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VW kündigt Neueinstellungen an - Halbleiter-Situation entspannt sich

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Von: Felix Durach

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 Regentropfen sammeln sich auf einem Volkswagen Logo in Wolfsburg.
Der VW-Konzern will bis zu 1500 neue Mitarbeiter im Werk Emden einstellen. © Ole Spata/dpa

VW vermeldet eine erste Entspannung bei der Lieferung von Halbleitern und hat angekündigt, 1500 neue Mitarbeiter im Werk Emden einzustellen.

Emden - Der Volkswagen*-Konzern hat angekündigt, bis zu 1500 neue Mitarbeiter für das VW-Werk in Emden einzustellen. Die zusätzlichen Arbeitskräfte würden benötigt werden, um den Produktionsumstieg von Verbrenner auf Elektroautos weiter voranzutreiben. In dem Werk in Emden soll ab dem Frühjahr 2022 die Produktion des Elektro-Kompakt-SUV ID.4* parallel zu den Verbrenner-Modellen anlaufen.

VW will Produktion von E-Autos anschieben - 1500 neue Mitarbeiter für das Werk Emden

Der Vorsitzende des VW-Betriebsrat in Emden, Manfred Wulff, bestätigte die Meldung bei einem Gespräch der IG Metall am Donnerstag und verwies auf eine Entscheidung des Konzern-Vorstands* am Anfang der Woche. Überraschend kommt die Meldung auch deshalb, weil erst vor wenigen Monaten 145 Zeitarbeiter im Werk Emden mit Verweis auf den weltweiten Mangel an Halbleiter und die damit einhergehenden Produktionsengpässe keine Vertragverlängerung erhalten hatten.

Diese sollen nun die ersten der bis zu 1500 neuen Mitarbeiter sein, die für zwei Jahre wieder eingestellt werden. „Sie werden befristet eingestellt, mit allen Rechten und Pflichten eines VW-Arbeiters und einer VW-Arbeiterin“, so Wulff gegenüber dem NDR mit Verweis auf eine entsprechende Abmachung mit dem Unternehmen. Die Möglichkeit, neben Zeit- und Leiharbeitern auch Beschäftigte aus anderen VW-Werken nach Emden zu versetzten, lies sich der Konzern noch offen. Insgesamt sind etwa 9000 Mitarbeiter in Emden beschäftigt.

VW meldet erste Entspannung bei Halbleiter-Lieferungen - „könnten viel, viel mehr“

Grund für die benötigten Arbeitskräfte ist unter anderem eine Entspannung der Liefersituation von Halbleitern. „Es ist nicht das, was wir brauchen, denn nach wie vor sind die Auftragsbücher rappelvoll. Wir könnten viel, viel mehr“, sagte Wulff. Mit den aktuellen Lieferungen könne das VW-Werk in Emden jedoch ab März wieder ohne Kurzarbeit auskommen. Alleine im Jahr 2021 wurden im Werk 76 Schließtage verzeichnet. Dennoch musste der Volkswagen-Konzern* die Zahl an Autos nach unten korrigieren, die in 2022 in Emden vom Band laufen sollen. 260.000 Fahrzeuge waren ursprünglich geplant. Nun rechnet VW mit 200.000 Autos - 70.000 davon sollen E-Autos sein (fd) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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