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Bares für Rares (ZDF): Lehrer hofft auf 50 Euro – und geht reich nach Hause

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Von: Daniel Hagen

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„Bares für Rares“ - Ein Lehrer aus Nürnberg verkauft ein altes Papiertheater und ahnt nicht, was für einen Schatz er dabei hat. Am Ende werden alle seine Erwartungen übertroffen.

Großes Theater bei „Bares für Rares“ im ZDF! Immer mal wieder passiert es, dass ein Verkäufer Trödel dabei hat, der sich als wahres Schmuckstück herausstellt und Rekordpreise erzielt. Das ist in der Folge vom 15. Dezember ebenfalls passiert. Der Lehrer Johannes Krapf aus Nürnberg reist mit einem Fund aus dem Nachlass der Großeltern an und sorgt mit seiner Schätzung beim Kunsthändler Sven Deutschmanek für Fassungslosigkeit. Selbst Moderator Horst Lichter ist überrascht, als die wahre Schätzung genannt wird. Doch wie immer stellt sich die Frage, ob die Händler bereit sind, auch so viel Geld auszugeben.

„Bares für Rares“ gehört zu den beliebtesten Sendungen des Landes. Die Mischung aus dem freundlichen Moderator, dem ehrlichen Umgang mit den Verkäufern und dem Lerneffekt durch die Ausführungen lockt seit 2013 Millionen Menschen vor den Bildschirm – oder auch auf YouTube, wo die Folgen ebenfalls zu finden sind. Besonders interessant sind die Schätzungen der Kunsthändler vor dem Einlass in den Händlerraum. Denn dort offenbart sich meist, ob es sich um Kunst oder Krempel handelt.

SendungBares für Rares
SenderZDF
Erstausstrahlung3. August 2013
ModeratorHorst Lichter

„Bares für Rares“: Wunschpreis macht Händler fassungslos

Auch Johannes Krapf muss sein Papiertheater erst von Sven Deutschmanek begutachten lassen und weiß gar nicht so richtig, was genau er dabei hat. Daher setzt der Lehrer aus Nürnberg seine Erwartungen auch ganz niedrig an und nennt einen Verkaufspreis von 50 Euro. „Ist das ernst gemeint?“, fragt Deutschmanek daraufhin fassungslos. Nach seiner Einschätzung sei das Theater mit Holzboden bereits zwischen 600 und 800 Euro wert – mit allem drum und dran sogar 1.400 bis 1.800 Euro! Da kommt Krapf aus dem Staunen nicht mehr heraus. Gestaunt haben auch Stephanie Huber und ihre Mutter Cosima Birk aus Rülzheim, als sie für ein Kreuz die Rekordsumme von 42.000 Euro erhalten haben.

Doch was macht das Stück so wertvoll? Und was ist ein Papiertheater eigentlich? Diese Fragen beantwortet Sven Deutschmanek noch vor seiner Preiseinschätzung. Die Ära dieser Theater für Kinder liegt zwischen dem Anfang des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Eltern und Kinder konnten damit die Theaterstücke mit kleinen Figuren in den eigenen vier Wänden nachspielen. Dafür hat unter anderem der Esslinger Schreiber Verlag eigene Hefte herausgebracht. Mit dem Aufkommen von Radio und Rundfunk endete die Zeit der Papiertheater aber.

„Bares für Rares“: Papiertheater für Mega-Preis verkauft

Gerade das macht es für Sammler aber so wertvoll. Zwar lässt sich nicht feststellen, wer das Theater hergestellt hat, der Kunsthändler vermutet aber, dass es um das Jahr 1900 gebaut worden ist. In Stuttgart habe man damals so ein Spielzeug für 13 Reichsmark erhalten – zumindest die Bühne. Der Rest musste einzeln gekauft werden. Johannes Krapf hat zudem das Glück, dass der Erhaltungszustand des Sets „sensationell“ sei. Damit könne sich der 44-Jährige laut Horst Lichter auf ein „Bietergefecht“ freuen.

Und so kommt es dann auch. Nachdem sich alle Händler „hellauf begeistert“ zeigen, steigt Christian Vechtel sofort mit 500 Euro ein. Innerhalb einer Minute schaukeln sich die Käufer in den vierstelligen Bereich hoch und landen bei 1.600 Euro von Julian Schmitz-Avila! Verkäufer Krapf zeigt die ganze Zeit sein Pokerface und traut sich erst wieder zu lächeln, als der Deal steht. Am Ende verlässt er „Bares für Rares“ mit einem vielfachem von dem, was er sich erträumt hat. Genau das Gegenteil ist einer Studentin aus Rheinland-Pfalz passiert, die eine kleine Statue verkaufen will. Obwohl diese selten ist, geht die junge Frau leer aus. (dh)

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