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Ukraine kündigt Angriffe „tiefer und tiefer“ in Russland an

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Von: Helena Gries, Nadja Austel, Andreas Apetz

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Russland erleidet im Ukraine-Krieg täglich höhere Verluste. Vor allem die Luftwaffe kämpft mit Problemen. Der Newsticker.

+++ 13.58 Uhr: Nach Angriffen auf Flugfelder in Russland hatte Moskau seine Bombergeschwader in den Westen des Landes verlagert. Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass dies geschehen sei, um die Flugzeuge vor Angriffen aus der Ukraine zu schützen, so der britische Geheimdienst gegenüber dem US-Nachrichtenportal Newsweek. Zwar könnten Ziele im Ukraine-Krieg auch aus weiten Entfernungen noch angeflogen werden, die Belastung für die Maschinen und die Piloten sei aber deutlich höher. Gleichzeitig kündigte der Chef des ukrainischen Geheimdienstes weitere Angriffe in Russland an. Moskau müsse mit Angriffen „tiefer und tiefer im eigenen Land“ rechnen, so  Kyrylo Budanov gegenüber dem US-Sender ABC News.

Russland erleidet Verluste durch Angriffe der ukrainischen Luftwaffe

+++ 10.30 Uhr: Ukrainische Kampfflugzeuge und Hubschrauber haben am Mittwoch vermehrt Einsätze geflogen, um russische Truppen- und Munitionslager zu bekämpfen. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldete dies in seinem morgendlichen Update, wie Ukrinform berichtet.

Ukrainische Soldaten posieren neben einem im Ukraine-Krieg abgeschossenen russischen Militärhubschrauber.
Ukrainische Soldaten posieren neben einem im Ukraine-Krieg abgeschossenen russischen Militärhubschrauber. © Michael Shtekel/dpa

Im Laufe des vergangenen Tages führte demnach die Luftwaffe 20 Angriffe auf „feindliche Verbände“ sowie fünf Angriffe auf die Stellungen russischer Flugabwehrraketensysteme durch. Am Vortag hatten Einheiten der Flugabwehrraketentruppen in östlicher Richtung ein russisches Angriffsflugzeug, einen Angriffshubschrauber und eine Orlan-Drohne zerstört. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russische Verluste: Ukraine startet zahlreiche Angriffe auf feindliche Stellungen

+++ 09:11 Uhr: Wie The Kyiv Independent unter Berufung auf den Generalstab berichtet, ist es den ukrainischen Streitkräften gelungen, in den letzten 24 Stunden 20 Angriffe auf Stellungen der russischen Truppen durchzuführen. Im selben Zeitraum konnten sie zahlreiche russische Angriffe in der Nähe von 16 Siedlungen in den Oblasten Donezk und Luhansk abwehren. 

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – mehr als 800 gefallene Soldaten an einem Tag

+++ 08.20 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat die aktuellen Zahlen der russischen Verluste im Ukraine-Krieg bekannt gegeben. Das russische Militär soll demnach seit Kriegsbeginn rund 109.720 Soldaten verloren haben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen, die russischen Angaben liegen deutlich unter denen der ukrainischen Stellen.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Angriffe auf russisch besetztes Gebiet um Melitopol

Update vom Donnerstag, 5. Januar, 06.45 Uhr: Die von Russland eingesetzten Behörden meldeten für den späten Abend des 4. Januar Detonationen in der besetzten Stadt Melitopol, als auch in den umliegenden Vororten. Das berichtet The Kyiv Independent. Wie ein russischer Verwaltungsangehöriger bestätigte, sei daraufhin die Luftabwehr aktiviert worden, Angaben zu etwaigen Verlusten wurden dabei keine gemacht. Melitopol liegt in der Oblast Saporischschja. 

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: 100 Wagner-Söldner im Krankenhaus

+++ 21.55 Uhr: Laut Angaben des abendlichen Generalstabsberichts der ukrainischen Streitkräfte wurden bei einem ukrainischen Angriff am Vortag (03. Januar) auf das russisch besetzte Tokmak in der Oblast Saporischschja 80 russische Soldaten getötet und verwundet. Differenzierte Informationen dazu, wie viele getötet und wie viele verwundet wurden, gab es nicht. Außerdem würden derzeit mehr als 100 Mitglieder der russischen paramilitärischen Gruppe Wagner in einem Krankenhaus im besetzten Luhansk behandelt, so der Bericht weiter.

Im Ukraine-Krieg erleidet Russland Verluste – „Eisenbahnpartisanen“ sabotieren Militärkonvois

+++ 20.30 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst meldet laut dem Nachrichtenportal The Kyiv Independent, dass Partisanen in der Nacht zum 4. Januar den Verkehr ziviler Züge und militärischer Konvois auf der Transsibirischen Eisenbahn in der russischen Region Krasnojarsk gestoppt hätten. Die sibirische Region liegt im Landesinneren Russlands, über 3000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: An mehreren Fronten in der Defensive

+++ 20.05 Uhr: Die russischen Truppen konzentrieren ihre Offensiven auf die Fronten von Lyman, Bachmut und Awdijiwka. Das teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in seinem abendlichen Bericht mit. An den Fronten Nowopawliwka, Saporischschja und Cherson hingegen befänden sich Russlands Streitkräfte in der Defensive. 

Russland erleidet im Ukraine-Krieg schwere Verluste – Angriff auf besetzte Stadt

+++ 18.30 Uhr: Bei einem Angriff der ukrainischen Artillerie auf die russisch besetzte Kleinstadt Wassyliwka sind nach Angaben der Agence France-Presse (afp) vor Ort mindestens fünf Menschen getötet worden. 15 weitere seien verletzt worden, teilte demnach der von Moskau eingesetzte Gouverneur des besetzten Teils des südukrainischen Gebiets Saporischschja, Jewgeni Balizki, am heutigen Mittwoch im Nachrichtendienst Telegram mit.

