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Aktenzeichen XY: Der tote Konditor – Leiche in Italien aufgetaucht

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Von: Katja Becher

Am Mittwoch (30. Juni) geht es in einem Special von „Aktenzeichen XY“ um drei spektakuläre gelöste Mordfälle. Einer davon ist der von Konditormeister Konrad Hahn:

Konditormeister Konrad Hahn will seinen Ruhestand in einer Doppelhaushälfte in München genießen – doch kurz nach Neujahr 2005 verschwindet der zweifache Vater spurlos. Die Familie des 68-Jährigen geht zur Polizei, die bei einer Routine-Untersuchung winzige Spuren von Blut auf der Matratze des Vermissten findet. Schnell wird aus dem rätselhaften Vermisstenfall eine spektakuläre Mordermittlung. Der Fall des getöteten Konditormeisters ist einer von drei Kriminalfällen, die in einer Spezialsendung von „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch (30. Juni) den Zuschauern präsentiert werden. Bei „Aktenzeichen XY...Gelöst“ geht es diesmal um bereits aufgeklärte Mordfälle. Rudi Cerne berichtet gemeinsam mit Kriminalpsychologin Lydia Benecke, wie die Ermittler den Mördern auf die Spur kamen.

SendungAktenzeichen XY...ungelöst
SenderZDF
Erstausstrahlung20. Oktober 1967
ModeratorRudi Cerne

Aktenzeichen XY: Fall Konrad Hahn – aus einem Vermisstenfall wird ein Mordfall

Rund vier Jahre nach dem Verschwinden von Konditor Konrad Hahn aus München wurde sein Mörder Jörg N. im Jahr 2009 zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch wie kamen die Ermittler dem Mann auf die Spur? Der Fall Konrad Hahn begann zunächst als vermeintlich gewöhnlicher Vermisstenfall. Doch schnell wurde klar, dass dem 68-Jährigen etwas Schlimmes zugestoßen sein musste. Neben den Blutspuren auf seiner Matratze stellten die Ermittler nach seinem Verschwinden fest, dass mehrere tausend Euro aus einer Schatulle von Konrad Hahn fehlten. Als ein Leichenspürhund in der Doppelhaushälfte anschlug und die Ermittler weitere Blutspuren entdeckten wurden wurde der Vermisstenfall zum Mordfall.

Der Fall des getöteten Konditormeisters Konrad Hahn bei „Aktenzeichen XY...Gelöst“ (Fotomontage)
Der Fall des getöteten Konditormeisters Konrad Hahn bei „Aktenzeichen XY...Gelöst“ (Fotomontage) © ZDF/Polizei/dpa/Montage

Auf die Spur von Jörg N. kamen die Ermittler schließlich durch einen Blick auf Konrad Hahns Konten. Ein Sachbearbeiter hatte die Überweisung von 2.000 Euro auf das Konto einer Frau bemerkt, die sich in Widersprüche verstrickte. Ihr ehemaliger Lebensgefährte war ein vorbestrafter Serientäter – und lebte im Jahr zuvor bei Konrad Hahn zur Untermiete.

Aktenzeichen XY: Mord an Konditormeister in München – Angeklagter führte Ermittler zur Leiche

Nach seiner Festnahme im Oktober 2005 gestand Jörg N., den 68-jährigen Konditormeister ermordet zu haben. Nur durch seine Aussagen konnten die Ermittler die Leiche des Opfers finden – an einem Strand in Italien. Das Gericht sah es im Prozess, vier Jahre nach dem Mord an Konrad Hahn als erwiesen an, dass sich Jörg N. mit einem gestohlenen Türschlüssel Zugang zum Haus seines Opfers verschaffte und dieses mit einem Telefonkabel erdrosselte. Nach dem Mord raubte der Täter das Bargeld, zwei Radios und ein Fernglas – und schaffte die Leiche von Konrad Hahn nach Italien. Jörg N., der bereits kurz vor dem Mord 11 Jahre im Gefängnis saß, wird wohl nie wieder frei kommen. Neben seiner lebenslangen Freiheitsstrafe ordnete das Gericht eine Sicherungsverwahrung gegen den damals 56-Jährigen an.

Aktenzeichen XY: Diese Fälle werden außerdem in der Sondersendung behandelt

In der Sondersendung von „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch (20:15 Uhr) geht es außerdem um den Fall Georgine Krüger. Die 14-Jährige verschwand am 25. September 2006 auf dem Weg von der Schule nach Hause zunächst spurlos. Verdeckten Ermittlern gelang es schließlich in einer aufwendigen Aktion, dem Mörder des Mädchens ein Gedächtnis zu entlocken. Der dritte Fall in der Sondersendung „Aktenzeichen XY...Gelöst“ ist der des ermordeten Familienvaters Jürgen Volke, der an seiner eigenen Haustür mit vier Kugeln getötet wurde. Beim Prozess gegen den Mordverdächtigen in Hanau kam es schließlich zu einer irren Wendung – und der Festnahme einer Zeugin. (kab/pm)

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