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Aktenzeichen XY: Familienvater durch Haustür erschossen – Unglaubliche Wendung vor Gericht

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Von: Katja Becher

„Aktenzeichen XY“: In einer Sondersendung blickt Rudi Cerne auf drei spektakuläre Kriminalfälle zurück – darunter der des ermordeten Familienvaters Jürgen Volke aus Hanau:

Bei „Aktenzeichen XY“ bekommen die Zuschauer normalerweise ungelöste Kriminalfälle präsentiert – in der Hoffnung, dass wichtige Zeugen den Ermittlern bei der Aufklären der schlimmsten Verbrechen weiterhelfen können. In der Sondersendung „Aktenzeichen XY...Gelöst“ am Mittwoch (30. Juni) erhalten Fans der ZDF-Show jedoch einen ganz anderen Blickwinkel: In drei Fällen wird gezeigt, wie die Ermittler den Mördern auf die Spur kamen – und welche kriminalistischen Kniffe und Tricke sie dafür anwenden mussten. Zu den Fällen der Sondersendung gehört auch der Mord an Familienvater Jürgen Volke, der an seiner eigenen Haustür mit vier Kugeln getötet wurde. So konnten die Ermittler im hessischen Hanau den Fall lösen:

SendungAktenzeichen XY...ungelöst
SenderZDF
Erstausstrahlung20. Oktober 1967
ModeratorRudi Cerne

„Aktenzeichen XY“: Sondersendung zeigt Mordfall Jürgen Volke – Familienvater mit vier Kugeln getötet

Familienvater Jürgen Volke (53) lebt mit seiner Frau und vier Kinden in einem Reihenhaus in Hanau. Am 7. September 2013 klingelt es um 23:30 Uhr an seiner Tür. Noch bevor der 53-Jährige die Glastür öffnen kann, treffen ihn vier Kugeln. Nach dem Mord an Jürgen Volke gerät sein Schwager Lutz-Wilhelm H. unter Tatverdacht – doch der passionierte Jäger wird mangels Beweisen entlassen. Am 6. August 2014 zeigt „Aktenzeichen XY“ den Fall der Polizei Hanau, die zusammen mit der österreichischen Polizei ein Ermittlerteam auf den Schwager und seine Lebensgefährtin angesetzt hatte – mit großen Erfolg. Nach umfangreichen Abhör-Maßnahmen und dem Auftauchen einer Tatwaffe, reicht es schließlich im April 2016 für eine Festnahme von Lutz-Wilhelm H.

„Aktenzeichen XY“: Mordfall Jürgen Volke – irre Wendung und Festnahme im Gerichtssaal

Der Prozess gegen den Schwager des ermordeten Jürgen Volke beginnt im Dezember 2018. Seine Lebensgefährtin tritt als Zeugin auf – gibt dem Angeklagten ein Alibi und verstrickt sich dabei in Ungereimtheiten. Die 33-Jährige wird noch im Gerichtsaal verhaftet. In mühsamer Kleinarbeit werten die Ermittler die Spuren aus und kommen zum Schluss, dass die Frau gelogen hat, als sie behauptete, niemals in Hanau gewesen zu sein. Tatsächlich war sie am Tatabend im Haus – der Prozess beginnt erneut.

Szenen aus dem Gerichtssaal in Hanau (Archivfoto 2017)
Szenen aus dem Gerichtssaal in Hanau (Archivfoto 2017) © Jörn Perske/dpa

Das Mammutverfahren im Mordfall Jürgen Volke endet genau 5 Jahre nach der Tat. Das Urteil: Lebenslange Haft wegen Mordes für die Lebensgefährtin Banu D., 9 Jahre Haft wegen Beihilfe zum Totschlag für den Schwager des Opfers Lutz-Wilhelm H. Das Urteil ist rechtskräftig – eine Revision wird verworfen.

„Aktenzeichen XY...Gelöst“: Rudi Cerne und Lydia Benecke präsentieren zwei weitere Fälle

In der Sondersendung von „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch (20:15 Uhr) geht es außerdem um den Fall Georgine Krüger. Die 14-Jährige verschwand am 25. September 2006 auf dem Weg von der Schule nach Hause zunächst spurlos. Verdeckten Ermittlern gelang es schließlich in einer aufwendigen Aktion, dem Mörder des Mädchens ein Gedächtnis zu entlocken. Der dritte Fall in der Sondersendung „Aktenzeichen XY...Gelöst“ ist der eines Verbrechens, das von Polizei und Staatsanwaltschaft in letzter Sekunde aufgeklärt wurde: Der Mord an Konditormeister Konrad Hahn im Jahr 2005 in München. Die drei spektakulären Fälle werden auch diesmal wieder von Moderator Rudi Cerne präsentiert, der gemeinsam mit Kriminalpsychologin und Autorin Lydia Benecke spannende Einblicke in die Ermittlungsarbeit und in die Psyche der Täter geben wird. (kab/pm)

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