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Attila Hildmann beschimpft „Querdenker“ – die Antwort folgt prompt

Attila Hildmann hetzt in einem neuen Telegram-Post gegen Querdenker. Sie seien nur eine Ablenkung und von der Regierung gesteuert. Doch der Verschwörungsideologe bekommt auch sein Fett ab: 

Eigentlich dachte man, dass sie alle in einem sinkenden Boot sitzen: Attila Hildmann, Bodo Schiffmann, Michael Ballweg und andere Querdenker-Oberhäupter. Doch nun teilen sie sich in zwei Lager auf und hetzen via Telegram gegeneinander. Während der eine aber zur Gewalt aufruft, wollen die anderen nur gegen die Corona-Regeln demonstrieren. Und das führt zu weiteren Spannungen bei den Anti-Corona-Menschen.

PersonAttila Hildmann
Alter22. April 1981 (Alter 39 Jahre)
GeburtsortBerlin

Attila Hildmann: Hetze gegen Querdenker – „Sie halten euch hin und leiten euch fehl“

Attila Hildmann ist seit Beginn der Pandemie ein Verfechter von Brutalität, Gewalt, Rassismus und Antisemitismus. Der Berliner, der sich mittlerweile wegen eines laufenden Verfahrens in der Türkei versteckt hält, hat in der Vergangenheit zum Mord eines Politikers und widerwärtigen Juden-Vergleichen aufgerufen. Ein Dauerfeind des 39-Jährigen ist das „Merkel-Regime“ sowie die Corona-Politik in Deutschland. Immer wieder will er die Hauptstadt stürmen und das „Terror-Regime absetzen“, wie er jüngst in einem Telegram-Post wiederholt. Das Traurige beziehungsweise Erschreckende an der ganzen Hetzerei und Lügerei sind seine rund 118.000 Follower, die solche Ansichten teilen und verbreiten – Darunter auch Xavier Naidoo. Der Sänger hat sich vor kurzem zu der Flucht seines Kumpels in die Türkei geäußert.

Am Dienstagvormittag (30. März) verfasst Attila Hildmann einen weiteren Post, der sich aber dieses Mal an sämtliche Querdenker richtet. Er schreibt: „Querdenken ist Teil des Merkel-Regimes! Verschwendet keine Zeit, Geld und Energie mehr! Querdenken ist der Feind! Sie halten euch hin und leiten euch fehl! Sobald Ausgangssperre kommt muss das ganze Volk nach Berlin.“ In einer weiteren wirren Nachricht hetzt der Berliner gegen den Querdenker-Chef Michael Ballweg. Darin beschimpft er ihn als „kontrolliert“ und Teil des Regimes. Außerdem spricht er noch von der Rothschild-Theorie und weiteren haltlosen Verschwörungsmythen. Attila Hildmann wirft der Querdenker-Bewegung also vor, bei ihren Protesten bloß zu tanzen, um von der eigentlichen „Wahrheit“ abzulenken. Dass es hierfür natürlich keinerlei Beweise gibt, ist wohl selbsterklärend. Zudem wirft Hildmann dem Querdenker-Chef vor, ein Freimaurer und von den Juden kontrolliert zu sein – genau wie Greta Thunberg.

Attila Hildmann hetzt gegen Querdenker – Doch die holen ebenfalls zum Schlag aus

Die Hetze von Attila Hildmann wird binnen weniger Stunden von der Querdenker-Fraktion kommentiert. Bodo Schiffmann teilt auf seinem Telegram-Kanal einen Post von Michael Ballweg. Darin heißt es, dass sämtliche Telegram-Nutzer Attila Hildmann entfolgen sollen. In einer Sprachnachricht sagt Ballweg außerdem, dass Attila Hildmann nun schon seit Wochen untragbare Meldungen raushaue. „Wir sind Demokraten. Wir sind eine friedliche Bewegung in der Extremismus, Gewalt, Antisemitismus und menschenverachtendes Gedankengut keinen Platz hat“, so Ballweg. Dass die Corona-Demos allerdings nicht nur friedlich ablaufen, zeigen Krawall-Proteste in Kassel und Stuttgart.

Attila Hildmann freut sich über die jüngste Gewalt bei Protesten gegen die Coronavirus-Maßnahmen.

Für Ballweg steht fest: Corona sei eine Inszenierung der Superreichen, „welcher Glaubensgemeinschaft diese Menschen angehören, ist für mich dabei nicht relevant und noch absurder ist Deine offen antisemitische Haltung.“ Auch hierfür gibt es keine fundierten und belegten Beweise.

In der Sprachnachricht redet Michael Ballweg weiterhin Attila Hildmann direkt an: „Die kleinen Demos, die Du in Berlin veranstaltet hast – Welche weltbewegenden Ereignisse haben die denn wieder ausgelöst? Jetzt herumbrüllen und hetzen auf Deinem Telegram-Kanal bringt wirklich niemanden weiter“, heißt es weiter. Kurz darauf schweift Ballweg ab und spricht über Trump, Liebe und eine Leitfigur. Abschließend sagt er nur noch: „Am Ende wünsche ich mir, dass Du wieder Deine Mitte findest“ – fraglich ob Attila Hildmann aber jemals aus seiner rechten Ecke herausfindet. (jol)

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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