Benedikt XVI. gestorben
Harald Glööckler trauert um Benedikt XVI. (Symbolbild) © Annette Riedl/dpa

Nach Trauer um Benedikt XVI: Harald Glööckler erntet Kritik

Von vielen Fans wird Glööckler für den Instagram-Post jedoch kritisiert. „Ich weine ihm keine Tränen nach ich bete für die vielen Kinder und Jugendlichen, die durch den Missbrauch der katholischen Kirche niemals ihren Seelenfrieden finden werden“, schreibt zum Beispiel eine Userin. Eine andere Person hofft sogar, dass Benedikt XVI im Nachleben für „seine Sünden“ gerade stehen müsse.

Bei der Veröffentlichung seines Buches „Kirche, öffne dich!“ im Jahr 2018 mahnte Harald Glööckler auch diese Fälle an. „Der Heiligenschein, der die Priester umgibt, gehört dringend demontiert“, sagt der 57-Jährige damals. Er könne zudem nachvollziehen, wie die Opfer sich fühlten. (dh)

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