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Ukraine-Krieg: Russland „verliert ein ganzes Bataillon“

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Von: Christian Stör

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Die zerstörte Panzergruppe am Ufer des Siwerskyj Donez.
Die zerstörte Panzergruppe am Ufer des Siwerskyj Donez. © Screenshot Ukrainisches Verteidigungsministerium Twitter

Die Verluste an der Brücke über den Fluss Siwerskyj Donez treffen die russischen Streitkräfte hart.

Sjewjerodonezk - Es ist ein Desaster für Russland. In den vergangenen Tagen versuchte ein russisches Bataillon den Fluss Siwerskyj Donez in der ostukrainischen Region Luhansk zu überqueren – erlitt dabei aber offenbar schwere Verluste. Den Schlag sollen Artilleristen der 17. Panzerbrigade aus Krywyj Rih vollzogen haben.

Die vom ukrainischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Drohnenaufnahmen erscheinen jedenfalls verheerend für die russischen Armee. Sie zeigen eine zerstörte Pontonbrücke und Wracks von Dutzenden Gefechtsfahrzeugen am Ufer des Flusses, der eine Verteidigungslinie für den ukrainisch kontrollierten Teil des Donbass bildet.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland büßt Bataillon ein

Militärgouverneur Serhij Hajdaj schrieb im Nachrichtendienst Telegram, dass Russland eine Brücke gebaut habe, um militärische Ausrüstung und Personal über den Fluss zu setzen, alle Pontons seien aber zusammen mit Ausrüstung und Truppen zerstört worden. Das Gefecht fand demnach in der Nähe der Ortschaft Bilohoriwka in der Region Luhansk statt. „Bilohoriwka hält gerade dem russischen Ansturm stand, unsere Verteidiger haben zweimal Pontonbrücken zerstört.“

Nach Angaben des US-Magazin Forbes wollte das Bataillon die Brücke benutzen, um den Fluss in Richtung der umkämpften Stadt Lyman in der Region Donezk zu überqueren. Die Entfernung zwischen Bilohoriwka und Lyman beträgt rund 60 Kilometer. Demnach befand sich ein Teil des Bataillons schon auf der anderen Seite, als die 17. Panzerbrigade der ukrainischen Armee ihren Beschuss begann und die Pontonbrücke zerstörte. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.

Ukraine-Krieg: Russland verliert bis zu 1000 Soldaten

Offen blieb, wie viele Soldaten des russischen Bataillons während des Gefechts verwundet oder getötet wurden. Forbes machte dazu keine näheren Angaben. Ein Bataillon besteht in der Regel aus 900 bis 1200 Soldaten. Allerdings ist nach Angaben des US-Nachrichtenmagazins davon auszugehen, dass die Kampfgruppe aufgrund der hohen Verluste an Material nicht mehr einsatzfähig ist. Es ist auf jeden Fall ein weitere Enttäuschung für den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der sich auch aufgrund dieser Rückschläge bereits auf einen langen Krieg vorbereitet hat.

Nach Angaben des Geheimdienstes der britischen Armee werden die russischen Streitkräfte wahrscheinlich an das östliche Ufer des Flusses Siwerskyj Donez verlegt – sobald sie die Verluste wieder ausgeglichen haben. (cs)

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