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Aktenzeichen XY: Georgine K. (†14) – Mit diesem Trick fassten Ermittler den Mörder

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Von: Daniel Hagen

Aktenzeichen XY - In einer Sondersendung wird auch der Fall von Georgine Krüger behandelt. Die Teenagerin wurde vergwaltigt und ermordet. Mit großem Aufwand kann ihr Mörder gefunden werden.

In der neuen Ausgabe von Aktenzeichen XY werden am Mittwoch (30. Juni) erneut mehrere Fälle gezeigt. In diesem Special geht es aber um Verbrechen, die durch langwierige Ermittlungen schlussendlich doch noch gelöst werden können. Einer davon dreht sich um  Georgine „Gina“ Krüger, die bis zu ihrer Ermordung in Berlin lebte. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da die Leiche der 14-Jährigen verschwunden bleibt. Erst viele Jahre später finden die Ermittler den Täter und entlocken ihm mit aufwendiger Arbeit ein Geständnis.

SendungAktenzeichen XY... ungelöst
SenderZDF
Erstausstrahlung20. Oktober 1967
ModeratorRudi Cerne

Aktenzeichen XY: Georgine Krüger aus Berlin verschwindet spurlos

Georgina Krüger ist am 25. September 2006 auf dem Weg von der Schule nach Hause. Gegen 13:40 Uhr steigt die 14-Jährige an der Haltestelle „Perlberger Straße“ in Berlin-Moabit aus einem Bus, um den Rest des Weges zu Fuß zu gehen. Etwa zwei Minuten und wenige hundert Meter trennen die Teenagerin noch von ihrer Wohnungstür – doch sie kommt niemals an!

Zu Hause warten Georgines Mutter, Großmutter und Geschwister voller Sorge auf die Schülerin. Einen Tag später wird eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgegeben. Doch trotz mehrere Suchaktionen fehlt von der 14-Jährigen jede Spur. Der Verbleib von Gina ist ein Rätsel, das die Polizei erst viele Jahre später lösen kann.

Aktenzeichen XY: Polizei ermittelt verdeckt gegen Verdächtigen

Erst im April 2016 kommt wieder richtig Fahrt in die Ermittlungen. Die Ermittler erfahren von einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2012, bei dem Ali K. wegen sexueller Nötigung und Missbrauch zu einem Jahr und 8 Monaten auf Bewährung verurteilt wird, weil er versucht haben soll, eine 17-Jährige im Keller zu vergewaltigen. Die Beamten werden hellhörig – denn der Verurteilte lebt in der Nachbarschaft von Georgina. Sein Handy ist am Tag des Verschwindens sogar im selben Bereich eingeloggt.

Handfeste Beweise gegen Ali K. gibt es allerdings nicht, da es weder eine Leiche noch DNA-Spuren gibt. Der Polizei bleibt also nichts anderes übrig, als sich auf den Verdächtigen zu konzentrieren. Dafür werden drei verdeckte Ermittler eingeschleust, die bei jeder Gelegenheit über Georginas Verschwinden sprechen. In der Zwischenzeit wird der Fall auch bei Aktenzeichen XY behandelt – und zwar in der Sonderfolge „Wo ist mein Kind?“ vom 10. Oktober 2018. Auch in einem Fall aus dem 2020 setzt die Polizei auf außergewöhnliche Methoden.

Aktenzeichen XY: Ali K. wird zu lebenslanger Haft verurteilt

Nicht einmal zwei Monate später kann die Polizei einen Ermittlungserfolg vorweisen. Ali K. gesteht gegenüber einem der verdeckten Ermittler den Mord und die Vergewaltigung von Georgine Krüger und wird am 4. Dezember 2018 verhaftet – 12 Jahre nach der grausamen Tat! In einem Indizienprozess wird der 43-Jährige im März 2020 dann wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Leiche der 14-Jährigen hat Ali K. nach dem Verbrechen einfach im Hausmüll entsorgt.

Nur durch die Hartnäckigkeit der Berliner Polizeibeamten kann der Fall nach so langer Zeit gelöst werden. Im Studio von Aktenzeichen XY werden Rudi Cerne und Kriminalpsychologin Lydia Benecke noch einmal jeden Schritt analysieren und erklären, wie genau der Täter überführt werden konnte. Wohl für immer ungeklärt wird wohl aber ein Fall aus Mannheim bleiben, der die Polizei seit 1965 vor ein Rätsel stellt. (pm/dh)

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