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Söder macht Laschet Koalitions-Ansage: Er schließt zwei schon aus - und legt sich auf eine fest

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Von: Patrick Mayer

Bayerns Ministerpräsident: CSU-Chef Markus Söder.
Bayerns Ministerpräsident: CSU-Chef Markus Söder. © Sven Hoppe / POOL / AFP

Markus Söder erklärt, mit wem die Union bei einem Wahlsieg eine Koalition bilden will. Zwei Szenarien kommen für den CSU-Chef nach der Bundestagswahl 2021 nicht infrage.

München - Ob das so mit Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) abgesprochen war? CSU-Boss Markus Söder hat an diesem Freitag (3. September) nach einer Vorstandssitzung seiner Partei öffentlich erklärt, welche Koalition die beiden Schwesterparteien bei einem möglichen Wahlsieg bei der Bundestagswahl 2021 anstreben - und welche Koalitionen für ihn ausgeschlossen sind.

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„Einen Junior-Partner Union kann sich keiner vorstellen. Die Union muss wieder die Nummer eins werden“, sagte der 54-jährige Franke nach einer Vorstandssitzung seiner Partei in München. Er habe mit Blick auf die Umfragen zur Bundestagswahl gewusst, „dass es außerordentlich knapp werden dürfte. Wir müssen uns die nächsten Tage und Wochen motivieren und kämpfen. Die Demoskopie-Werte sind alarmierend. Es geht um die Union. Es geht darum, den Trend umzukehren“. Söder schloss damit eine rot-schwarze (mit der SPD als stärkere Kraft) und eine grün-schwarze GroKo aus.

Die einzig denkbare Option ist Jamaika.

CSU-Chef Markus Söder

Platz eins bei den Stimmen bedeute Regierungsoption, Platz zwei bedeute Opposition, meinte der bayerische Ministerpräsident weiter und versprach „100-prozentige Rückendeckung für Armin Laschet“. Markus Söder, der mit seinem Bemühen um die Kanzlerkandidatur an der CDU gescheitert war, hatte kurz zuvor in einem Interview mit den Nürnberger Nachrichten und der Nürnberger Zeitung einen Erfolg der Union bei der Bundestagswahl 2021 angezweifelt. Bei der Pressekonferenz in München diktierte er der Schwesterpartei förmlich, welche einzige Koalition für die CSU im Falle eines Wahlsieges infrage komme.

„Dass es für Schwarz-Gelb (mit der FDP, d. Red.) reicht, ist aus heutiger Sicht eine sehr optimistische Option. Die einzig denkbare Option ist Jamaika“, sagte Söder und meinte damit ein schwarz-grün-gelbes Regierungsbündnis aus CDU/CSU, Grünen und der FDP. Zuletzt hatte er sich bereits wiederholt dem Grünen-Co-Vorsitzenden Robert Habeck politisch angenähert, während er dessen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock unablässig kritisiert.

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„Sollte es zu einer Zusammenarbeit kommen, werden wir als Union daran arbeiten, vielen Grünen-Forderungen die Zähne zu ziehen“, kündigte Söder an und erklärte mit Blick auf die schlechten Umfragewerte der Union Anfang September: „Es ist wie im Fußball. Die letzten zehn Minuten brechen an. Man kann noch alles gewinnen, aber auch noch alles verlieren.“

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Söder forderte von CSU und CDU: „Es heißt jetzt: kämpfen, kämpfen, kämpfen.“ „Wir bleiben verhalten optimistisch und versuchen alles, wirklich alles, um am Ende ein gutes Ergebnis für die Union zu erzielen.“ (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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