Unter den Verletzten seien unter anderem vier Mitarbeiter des Zivilschutzdiensts, erklärte Balizki weiter. Auch ein mehr-etagiges Wohnhaus soll demnach durch mindestens vier Einschläge stark beschädigt worden sein.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Großoffensive auf russische Truppen geplant

+++ 16.26 Uhr: Das ukrainische Militär plant eine Großoffensive auf russische Besatzungstruppen im Frühjahr. Das sagte Kyrylo Budanov, Leiter des ukrainischen Verteidigungsgeheimdienstes, in einem Interview mit ABC News. Die Offensive soll laut Bundanov „in der gesamten Ukraine geschehen, von der Krim bis zum Donbass“. Ziel sei es, die Grenzen von 1991 wiederherzustellen; „so wie die Ukraine von allen Völkerrechts-Ländern anerkannt“ werde. Die heftigsten Kämpfe seien im März zu erwartet, so Budanov weiter.

Ende Dezember besuchte Budanow die Stadt Bachmut im stark umkämpften Oblast Donezk. Was er sah, schockierte ihn, sagte er gegenüber dem US-amerikanischen Fernsehsender ABC News. Ukrainische Soldaten hätten ihm einen Bereich dort gezeigt, wo „Leichen wie in einem Film aufgestapelt“ seien. „An manchen Stellen sind sie wie provisorische Mauern auf andere Körper gestapelt. Wenn russische Truppen auf diesem Feld angreifen, benutzen sie die leblosen Körper als Deckung, wie einen Schild“, fuhr er fort. Dabei handele es sich ukrainischen Berichten zufolge um tote russische Soldaten.

Geheimdienst: Russland erleidet hohe Verluste wegen „unprofessioneller Praktiken“

+++ 14.25 Uhr: Bei dem Angriff der Ukraine auf ein russisches Lager am 31. Dezember kam es aufseiten der russischen Streitkräfte zu etlichen Todesopfern. Grund für die hohen Verluste seien Angaben des britischen Verteidigungsministeriums zufolge „unprofessionelle Praktiken“ des russischen Militärs. Demnach seien russische Truppen in einem Gebäude nahe eines ungesicherten Munitionslagers untergebracht worden, von dem das Militär Kenntnis gehabt haben soll.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: 19 russische Angreifer ausgeschaltet

+++ 12.30 Uhr: Einheiten der Seestreitkräfte der Ukraine haben im Laufe des vergangenen Tages 19 russische Angreifer ausgeschaltet und ein feindliches Munitionsdepot zerstört. Dies teilte der Pressedienst der ukrainischen Seestreitkräfte in einem Facebook-Post mit, berichtet Ukrinform.

„Militärische Einheiten und Truppenteile des Marinekorps der ukrainischen Seestreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine, die Teil der Armeegruppierungen sind, haben weiterhin Aufgaben zur Abwehr der bewaffneten Aggression der Russischen Föderation in vollem Umfang erfüllt“, heißt es in dem Bericht.

Update vom Mittwoch, 04. Januar, 06.45 Uhr: Nach den ukrainischen Angriffen auf eine russische Militärunterkunft in Makijiwka hat das Verteidigungsministerium in Moskau die Zahl der getöteten eigenen Soldaten um mehr als 20 auf 89 nach oben korrigiert. Die Männer und auch der stellvertretende Kommandeur seien nach dem Raketenschlag in der Neujahrsnacht in den Trümmern des eingestürzten Gebäudes gefunden worden, teilte Generalleutnant Sergej Sewrjukow in Moskau in der Nacht zum Mittwoch mit. Zuvor war von 63 Toten die Rede gewesen. Die Ukraine hatte die Unterkunft mit dem US-amerikanischen Mehrfachraketenwerfer Himars beschossen.

Russland meldet schwere Verluste im Ukraine-Krieg: Ukrainische Armee mit folgenschwerem Angriff

Erstmeldung vom Dienstag, 03. Januar: Moskau/Kiew – Eine Minute nach Neujahr haben ukrainische Streitkräfte einen folgenschweren Angriff ausgeübt. Mit Himars-Raketen zerstörten sie eine Unterkunft, in der sich nach russischen Angaben mehr als 600 jüngst mobilisierte eigene Soldaten aus dem Gebiet Saratow befanden. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte am Montag (2. Januar) 63 Todesopfer. Kiew spricht von 700 Toten und Verletzten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Russische Staatsmedien beklagen den ukrainischen Angriff als die „Tragödie von Makijiwka“. Der kremlnahe Telegram-Dienst Rybar berichtet außerdem von der Lagerung von russischer Munition auf dem Gelände, welche als Folge des Beschusses detonierte.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Tödlicher Angriff zeugt von russischer Gleichgültigkeit

Medienberichten zufolge habe der ukrainische Militärgeheimdienst die Ansammlung von russischen Soldaten im besetzten Teil der Region Donezk über die gedankenlose Verwendung der Mobiltelefone der Russen lokalisiert.

Nach Ansicht von Militärbeobachtern zeuge der tödliche Angriff des ukrainischen Militärs von der Gleichgültigkeit der russischen Generäle den eigenen Leuten gegenüber, da eine so große Zahl an Soldaten und Militärmaterial nur wenige Kilometer von der Front in einem kaum geschützten Gebäude stationiert worden war. Moskau hatte in den vergangenen drei Monaten bereits 538 mobilisierte russische Wehrpflichtige verloren. (hg/dpa)

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