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Tankrabatt-Ende: Tankstellenverband rechnet mit „großem Preisaufschlag“ - Spritmangel in München und Frankfurt

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Von: Lisa Mayerhofer

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Der Tankstellenverband BFT geht zum 1. September von einem „großen Preisaufschlag“ bei Benzin und Diesel aus. Zudem sind unter anderem München und Frankfurt von Spritmangel betroffen.

Berlin – Autofahrer in Deutschland müssen sich mit Ende des Tankrabatts auf deutlich höhere Spritpreise einstellen. Der Bundesverband freier Tankstellen (BFT) erwartet ein deutliches Plus in der Nacht zu Donnerstag beziehungsweise in den frühen Morgenstunden des 1. Septembers.

„Ich gehe davon aus, dass wir da zunächst einen großen Preisaufschlag sehen“, sagte der Verbandsvorsitzende Duraid El Obeid der Deutschen Presse-Agentur. „Im Tagesverlauf und in den kommenden Tagen wird das dann aber sicher wieder etwas abschmelzen, wenn Wettbewerbseffekte einsetzen.“

Tankstellenverband: Spritmangel in München, Frankfurt und Grenzgebieten

Dazu kommt es in einigen Regionen zu Spritmangel. „Wir bekommen solche Meldungen neben Frankfurt auch aus München und dem Gebiet der holländischen Grenze“, berichtet Jürgen Ziegner, Geschäftsführer des Zentralverbands des Tankstellengewerbes (ZTG) gegenüber dem Handelsblatt. Besonders der Raum Xanten sei betroffen. Ein Manager von Aral berichtet dem Wirtschaftsmagazin, dass es auch im Kölner Raum „einen überraschenden Mangel an Diesel und Benzin“ gebe.

Hintergrund des Spritmangels sei die gestiegene Nachfrage vor dem Ende des Tankrabatts – auch von Autofahrern aus den Nachbarländern, schreibt die Zeitung. Gleichzeitig gebe es Probleme beim Nachschub, da vor allem der Süden Deutschlands über den Rhein als Transportweg versorgt wird. Wegen des Rhein-Niedrigwassers können die Tankschiffe den Sprit allerdings nur in eingeschränkten Mengen transportieren. Ziegner sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass Benzin oder Diesel nicht alternativ in ausreichender Menge per Bahn oder Lastwagen transportiert werden könnten. „Dafür ist die Logistik nicht ausgelegt. Dafür haben wir den Rhein.“

Der Ölindustrieverband en2x hatte bereits Anfang August über Engpässe in der Tankstellenversorgung im Süden berichtet. „Mineralölprodukte sind ausreichend vorhanden, aber wir sehen uns mit großen Herausforderungen konfrontiert, Benzin, Diesel oder Heizöl zur rechten Zeit und in ausreichender Menge an die Zielorte zu transportieren.“

Ende des Tankrabatts: Verband erwartet schnellen Spritpreisanstieg

Der Tankrabatt ist eigentlich eine Senkung der Energiesteuern auf Kraftstoffe auf das in der EU zulässige Mindestmaß. Die Regelung war vor drei Monaten eingeführt worden, um Autofahrer angesichts hoher Energiekosten zu entlasten. Ab 1. September Mitternacht gelten für Benzin und Diesel wieder die alten Steuersätze. Inklusive Mehrwertsteuer steigt der Preis für Superbenzin der Sorte E10 damit um 35 Cent pro Liter, für Diesel werden pro Liter 17 Cent mehr fällig.

Die niedrigeren Steuersätze galten allerdings auch für Tankstellenbetreiber – einige dürften am Donnerstag also noch günstig gekauften Sprit vorrätig haben, den sie auch entsprechend günstiger abgeben können. El Obeid geht jedoch von eher leeren Tanks aus. Grund dafür seien vor allem logistische Probleme beim Schienen- und Wassertransport von Kraftstoffen. Außerdem hätten viele Tankstellenbetreiber bei Einführung des Rabatts Verluste gemacht, weil sie zuvor teuer eingekauftes Benzin sofort nach der Steuersenkung günstig abgegeben hätten, sagte der Verbandsvorsitzende. „Kaufmännisch ist es geboten, diese Verluste jetzt wieder auszugleichen.“ (lma/dpa/AFP)

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