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Macron besucht Scholz – zuvor gibt er Selenskyj ein Versprechen

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Von: Marcus Giebel

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Olaf Scholz (l.) und Emmanuel Macron sitzen zusammen und unterhalten sich
Wie kommen wir am besten durch die Krise? Bundeskanzler Olaf Scholz (l.) trifft sich in Berlin mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. © IMAGO / ZUMA Press

Die EU hat Koordinationsbedarf im Ukraine-Krieg. Nun besucht Emmanuel Macron Olaf Scholz. Vorher tauschte sich Frankreichs Präsident mit Wolodymyr Selenskyj aus. Der News-Ticker.

München - Es gibt einiges zu besprechen für Olaf Scholz (SPD) und Emmanuel Macron. Wenn am Montag - also am Tag der Deutschen Einheit - Frankreichs Präsident den Bundeskanzler in Berlin zu einem gemeinsamen Abendessen besucht, wird sich vieles um den Ukraine-Krieg und die in Europa grassierende Energiekrise drehen.

Die Frage wird sein, wie Deutschland und die Grande Nation durch den Winter kommen, der sicher einige Entbehrungen mit sich bringen wird. Sehr wahrscheinlich in einem Maße, die große Teile der beiden Bevölkerungen noch nicht erlebt haben. Die Strom- und Gasversorgung steht dabei im Fokus.

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Ukraine-Krieg: Macron bekräftigt in Telefonat mit Selenskyj europäische Unterstützung

Genauso werden sich Scholz und Macron wohl zur Unterstützung der Ukraine in deren Kampf gegen Russland abstimmen. Einem Bericht der Zeitung Le Monde zufolge ist Frankreich bereit, sechs bis zwölf weitere Haubitzen vom Typ Caesar ins Kriegsgebiet zu entsenden. Sicher verbunden mit der Hoffnung, die Gegenoffensive der eigentlichen Verteidiger bekäme dadurch zusätzlichen Rückenwind und würde die von Kreml-Chef Wladimir Putin entsandten Invasoren schneller hinter die eigentlichen Grenzen zurückdrängen können.

Zwar bestätigte der Éliyséepalast derlei Pläne nicht. Vor seiner Reise nach Deutschland telefonierte Macron jedoch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dabei bekräftigte Frankreichs Staatsoberhaupt die Entschlossenheit des Landes, der Ukraine bei der Wiederherstellung ihrer vollen Souveränität und territorialen Integrität zu helfen. Zudem würde er mit seinen europäischen Partnern auf neue Sanktionen gegen Russland hinarbeiten.

Macron verurteilte in dem Telefonat außerdem die Festnahme des Leiters des Atomkraftwerks in Saporischschja durch russische Truppen. Beide Präsidenten hätten laut Élyséepalast auch betont, dass ein Austausch des ukrainischen Personals, das den Betrieb und die Sicherheit des größten Atomkraftwerks Europas gewährleistet, anzustreben ist. (mg/dpa)

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